Monday, February 27, 2006

Sozialdemokraten und Argumente...

Ach herrje, manchmal weis ich nicht ob ich Unwissenheit freundlich dokumentieren soll, oder doch etwas zynisch und sarkastisch auf die Gefahr hin das ich verletzend bin.

Dieser nette Blogger ist solch ein Fall und jetzt werde ich erstmal seine Scheinargumente entlarven. Der eigentliche Text gibt nichts her, aber dafür sind die Kommentare um so interessanter.

holgi, sind das nicht einfach Gutmenschen, die nach Aufmerksamkeit schreien?


Es ist immer wieder interessant, wenn Gutmenschen mich einen Gutmenschen nennen, da ich eigentlich gar nicht als Gutmensch bezeichnet werden will. Ich bin Mensch und bilde mir, wie alle MEnschen, ein moralisches Urteil, ABER (und hier liegt der große Unterschied zu diesem Typ) bilde ich mir nicht ein, dass andere meinem URTEIL folgen MÜSSEN!

Nach Aufmerksamkeit schreien wir alle. S&W und Kameraden halte ich allerdings für weitaus gefährlicher, weil sie mit hübsch plausiblen, im wesentlichen unbelegten Parolen auf Rattenfang gehen und wieder mal viele Leute darauf reinfallen werden. Ähnlich wie bei Verschwörungstheorien - da reicht auch einfache Plausibilität. Nur sind letztere nicht so gefährlich für eine Gesellschaft.


Hmm, S&W sind wirklich nicht die besten Beispiele für Libertäre, allerdings sind es SICHEr keine unbelegten Parolen, da er meistens Quellen angibt (ganz im Gegensatz zu diesem Kommentar!). Auch kann man keine Rattenfängerei erkennen, wenn es um eigene Gedankenbildung setzt, denn was könnte wohl weiter entfernt sein von Rattenfängerei. Weder benutzen sie schöne Versprechungen (wie die sozialdemokratischen Politiker), noch religiöse Wusnchträume und andere einzuspannen.

Für mich schreit die "neue Rechte" insbesondere nach Entsolidarisierung, nach Sozialdarwinismus. Und das hatten wir alles schonmal - hat der Menschheit auch nichts genutzt.


Ach ja, wann denn? 1870? sicher nicht und auch sonst noch nie. Denn was soll denn Sozialdarwinismus sein? Werden die Menschen plötzlich jegliche Wohltätigkeit vergessen? Sicher nicht, weshalb das hier ein echtes Scheinargument ist. Es ist auch keine "neue Rechte" sondern eine 2. Dimension, die offensichtlicch weit über das hinausgeht was man ihm im Resozialisierungslager des Staats beigebracht hat.

Es ist immer sehr einfach, beispielsweise einen Einheitsteuersatz zu fordern, wenn man selbst schon seinen Gewinn eingestrichen hat, sicher weiss, dass man einen einstreichen wird oder verblendet genug ist, zu glauben, jeder sei wirklich seines Glückes Schmied - belegt ist leider das Gegenteil.


Das verstehe wer will, ich tu es nicht. Wenn man weniger Steuern zahlt, hat man mehr Geld zur eigenen Verwendung, was bedeutet, dass die meisten Leute reicher werden, aber das ist natürlich SCHRECKLICH! Der Rest sind nur Anklagen ohne Beweise, sprich Geschwätz. Wo jedoch das Gegenteil belegt sein soll weis ich nicht und er gibt auch keine Quellen dazu an, nimmt es aber offensichtlich als universellen FAkt. Dann soll er es doch mal ausprobieren und nichts mehr tun, da er ja an seinem SChicksal nichts ändern kann.... Schwachsinn...

Du kannst Einheitssteuersatz jetzt ersetzen durch jede beliebige "neoliberale" Floskel. Es kommt immer wieder dasselbe raus: wer begütert ist, wird es bleiben und seinen Wohlstand mehren. Wer nichts hat, wird am Ende auch seinen Rest-Wohlstand verlieren, weil irgendwann alles privatisiert und der Staat jeglicher Handlungsmöglichkeit beraubt ist.


Oh, da kenne ich aber viele Leute, die das anders sehen. Einige meiner besten Freunde kommen aus nicht gerade begüteten Familienhäusern, sind aber auf dem besten Weg sich ein gutes Leben zu erwirtschaften. Außerdem verspricht Libertarismus nicht ein Leben in Reichtum, sondern eine faire Chance sein Leben so zu leben, wie man es will, nach seinen Möglichkeiten und Fähigkeiten. Mancher ist ja auch schon damit zufrieden einfach einen eigenen Dönerladen aufzubauen, weil er in seinem Heimatland gehungert hat... ABer hey, bei denen hat sich die persönliche Situation sicher auch nicht verbessert...
Tja, leider ist der letzte Teil des Zitats ein üblicher Ansatz für die Verblendung vieler Leute, dass Staat für Reichtum und Soziale Gleichheit steht, doch nichts wäre weiter entfernt! Wenn es denn so wäre, dann müssten wir heute bei so viel Staat alle Reich und in Frieden leben... Das ich nicht lache...

Dieser Holgi soll mir doch erstmal nachweisen, dass es eine effiziente Behörde gibt, die wirklich netto mehr erwirtschaftet als sie ausgibt...

Gedankenspiel: Lass alle - ohne Ausnahme - bei Null anfangen. Wie wird die Lösung dann lauten? Immer noch "Neoliberalismus"? Mir jedenfalls fehlt der Glaube.


Natürlich, die die es einmal geschafft haben ihren Arsch aufzuraffen, werden das auch ein zweites Mal tun können...

Und was ich von diesem aufgesetzten Philosemitismus, der USA-Arschkriecherei und dem kaum versteckten Hass auf alles Islamische halte, die ich in vielen Blogs lese, kannst du dir sicher denken.


Auch hier wieder ganz undifferenziert, denn nicht jeder Libertäre kriecht der US Regierung in den Arsch und nicht jeder hat einen Hass auf ALLES Islamische, wohl aber auf mörderische Terroristen.

Juden sind nämlich genauso Pfeifen wie alle anderen auch, in den USA läuft längst nicht alles richtig und die islamische Welt besteht nicht nur aus Attentätern - was wiederum auch jeder halbwegs denkende Mensch weiss, womit deine Theorie von kleinen Schreihälsen möglicherweise näher an der Wahrheit liegt, als meine Bedenken.


Bestreitet keiner, dass der jüdische Staat kein deut besser ist als der deutsche. Übrigens sollte Herr Holgi doch sehr froh über den jüdischen Staat haben, der ist nämlich noch sozialistischer als der Deutsche (mit 80% Staatsquote). Auch bei der USA gibt es von Libertärer Seite mehr als genug Kritik, nur eher auf amerikanischen Blogs, da es uns eigentlich nix angeht, was in den USA passiert!

Dennoch mahne ich zur Vorsicht: sie wissen auch nicht besser, wie die Welt funktioniert. Sie haben nur mehr Mittel, ihre (antisoziale) Wahrheit zu verbreiten und Wahheiten gibt es immer mindestens vier. Ihre, deine, die Wahheit und das, was wirklich passiert ist.

Genauso wie du deine sozialistische Weltsicht (die übrigens schon öfter gescheitert ist als eine Libertäre versucht wurde!!!) in den Raum bläst und damit nur schon durchgekautes wiederholst...
Wobei selbst eine Definition von "sozial" mal schön wäre, was am Ende wahrscheinlich auf eine egalitäre Diktatur Marke Rousseau hinauslaufen würde.

Wie sagten die Vorlonen so schön: Truth is a three edged Sword: Your side, my side and the Truth!

Mehr zu diesem Sozialdemokraten später...

Ist Walmart gut für uns?

Diese Entscheidung sollte jeder Konsument für sich alleine treffen, was jedoch 90% der Menschen nicht zu verstehen scheinen (vor allem die Ignoranten auf der Linken Seite des Mainstreams).

Einer der besten Antworten auf die Walmart-Kritiker habe ich beim Mises Institute gefunden:

"Wal-Mart has never caused any firm to go out of business. Wal-Mart can't close down any store but one of its own. It is the customers who no longer do business with a company or shop at a particular store who put that company out of business or closed that store."

Laurence Vance trifft hier den Nagel auf den Kopf und entlarvt die Hypokriten, die doch tatsächlich beides wollen (im Walmart einkaufen und ihn abschießen), warum sonst gehen lokale Anbieter ein, wenn doch soooo viele Leute dafür wären bei denen einzukaufen?
Solche Leute kann ich irgendwie nicht leiden, weshalb ich jeden Walmart-Hasser erstmal auf seinen Background checke (kauft er vielleicht auch da ein).

Die ewig linken Sozialdemokraten

Hach ja, nicht nur das sie noch weniger Ahnung haben als ein unterdurchschnittlicher Lehrer, aber hautpsache erstmal ausfallend werden. Eigentlich ist der Grund dieses kleinen Beitrags schon viel älter, aber ich fand ihn trotzdem sehr symptomatisch für eine offensichtlich intellektuell bankrotte Bewegung.
Nicht nur das der Autor offensichtlich jeglichen Diskurs ablehnt und dass er noch weniger Ahnung von den Begriffen oder der Thematik hat, nein, er scheint auch noch Spass daran zu zeigen.

Machen wir mal eine kurze Konterzusammenfassung:

1. Libertarismus ist nicht rechtsradikal, stattdessen gibt er sogar die Unterscheidung zwischen rechts und links auf und wendet sich lieber an Totalitär und Liberal, aber selbst diese zweidimensionale Differenzierung scheint dem Autor schon geistig zu viel zu sein.

2. Rechtsradikal ist nur eine weitere Ableitung von Sozialismus, nur mit einem anderen Aspekt (statt internationalismus jetzt eben nationaler Rassimus).

3. Hans Herman Hoppe wurde zu unrecht angeklagt und bekam Hilfestellung aus aller Welt, was wohl Herrn Nixxon irgendwie entgangen ist...

4. Schwulenkritik und Staatskritik auf die selbe Verwerflichkeitsebene zu stellen, ist schon sehr kommunistisch von ihm, da er offensichtlich das Gut Staat genauso wichtig wie einen Menschen stellt. Ich wünsche ihm nur, dass der Staat mal bei ihm anklopft und ihn nach Guantanamo bringt, damit er sieht wie viel böser der Staat im Vergleich zu einem Homosexuellen ist.

5. Die Aussage Hoppes wurde aus dem Zusammenhang genommen, was genau Hoppe's Kritik an der Anklage war und was wiederum Herrn Nixxon nicht aufgefallen ist (tja, man sollte sich vorher über Themen informieren...). Desweiteren ist, im Gegensatz zu Deutschland, Meinungsäußerung in den USA keine Straftat und deshalb gibt es dort auch keine Volksverhetzung (wie angenehm) und folglich kann Herr Hoppe sagen was er will, man muss es ja nicht unbedingt gut finden (lesen sollte man es trotzdem mal im WORTLAUT!).

Tja, Herr Nixxon, wirklich ganz großes Kino...

Sunday, February 26, 2006

Battlestar Galactica and Terrorism

Gestern habe ich die neuste Folge von Battlestar Galactica gesehen und musst wieder einmal über den Einfallsreichtum und die Wandlungsfähigkeit der Serie staunen. Es ist wirklich nicht übertrieben zu sagen, dass sie die beste Sci-Fi Serie seit Babylon 5 ist.

*Achtung Spoiler drinnen*

Die letzte Folge handelte weniger von dem Geschehen an Bord der Galactica oder der Colonial Fleet, sondern war auf die Cylonen und die Überlebenden Menschen auf Caprica fixiert (was ich ausgesprochen interessant fand). Während in der Flotte die Cylon Sharon endlich ihr Baby bekam (das ihr, wie von Baltar vorrausgesehen, von Adama und Roslin weggenommen wurde) und wieder verlor, bekam man einen ersten Einblick auf die Auferstehungskisten der Cylonen und wie das ganze etwa funktioniert (welche Grenzen es hat usw.). Ohne hier ins Detail gehen zu wollen, scheint es sich hierbei um ein 1:1 Kopiersystem zu handeln, dass dem neuen Körper ALLE Erinnerungen überträgt, sowie auch Gefühle und Charakteristika.
Die Folge davon ist eine sich für einen Mensch haltende Sharon und eine zweifelnde SIX (die Freundin und Geliebte von Baltar), die sich in der wiederaufblühenden Kultur der Cylonen in Caprica zurecht finden müssen, aber doch nicht hineinpassen. Interessanterweise hat die SIX/CAPRICA (wie sie auch oft genannt wird) ähnliche Geisteszustände, wie Baltar an Bord der Galactica, jedoch genau umgekehrt. Während Baltar immer wieder SIX erscheint, hat CAPRICA einen schwätzenden und philosophierenden Baltar an ihrer Seite. Ich finde das einen ausgesprochen kleveren Zug von Ron Moore, der der Serie wieder einmal eine Wende aus dem bekannten Trott in etwas frisches gegeben hat (nach den 2 sehr flotteninterna-spezifischen Folgen davor).

Was ich am meisten an der Folge mochte, ist die versuchte Erklärung zum Irakkrieg bzw. zum Terror im Irak, der hier hervorgehoben wird (man könnte es auch mit dem Terrorismus der Palästinenser vergleichen). Es kommt eine technologisch überlegene Rasse und zerbombt ein Land (USA maschieren im IRAK ein) und bauen es danach nach ihrem gutdünken wieder auf. Dafür mussten jedoch tausende Ureinwohner sterben, die keine Chance bzw. Platz hatten in diesem Land.
Was machen also die verzweifelte Überreste? Sie schliessen sich zusammen und gehen in den Untergrund. Statt offen zu kämpfen, bevorzugen sie Guerilla-Taktiken und Terrorismus, um (wie es der Commander der Überlebenden so schön ausdrückte) "den Cylons klar zu machen, dass sie nirgendwo sicher sind!".

Ich finde das in dieser Folge gezeigte Beispiel hinkt im realen Vergleich an sehr vielen Enden, denn es ist nicht klar auf den Irak, Palästina usw. anzuwenden. Man könnte es sogar im entferntesten auf die Eroberung Amerikas durch die Weißen anwenden, auch wenn dies etwas überzogen ist.
Weder haben die jüdischen Siedler die Muslime mit Waffengewalt von ihrem Land vertrieben, noch haben die USA im Irak einen Holocaust angerichtet, weshalb diese Bezüge auch hinken. Letztlich kann man nicht einmal die Terroristen Bin Laden's mit den Überlebenskämpfern auf Caprica vergleichen, da jedwege religiöse Haltung nicht vorhanden ist. Wer solche Filme mag, sollte sich dann doch lieber Syriana oder Lord's of War ansehen, die sich detailiert und differenzierter mit den Problemen beschäftigen.

Jedoch finde ich die Folge zeigt auf, wann Terrorismus und unter welchen Vorraussetzungen er ausgeübt werden kann (nicht MUSS!!!) und warum es sich dann nicht um Terrorismus, sondern um Freiheitskampf handelt. Hier nämlich hat die meiste Rhetorik der Republicaner einen Knackpunkt, da sie nicht wirklich definieren können, wann jemand ein Freiheitskämpfer ist und wann er ein Terrorist ist. Ist etwa die Anzahl ein Indiz für die Klassifizierung, oder muss er einer bestimmten Religion angehören, oder welche Philosophie darf er vertreten?

Es gibt letztlich wohl nur ein Merkmal, dass entscheidet, ob jemand ein Freiheitskämpfer ist oder ein Terrorist, ob er bereit ist auf gewaltätige Aktionen zu verzichten, um einen Frieden herzuleiten und ob er bereit ist für seine Freiheit Kompromisse einzugehen. Natürlich darf er dabei niccht seine Ideale verraten, aber dennoch muss er dem Anderen die gleichen Freiheiten eingestehen, die er für sich selbst fordert.

Sunday, February 19, 2006

Objektivismus und das Problem des Diskurs

Oh mann, ich bin immer wieder fasziniert mit welcher Engstirnigkeit heutzutage viele Objektivisten daher kommen und wie wenig von den aufgeschlossenen Objektivisten in der Anfangszeit von Ayn Rand's Schaffen übrig ist.

Wen gibt es denn noch, der ein wenig die offene Diskussion im Liberalen Raum mit objektivistischen oder randischen Einsichten aufhellt?

Mir fallen da leider nicht allzuviele ein, ausser vielleicht Dr. Tibor, Dr. Sciabarra, Kuznicki und vielleicht noch 2-3 andere.
Ich habe nichts dagegen, dass jemand ein Abo kündigt von einer Zeitung, mit der er nicht mehr intellektuell auf einer Linie liegt. Es ist allerdings eine komplett andere Angelegenheit Konservatismus und Liberalismus zu verwechseln und Rand's Lehren in den Konservatismus zu zerren, auch wenn Ayn Rand selbst nicht immer so konservativ war, wie in ihren letzten Jahren.

Während ich noch mit Kuznicki von Positive Liberty über die Problematik des Irakkriegs diskutieren kann und akzeptieren, dass er offensichtlich eine andere Meinung hat, so ist er da eine Ausnahme (vor allem bei den objektivistisch angehauchten Bloggern).

Der Kapitalismus-Blogger hat dagegen eine sehr.. hmmmm.. eigenwillige Sicht der Dinge:

In dem zitierten Beitrag von Boigner wird gleich anschließend der Objektivismus abqualifiziert, die einzige Philosophie, die einen Laissez-faire-Kapitalismus (kein Nietzsche, kein Popper, kein Kant, kein Sartre tut dies) verteidigt und der doch eigentlich für Menschen sehr interessant sein müßte, die ständig das Wort "Freiheit" im Munde führen


Das Herr Boigner etwas gegen Objektivisten hat, dass ist nichts neues, aber der Junge ist auch noch jung und es gibt leider nur wenige positive Quellen in der doch recht engstirnigen fundamentalistischen Weltsicht von ARI und TOC.
Es ist erstmal nicht die einzige Philosophie, die den laissez-faire-Kapitalismus verteidigt, sondern eine Abwandlung eines Stammes, den es schon seit 1000 Jahren gibt (bis hinein ins chinesische Reich). Natürlich ist dieser auch für Herrn Boiger interessant, der meines Wissens nach, niemals gegen den Kapitalismus argumentiert hat, allerdings ist das einem Halb-Sozialisten, Halb-Liberalem nicht zu erklären.

Wenn außenpolitisch die Positionen der anti-amerikanischen Linken unterstützt werden, wenn der Objektivismus zum Feindobjekt erhoben wird, und da aufgrund der Zusammensetzung der Redaktion mit Thorsten Boigner und auch Arne Hoffmann auch keine Besserung zu erwarten ist, ist der Schritt, denn ich gegangen bin, unabwendbar gewesen. Mit diesem Abschluss soll auch die Umfrage auf diesem Blog ihren Abschluss finden: Ungefähr jeder 4. Leser dieses Blogs ist auch Abonnent der eifrei (25,74 %), 36,73 % kannten die Zeitschrift allerdings überhaupt nicht, 9,12 % überlegten, die Zeitschrift zu abonnieren, während sich 3,49 % sich eher mit dem Gedanken tragen, dass Abo zu beenden. Es beteiligten sich 373 Leser.


Und es ist lustig, dass der werte Herr Blogger wieder einmal mit Ad hominem Attacken um sich schlägt, was sehr beliebt bei der amerikanischen Rechten ist (wie auch bei der Linken), anstatt sich mit Argumenten auseinander zu setzen. Denn wer gleich "anti-amerikanische" (in welchem Sinne bitte? Weil man den Staat kritisiert?) und mit den pro-big-business Linken verglichen wird (was das fälscheste ist, was er hätte machen können), mit dem kann man nicht diskutieren und ihn auch nicht wirklich ernst nehmen, zumindest nicht auf diesem Gebiet.

Eine Anregung zur Weiterbildung wäre z.B. die Lektüre von Dr. Sciabarra "Total Freedom: Towards a Dialectial Libertarianism" oder "Marx, Hayek and Utopia" alles Bücher, die Rand's Theorien auch mit Methodologien aus dem "linken" Spektrum verbindet.

Saturday, February 18, 2006

Keine Pareto-optimale Lösung

Die Websozis verennen sich hier in eine sehr konstruierte Problematik. Es ist ein sehr hypothetisches Beispiel und weit abseits dessen was sie hier als Paragraph des Grundgesetzes zitieren.

Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) sagte, dass er den Abschuss eines unbemannten Flugkörpers oder eines nur mit Terroristen besetzten Flugzeugs befehlen würde, auch wenn es dafür noch keine Rechtsgrundlage gebe. Er berief sich auf Notwehr oder übergesetzlichen Notstand.


Nun kann man darüber streiten, ob es wirklich ungesetzlich wäre einen unbemannten Flug abzuschießen und wieso die Sozialisten da so ein großes Problem mit haben? Ganz anders sieht es natürlich beim Abschuss eines bemanten Flugzeuges, auch wenn dort vermutlich Terroristen drinnen sitzen sollten. Erstens wäre es ein Präzedenzfall für die Bundeswehr und zweitens gäbe es keine Alternativen als die Bundeswehr. Weder die Polizei noch die Sondereinheiten könnten etwas bei einem solchen Problem beitragen, weshalb wohl die Bundeswehr die einzige Lösungsmöglichkeit ist.

Von der moralischen Seite her kann man jetzt natürlich auch argumentieren, dass es nicht Rechtens wäre seine eigenen Bürger von der Bundeswehr abknallen zu lassen. Jedoch gilt, wie bei jeder Verhandlung mit Terroristen, wir dürfen nicht verhandeln und auch keine Nachsicht zeigen sonst gibt es Trittbrettfahrer, die auch die BRD erpressen würden.
Die zweite Frage wäre, ob man mit den Terroristen bzw. Entführern verhandeln kann, oder nicht. Wenn nicht, dann ist es klar, dass am Ende mehr Leute sterben würden als wenn man das Flugzeug gleich vom Himmel holt. In diesem Fall ist wohl die einzige Möglichkeit, die weniger Tote erfordert ein Abschuss, so schrecklich es auch klingt..

Dennocht haben die Sozis auch Recht, wenn sie die Argumentation als bedenklich einstufen, da vor allem der letzte Teil "Notstandsregelungen" "übergesetzlich" und "Notwehr" schon einmal in der Geschichte dieses Landes zu einem Fatalen Ende geführt haben.

Thursday, February 16, 2006

Robert A. Heinlein die 2.

Tja, vielleicht wird das hier noch eine ganze kleine Sammlung von Heinlein's Werken, quasi eine Übersicht mit den Themen der Kurzgeschichten.

Gerade eben habe ich mit "Methusela's Children" angefangen, dass ich mit einem Rassenkonflikt zwischen Kurzlebigen und Langlebigen auseinandersetzt. Jedoch auch hier ist wieder ein bisschen Libertäre Rhetorik versteckt, die man nur so als Seitenhieb findet:

"Als Lazarus zu Bett ging, stieg er aus seinem Kilt und warf ihn in Richtung des Schrankes. Dann blickte er auf seine haarigen Schenkel nieder und lächelte schief. Der Kilt hatte einen Laser verborgen, der an das eine Bein geschnallt war und ein messer am anderen. Er wusste, dass man in diesen gesitteten Zeiten nicht mit Waffen herumlief, aber er fühlte sich ohne sie nackt. Und dann war es sowieso ein Alt-Weiber-Blödsinn, es gebe gefährliche Waffen. Nein, es gab nur gefährliche Menschen." - Chapter 2, Methusela's Children


Tja, wenn sich das nur mal bei der Mehrheit der Bevölkerung durchsetzen würde, dann könnte man auch endlich damit beginnen vernünftige Regeln aufzustellen, die den Täter und nicht den Lieferanten der Waffe diskriminieren.

Sympathy for Terrorists?

I always thought the liberals didn't understand terrorism or were easy to think of it as a good way to "change government policy". There are many example of leftists hang on violent means to get their policies on the table as there are times the US Republicans have tried to change the world by invading a country (RAF, ELF are just two examples). It seems that leftists are as addicted to violent means as conservatives are, although slightly different.

While the conservatives try to use government power in violent ways and liberals use government power in more non-violent ways. The conservatives use non-violent ways to come to power, while the liberals often use violence to get the power.
Otherwise the hatred of the conservatives towards terrorists couldn't be properly put in place with their ideology and the loving of the liberals for the Terrorists couldn't be explained properly, too.

The NY Times gave another brave example of the ignorance of many liberal democrats with their poll for the best foreign movie running for the Oscar:

"Paradise Now" (Palestine):
34%

It really go 34%, which is not bad for a movie that portrays the Israeli as heartless killers and the Palestine as victims of their situation which is a crass overstatement.
There has been a time when the palestine claim to sovereignity and the use of guerilla tactics were genuine and necessary. It was before the first intifada, when the Palestinians were under the harsh rule of the socialist Israelis, who tried to gain a secure spot in the Middle East (surrounded by Arab states).
Then they started the first intifada to get a room to breath and live. It was a necessity for the Palestinians and then, the beginning of the peace talk and an acknowledgement of the severe situation of the palestine followed.

However, the situation changed when the Israeli were willing to cooperate and to talk about a sovereign Palestinian state in the Gaza strip, but despite this obvious change in tactics, the Palestine insurgents continued. This was the time that changed the Palestinian freedom fighters into terrorists. When the PLO started to become a regular party without a terrorist arm and the HAMAS and Islamic Djihad continued to bomb innocent Israelis, the Palestinian movement had lost its credibility. They had stopped fighting for their right to live their lifes on their own and started to become the dreadful terrorists they are today.
When it is not about being independent and a nation of your own, but instead about destroying a neighbouring civilisation, there is no way to justify it morally or on natural rights.

However, the picture painted by the media (which acts in libdems way this time) hasn't changed since then. The Palestinians are still the good guys and the Israeli security are the bad guys.
It doesn't matter to those liberals who defend the acts of terrorism conducted by the Palestinians in the Middle East, that the innocent Israeli victims are on the defending side and the dead Palestine "kids" and mothers are often on the side of the brutal insurgents.

This might explain why a movie like "Paradise Now" gets so much votes in a liberal newspaper in the US. It must be innocent ignorance at best and wilful hatred for the Israeli at worst.

Achgut und Ihre Aussagen

Manchmal frag ich mich wo der Sinn hinter solchen Beiträgen der Achse des Guten ist?

Wollen sie damit einem sagen, dass Schwul sein nichts als eine eigene individuelle Entscheidung ist und nichts mit Predetermination von Geburt an zu tun hat (also eine Frage der Genetik ist)? Wollen sie damit den christlichen Fanatikern aus den USA in den Mund reden, die überzeugt sind, dass man sich vom schwul sein "heilen" lassen kann?

Wenn dies die Gründe sind, dann haben sie den Beitrag dämlicherweise falsch gewählt und nur wenig Ahnung von der Materie. Denn um diesen "Schwuleneffekt" bei den Geiern zu erklären, braucht man gar nicht so weit zu greifen. Es handelt sich hier doch um eine "normale" Reaktion des Körpers auf das Eingesperrt sein. Man kann diese "Gefängnisschwulheit" auch beim Menschen beobachten, wenn die Anzahl der Weibchen begrenzt ist ( Limes Weibchen -> 0).
Es ist also nicht direkt auf die gewünschte Argumentation übertragbar.

Wenn dies jedoch nicht der Sinn hinter dem Post ist, was dann? Sollte es nur ein ulkiger Fakt aus Israel sein, um mal wieder ein bisschen Nationalistisch zu sein? Man weis es eben nicht genau... Wie wäre es solche Beiträge zu konkretisieren, in dem man sie kommentiert, sonst sind sie ähnlich hilfreich und konstruktiv wie moderne Kunst. Sie haben es erraten: Gar nicht sinnvoll!

Robert Heinlein's Future History

Da ich schon lange kein nicht-akademisches Buch mehr gelesen habe (tja, das ist ein weiterer Nachteil des Studentenlebens), hab ich mir dem letzte das Kompendium aller Heinlein Short Stories gekauft: Methusalem's Kinder.

Es ist von vielen Aspekten her interessant, auch wenn ich es als eine Kreuzung aus Science-Fiction und Social-Fiction bezeichnen würde (um es von anderem Scifi-Schund zu unterscheiden und eher auf die Höhe von George Orwell's Sci-Fi-Abhandlung 1984 zu stellen), so handeln einige Kurzgeschichten von interessanten Erfindungen und wie sich die Welt (aus der Sicht der 50er Jahre) weiter entwickeln hätte können, aber auch von sozialen Konstrukten und dem Menschen als Individuum bzw. des menschlichen Verstandes und seine Determination.

Gerade hier halte ich seine späteren Werke für weitaus ausgereifter und und besser durchdacht, als die früheren Geschichten. Zwei der Abhandlungen können sich sogar direkt mit Brave New World und 1984 vergleichen lassen, von ihrem Themengebiet als auch vom Detailgrad. Die beiden Kurzgeschichten "If this goes on" und "Coventry" zeigen die Problematiken eines Überwachungsstaates bzw. eines Sozialengineering Experiments auf und stellen das Individuum in den Mittelpunkt. Wobei letzteres noch einen Seitenhieb auf den Anarchismus ausführt, in dem nämlich mit Sicherheit nicht nur libertäre Organisationen sondern vor allem auch Kommunistische und Faschistische Ideologien sich herausbilden und wohl auf lange Zeit hin dominieren können.
Er zeigt dabei, dass sich Anarchisten sehr gewaltig irren, wenn sie glauben das ihr Utopia in einer Staatslosen Gesellschaft eintreffen würde. Bisher haben in der ganzen Welt immer staatliche Organisationen, da sie als hierarchische Gesellschaft militärisch jedem losen Bündnis überlegen sind, auf lange Sicht gewonnen. Es gab zwar einzelne Umbildungen und Zeiten des Interregnum, aber dennoch lässt sich aufzeigen, dass ein Staat ein unabwendbarer Teil der Mehrheit ist.
Weshalb ein Anarchismus zwar kurzzeitig zu einer libertären und freiheitlichen Gesellschaft führen kann, aber auf lange Sicht doch wieder zum alten Staat zurückführt.

Heinlein hat das Dilemma auf ganze eigene und sehr libertäre Art gelöst: Einem freiwilligen Gesellschaftsvertrag, der das Eigentum des Menschen an sich selbst und das Nicht-Aggressionsprinzip als kgV nimmt bzw. als kleineste gemeinsamer Nenner.