Tuesday, March 30, 2010

Benzinpreis und die Kurzsichtigkeit des Deutschen Meckerers

Immer wieder liest man in Kommentaren über Benzinpreise etwas ähnliches wie das Folgende:

“Warum sinkt denn der Benzinpreis nicht, der Ölpreis geht doch runter und der Verbrauch sinkt weil Krise ist!”

Dies mag schon sein, aber, wenn der Strompreis am Tag schwankt, dann wird der Kunde auch nicht mehr oder weniger bezahlen. Die Konzerne sind in einer schwierigen Position, sie alle wissen, dass bei einem Aufschwung der Ölpreis wieder anziehen wird und das der Verbrauch zu nehmen wird. Die Folge ist, dass sie normalerweise nicht kurzfristigen Signalen nachgeben, sondern nur langfristigen. Und die langfristigen Signale sind eben nicht kurzzeitige Ölschwankungen. Der Trend geht zu teuren Ölpreisen, dass ist einmal darauf zurückzuführen, dass die Reserven geringer werden und es immer teurer wird Öl zu fördern, aber auch auf die Reaktionen von politischer Seite, die immer wieder offen feindlich gegenüber den Konzernen auftreten. Dies spielt eine sehr sehr große Rolle in der Preisbildung.

Desweiteren ist der Handelspreis nicht immer der Preis, der auch für die aktuell verkaufte Benzinmenge gilt. Dieser setzt sich aus vergangenen Einkaufspreisen, Lagerkosten (Offshore), Transport und Nachfrageschwankungsantizipation zusammen. Die meisten Konzerne wissen, dass dieser Ölpreissturz nur noch höchstens ein paar Monate anhält und dann wieder anziehen wird. Sie werden jetzt versuchen in diesen Monaten Gewinne zu machen, um Ihre Verluste aus der Krise auszugleichen.

Nichts von alle dem kann man ihnen vorwerfen, sie arbeiten im Rahmen des Möglichen, dass sie keine private Konkurrenz mit billigeren Preisen haben, liegt jedoch bei der politischen Seite. Nicht nur sind viele Erdölquellen schon bei der Förderung staatlich organisiert, vor allem die Märkte sind von staatlichen Eingriffen verzerrt. Man kann nicht den Ölmulti schuldig sprechen, der nur etwa 50 % des Preises aus macht. Erst einmal sollte man hier alle Steuern, die bei einem Fair Trade nicht drauf wären, entfernen. Dann würde das Benzin auch wieder 50-60 Cent kosten und keiner würde meckern.

Aber der Deutsche Staatstreue Bürger (DSB) schimpft lieber auf die Leute, die nichts dafür können.

Monday, March 29, 2010

Thinking about myself – Am I more conservative or progressive

Sometimes I think it is important to just think about yourself. It gives you some distance and some perspective on who you are. Now, given that the majority of people not only in Europe but also in the US believe in a two-way system to describe all people (either they are left or they are right – either they are progressives or they are conservatives), which is sadly far too simplistic and obscures a whole bunch of people.

Now, would I myself call me conservative or progressive in my mindset, I’d dare say that depends where I would be judged. In the US I’d most likely be a true conservative, meaning I want to conserve the bill of rights and the Constitution in a fundamental way. Make no mistake, most “conservatives” or “Republicans” are not that principled  in their defense of this founding documents. They only use it when it serves their cause.

Now, if I would be judged in Europe, than I am most likely a progressive, because my believe in freedom and less government is mostly unheard of in Europe. It is an idea that is mostly new, dangerous and foreign to most Europeans. Even the mentioning of a country that hadn’t a drug regulation agency would have cause a fundamental fear in those people. They are very conservative, but conserving the historic past of Europe: Serving the elites and trusting in a god (may the god be Christian or a perfect omnipotent state, both are not in the physical reality). So, their conservatism is the opposite of the American kind and while the US is growing to be progressive, the Europeans are longing back to the conservative past. That means they journey together, at least in my opinion.

Now, of course, many people would lament that this is not true that Europe also has its Conservatives that are more like the US Conservatives and I agree. They are like the Republicans, but they are not conservatives.  So just to equate something with a mistaken identity of a second group doesn’t make it better.

A prime example would be the CDU. For decades it stood of small business and middle class combined with religious “freedom” of the catholic kind. Now, as culture changed and Germany rose from the immediate constraints of a war-torn country, this changed and so changed the party. Now, it has more in common with leftist parties like Gruene/SPD/Linke and thus is even more conservative, but of the European kind.

This can get very confusing, but so can a discussion with an American about what liberal means and who liberals are. In the US this word was “raped” and twisted in a fashion that let it say something totally opposite to the meaning in the rest of the world. Is this what they mean by American exceptionalism?

Well, as a footnote of this rant: I am neither conservative nor progressive, but I am all for some progress towards individual liberty, which has been outsourced to the internet and shown that it can bring miracles to live.

Friday, March 26, 2010

DRM vs. Servicequalität

Ich bin ein starker Gegner von aktivem DRM-Mechanismen, denn es ist sehr anstrengend für jemanden, der das Spiel rechtmäßig erworben hat. Diese Massnahmen treffen nie die Piraten, denn diese warten einfach bis das Game/Movie frei verfügbar ist OHNE die nervigen Kopierschutzmechanismen. Der ehrliche Kunde wird hingegen mit ihnen gestraft. Aus diesem Grund bevorzuge ich auch moderne Distributionsmethoden wie Impulse oder Steam, die diesen “Kopierschutz” noch passiver einführen und bei denen man nicht wie ein potentieller Straftäter behandelt wird.

Natürlich sind nervige DRM-Maßnahmen nicht nur auf den PC-Spielemarkt begrenzt, aber hier sind sie am stärksten und am nervigsten. Ja, es ist auch nicht gerade schön, wenn man bei jedem DVD-Start die Warnhinweise (nicht abbrechbar) über sich ergehen lassen muss. Welchen Piraten halten die eigentlich ab (mich als ehrlichen Käufer zwingen sie dazu die Disc zu rippen und den Sch*iss einfach zu löschen). Ein weiterer Grund in nächster Zeit auf Blurays und DVDs zu verzichten.

Doch Spielehersteller gehen hier noch einen Schritt weiter und machen es beinahe unmöglich das Spiel zu spielen, ohne von einem aufwendigen Kopierschutz belästigt zu werden. Vor einigen Jahren war das Starforce, dass selbst bei Besitzern der Original-DVD zu Problem führte, da die DVDs an einigen Stellen vorsätzlich beschädigt wurden. Es gibt dann auch noch den targes Kopierschutz, der sich als offizieller Trojaner im System einnistet. Und jédes Mal war der Aufschrei der Fans groß und dennoch gab es in kürzester Zeit einen Crack oder eine pirated Version.

Nun hat man mit Silent Hunter 5 und Assassin’s Creed 2 einen neuen Höhepunkt der Dreistigkeit erreicht. Diese Spiele zwingen den Spieler während des Spielens online zu bleiben! Was machen Spieler, die keine Internetverbindung haben? Tja, Pech gehabt (welch’ Hybris, als ob sie diese Spieler nicht erreichen wollen/müssen).

Es stellen sich auch noch andere Probleme: Was wird übertragen und wie oft (bei SH 5 wird an 2 Punkten authentifiziert bei Assassin’s Creed sind es eine unbekannte Anzahl)? Werden die Auth-Server auch noch in 10 Jahren verfügbar sein oder erlischt dann einfach das Recht das Spiel zu spielen (und man verlangt immer noch für diese quasi “gemieteten” Spiele 40-60 €!!!)?

Doch als wären diese Kopierschutzarten nicht schon nervig genug, lassen jetzt viele Serviceanbieter auch bei grundsätzlichem Management nach. Mir ist dies insbesondere beim modernen DLC-Angebot aufgefallen. Zum Beispiel hat ein Freund von mir sich für die PS3 Borderlands aus dem UK gekauft (erstaunlicherweise dort bei Amazon 20 % preiswerter als in D). Nun wollte man sich zwecks Langzeitspielbarkeit auch noch den DLC kaufen. Da wir einen Gutschein für den US PS3-Shop hatten, hat man sich schnell dort angemeldet und es gekauft.

Zu keinem Zeitpunkt wurde man jedoch darüber informiert, dass dies kein Multilanguage-DLC ist, sondern NUR mit der US-Version läuft. Eine Frechheit, denn zurückgeben oder umtauschen kann man es nicht. Es wäre so einfach die Spielversion zu überprüfen ODER den Spieler davor zu warnen, aber nein, soviel Serviceverstand besitzt Sony nicht. Das selbe gilt übrigens auch für in Steam gekaufte Lokalversionen, was mich auch immer stinkig macht. Noch viel schlimmer ist hier Itunes, dass oft nicht einmal die englische Version von FIlmen/Serien im Deutschen Store anbietet UND keine Möglichkeit den Store zu wechseln!

Es gibt also noch viel zu tun bei Entertainment-Medien Distribution und Rights Management und m.E. liegt hier Stardock mit ihrem Ansatz ganz weit vorne.

Wednesday, March 24, 2010

On political discourse and Media in the US

Well, as someone who hasn’t got a horse in the race, so to speak, I can view the American media culture of the 2000s with some irony and sadness. I neither enjoy the Democrats nor the Republican, both are, like all European parties, bull-sh*ters but get voted because people are wimps after all.

Now, let’s get to my observation. I have been writing with some American friends (all of them more or less pro-democrats) during the early and late Bush years. They always complained how Bush and Fox NEWS were so dominant that their protests were misrepresented and that the media never reported the truth. A little fact-checking was right on, because seldom was a protest “militant”, but often the government used any means available to suppress other opinions. Of course, while National Radio is in the hands of the Republicans, national television is on the side of the Democrats. This really shows, because Conservative Republicans are old-fashioned and non-mediasavy (at least perceived as such), while the Democrats are known to utilizing the fullest of the 90s media potential (ergo: no internet ;) ) albeit the more shallow version.

Now, while this is more or less an anecdote, it is the basis on which the Democrats could continue their status quo. When Obama got elected and first the stimulus was passed against the will of many people and then the health-care bill against the will of even half of the poll population, the leading Democrats/Leftists-Intellectuals/Media-types shouted that all the grass-root Republican Tea-Partiers are racist and evil. This is not much unlike the Republican reaction to anti-war rallies. They were deemed as unpatriotic and evil, while the tea-partiers are deemed as racists and evil.

I believe none of these claims, because racism is a cheap excuse. If racism were a prevalent American treat, then you’d have seen by now a Nazi-party making nation-wide protest. This is even worse, because the Democrats are as racist as the Republicans. They all protectionist narrow-minded before their God (not a real one but the Washington-based one). How so? They believe that it is only good to deal with Chinese (f.e.) if the US has the upper hand, which means that the Chinese shall stay poor and may not deliver goods that the US produces itself. This is pervasive and hurtful racism, much more dangerous and destructive than the regional Republican version, but that is for a different post.

However, the media always circles around these arguments, because the journalists themselves (especially the politics type) have their opinions (overwhelmingly Democrat) and thus only report towards this bias.

One could believe that in this climate the media would diversify, because 90% TV chains are pro-Democrats and Fox News is Republican. This is an ample opportunity to rather compete with Fox and their huge audience or to compete with a couple of other stations for the other 50 % of the market (Democrats). It is interesting, that they choose to battle for ever smaller Democrat shares, instead to engage Fox News that monopolizes Republicans. Even more interesting is that we can perceive the failings of a monopolist in the Fox News dominance. They miss variety of opinions and are not very debatable. They already have problems to hit the mainstream-Republican, because as monopolist you move slowly. Of course, Fox will be last the TV chain to leave traditional TV for the Internet, because it will be the last big TV network. All others will have given up due to their in-fighting and self-competition in the Democrat market segment.

But reporting got even weaker nowadays, when we can fact-check almost everything, either by reading independent reviews of an event on blogs, or watch independent cell phone videos. It gets harder and harder for the traditional media to slip by their own thoughts rather than what really happened on the ground.

I think this to be a very very healthy trend and hope it will continue, although I think that at some point politicians will destroy the wonderful thing that is the Internet. They will find a way that is supported by the mainstream (child pornography, child protection etc.) to regulate and narrow-mind the internet. The internet-left fears this as much as the internet libertarians, but they see the solution in GOVERNMENT and Net Neutrality. Albeit, both have a long record to actually be an ineffective agent. You only have to look at the FCC, which is ridiculed by Democrats and Libertarians (though Republicans love it), because it is thinking people are stupid and at the same time very ineffective. Now, f.e. Net Neutrality would give regulatory power over the internet into the hands of an agency comparable to the FCC (perhaps even the FCC, why build a new one). And yet, those internet-types believe that this doesn’t spell disaster for freedom of speech on the internet…

Sometimes even the brightest people have stupid ideas. And journalists can write and… well, that’s about it.

Thursday, March 18, 2010

Unterschiede: Badische Grüne – Schwäbische Grüne

Da ich gerade am Bloggen der Kombilösung bin, möchte ich dieses Positionspapier der Grünen aus Karlsruhe niemandem vorenthalten. Ich finde es sehr interessant, da sie so in etwa die selben Bedenken äußern, die auch ich habe. Auch sie denken, dass das Projekt:

  1. Eine Kostenfalle ist, da schon einmal die BAukosten um 100 Millionen € erhöht wurden
  2. Die Krise sicherlich der falsche Zeitpunkt ist, um ein solches Projekt anzugehen, da die eigenen Kassen leer sind
  3. Die Idee “Flaniermeile Marktplatz bis Euro” seit der Einführung des ECE-Centers eigentlich veraltet ist
  4. Die Förderung durch den Bund wacklig ist (mögliches Veto kurz vor Baubeginn)
  5. Wichtige Kostenpunkte aus dem Plan genommen wurden und die Kosten des Projekts nicht durch Ausgabelimits der Stadt betroffen wären

Es gibt noch ein Haufen weitere Punkte, die ökonomisch unbedarfte Politiker der Grünen nicht akzeptieren oder verstehen, wie Rate of Return oder Opportunitätskosten oder einfach nur die unrealistische Kosten-Nutzen-Bilanzen von staatlichen Organen. Allein die Feststellung, dass sich ein ökonomischer Nutzen (wenn auch nur haarscharf so die Grünen) aus diesem Projekt ergeben könnte, wurde wieder mal auf einer Milchmädchenrechnung aufgebaut, die von so genannten positiven Feedbackeffekten bei den örtlichen Geschäften ausgeht (die eventuell kommen, aber nicht sicher planbar sind).

Interessant ist auch die rigorose Kritik an Stuttgart 21, dem riesigen teuren und ärgerlichen U-Bahnprojekt der Stadt Stuttgart, dass von den Grünen hier als negatives Beispiel herangezogen wird. Es ist so interessant, weil dieses Projekt von Grünen und CDU durchgedrückt wurde, in Stuttgart, wieder gegen den Willen des “Pöbels”.

Dennoch finde ich das NEIN der Grünen als prinzipiell vorbildliche Umsetzung des Bürgerwillens.

U-Bahn und Straßenbahnen – das Kostengrab

In Karlsruhe gibt es jetzt schon seit annähernd 100 Jahren eine Straßenbahn. Aus dieser einen Bahnstrecke ist mit der Zeit ein kostspieliges Netz gewachsen, dass unter Politikern in Europa einen wegweisenden Ruf hat. Die KKV ist, wenn nicht gerade Witterungsverhältnisse dazwischen kommen, meist pünktlich und fährt sogar die Nacht durch.

Jetzt hat sich jedoch die Stadt Karlsruhe in den Kopf gesetzt, dass eine Ubahn doch besser wäre für die Fußgängerzone. Nicht nur, dass Ubahnen in rheinnahen Gegenden, ähnlich wie in New York, hohe Pumpkosten mit sich ziehen und der Bau für die “kleinste U-Bahnstrecke der Welt” (irgendwie soll das ein Marketingslogan sein und kein FAIL FOR LIFE) extrem teuer wird. 1,2 km sollen dabei unter der Erde liegen, dass kommt  bei 617 Millionen € geplanter Kosten (mal schauen wie die sich entwickeln) auf 514 Millionen € pro km. Und diese Investitionen nur dafür, dass überirdisch ein paar Leute leichter flanieren können und gegen den Willen vieler Anwohner.

Zu den Kosten schrieben die Verantwortlichen der “Kombilösung”:

Nach heutiger Kenntnis (Stand: Februar 2010) liegen die voraussichtlichen Kosten bei 617 Millionen Euro – für beide Teilprojekte zusammen. Davon entfallen auf den Stadtbahntunnel voraussichtlich 432 Millionen Euro, auf die Umgestaltung der Kriegsstraße 185 Millionen Euro. Ändern sich beispielsweise konjunkturell bedingt die Kosten für Baumaterialien, kann dies natürlich Auswirkungen auf die Kombilösung haben. Die Kosten können dann höher werden – aber auch niedriger. In jedem Fall unterliegen die Zahlen einer ständigen Überprüfung.

Wetten das diese Zahlen im Laufe der Zeit hochkorrigiert werden, auch wenn es nicht an “konjunkturellen” Bedingungen liegen wird, sondern einfach nur an überbordenden Kosten.

Ich frage mich auch, wie diese hohen Investitionskosten jemals wieder rein kommen sollen. Sicher werden einige Populisten erklären, dass der tatsächliche Gewinn nicht durch die U-Bahn eingefahren wird, sondern durch die Attraktivität der Stadt.

Allerdings hat man das auch bei fast allen Olympiaveranstaltungen gesagt und in Wirklichkeit sitzen die Städte danach auf Stadien, die sie nicht brauchen und Metros die zu teuer sind. Allein Athen haben die Olympiaspiele und die darauf folgende Krise das fiskale Rückgrat gebrochen. Es ist also höchst zweifelhaft, ob sich das Geld je rein kommt oder ob dadurch irgendwie positive Folgen entstehen.

Mein alternativer Vorschlag wäre gewesen, dass man die gesamte Innenstadt als autofreie Zone erklärt und stattdessen P&R Plätze an den existierenden S-Bahnstrecken anbaut. Dann könnte man eventuell auch die Bahnen besser auslasten und die bisherige Ineffizienz reduzieren. Außerdem sind Parkplatzkosten leichter zu planen und zu kontrollieren, als die Baukosten einer neuen Mini-Ubahn.

Wednesday, March 17, 2010

Handelskrieg: Deutschland vs Frankreich

Ach ja, jetzt gibt es schon inner-europäischen Neid, wenn es um Export- und Import-Bilanzen geht. Es war ja nur eine Frage der Zeit, bis die Vorwürfe an China sich auch an heimische Märkte richten würden.

Jetzt ist es die französische Aussenministerin, die Deutschland vorwirft, sie würden zu viel exportieren und sollten doch gefälligst ihren Konsum antreiben.

Diese Aussage ist so simplistisch und falsch, dass man gar nicht weis, welchen Teil man als erstes kritisieren mag. Nicht nur, dass die Vorstellung, dass Export – Import > 0 aussagen würde, dass man NICHT GENUG KONSUMIERT, was schon im Ansatz falsch ist, wenn man einmal den Lebensstandard zwischen Deutschland und Frankreich ansieht, nein, allein die Vorstellung, dass Deutschland mehr Konsum braucht ist bizarr.

Erst einmal sollte man berücksichtigen, dass in Deutschland die Waren ein paar € billiger sind als in Frankreich, was einmal an der Besteuerung liegt, aber vor allem auch an der Effizienz der Warenbeschaffung und –produktion, denn hier gibt es in D wesentlich mehr Wettbewerb, gerade bei grundlegenden Nahrungsmitteln.

Auch kann Import nicht unbedingt direkt als Konsum beschreiben, denn vieler der Importgüter werden nur weiterverarbeitet und teurer verkauft oder gar exportiert! Man könnte also gleichfalls den Franzosen zu hohen Konsum und zu wenig Investition vorwerfen.

Es ist keinesfalls klar, dass weniger Sparen und Investition besser ist, denn Sparen führt dazu, dass man in Krisenzeiten monetäre MIttel in die Hand nehmen kann und den Konsum hochhält bzw. in der Industrie seine Kapazitäten aufrecht erhalten und modernisieren kann.

Und dann wäre da noch das Industrieeffizienz-Argument, dass nicht so ganz weit hergeholt ist. Wer einmal in Frankreich gearbeitet hat und danach einen deutschen Betrieb besucht hat, wird sich über das Verhältnis Arbeiter-Arbeitgeber wundern. Während in Frankreich strikte Konkurrenz ist und der Arbeitgeber als Teufel angesehen wird, dem man keinen Ball zuspielen darf, ist in Deutschland wesentlich mehr Kollegialität zu sehen, was auch daran liegt, dass sich die Arbeiter viel stärker für ihren Betrieb einsetzen.

Dies führt natürlich auch zu monetär nicht beglichenen Gewinnen für das Unternehmen, die es erlauben Produkte preiswerter anzubieten, da Probleme frühzeitig erkannt werden und alle an einem Strang ziehen. Dies könnte durchaus mit verantwortlich dafür sein, dass deutsche Produkte billiger sind als französische, wenn auch nicht der Hauptgrund.

Letztlich jedoch wird hier von den Franzosen ein Punkt angesprochen, der auf sie zurück fällt, denn auch sie könnten sich fragen lassen, warum sie so verschwenderisch leben? Und die Franzosen selbst haben das gleich darauf ihrer Ministerin vorgeworfen, weil auch diese erkennen, dass eine Stärke nicht einfach so als Schwäche umzudefinieren ist.

Es wird Zeit, dass die “Freihandelszone EURORAUM” endlich wieder das macht, wofür sie erschaffen wurde barrierelose Konkurrenz und freien Handel zu führen. Denn einer der gewünschten Effekte sollte sein, dass sich Länder wie Frankreich und Spanien endlich an Konkurrenzkampf und offene Märkte gewöhnen.

Tuesday, March 16, 2010

Government Funding into private Enterprises?

Well, I read this article by the Dilbert comic guy and I think it is interesting. He thinks that the usual way of economics, entrepreneur opens business and then hires people he needs, can be reversed. There would be a website where unemployed would leave their resume and what they are good at and then people with necessary skills would be grouped to open a business. Of course, initial funding would come from the government, because it gets the best return if people are employed (tax money).

The problem here is that money allocation and the forming of businesses is left to GOVERNMENT. While they, as he shows in the post, leave the business alone after the initial funding, they seem to be responsible for the type of business and the allocation of funds.

And this is the major problem, because government is bad at “just” funding and then keeping out of it. The problem here is perception. Government would “perceive” a certain problem or a certain opportunity and throw money at it (remember education!). However, it is not their money, but someone else's money, so they will not tightly control who is actually a good investment.

If his perception of government is a one-dictator Barack or a Bernanke, then he might have a point. However, usually politics and government consists of hundreds of bickering politicians that all have no stake in the outcome, only in the signing of bills (the appearance to do something).

This is why I am very skeptical that government is a good investor and can pick the right winners. Already today, government picks winners with every earmark and private-public cooperation. However, already there corruption and stupidity in contract law reigns. Often government doesn’t know how to decide if an investment is good. Government workers are not trained in ideas like “return of investment” and discounting money, so they won’t make good investors.

Monday, March 15, 2010

Rand’scher Moment – According to their Need

Wow, der SpOn startet die Woche ja schön mit einem Artikel, der könnte direkt aus Atlas Shrugged kommen.

Kurze Zusammenfassung:

Frankreich (stellvertretend) möchte das Deutschland weniger exportiert, weil das starke und übermächtige Deutschland damit die minderbemittelten Staaten in Europa benachteiligt! Deutschland hätte ein nicht-nachhaltiges Modell aus kompetitiven Marktmaßnahmen, liberalerem Arbeitsmodell usw.

Das Deutschland jedoch die niedrigsten Arbeitskosten hat, ist Schwachsinn, allein Polen hat niedrigere Arbeitslohnkosten, sind sie deshalb Hauptexporteur?

Hier sollte man eindeutig auf Don Boudreaux verweisen (@Cafe Hayek), der mit solchem Schmarrn schon länger aufräumt. Ein Handelsdefizit (d.h. ob man Export- oder Importnation ist) ist schon oberflächlich in einer Freihandelszone schwer auszumachen. Erstens werden für die Handelsbilanz hauptsächlich Sachgüter verwendet, d.h. man kann Nettoexporteur sein und trotzdem Geld “verlieren”, da Investitionsgüter hier nicht berücksichtigt werden. Die USA ist ein sehr gutes Beispiel dafür, dass zwar Jahr für Jahr negative Bilanzen aufweist, aber TROTZDEM wächst! Die USA verlieren kein Geld, weil globale Konzerne länderübergreifend arbeiten. Dieses Problem wäre akut, wenn die USA hohe Arbeitslosigkeit hat (> 50%), aber stattdessen sind die meisten in der Serviceindustrie angestellt, die generell KEINE Güter produziert, dennoch bekommen die Arbeiter ihren Lohn, meist von Unternehmen, die Güter auch im Ausland einkaufen. Man kann also durchaus eine negative Handelsbilanz haben und damit gut leben.

Das Problem jedoch, dass sich daraus ergeben kann, ist das der Dollar abgewertet werden muss gegenüber den Exportwährungen (was auch passiert). Dies würde über kurz oder lang die Handelsbilanz wieder ausgleichen. Dies ist jedoch im Euroraum nicht möglich (wie auch INNERHALB der USA nicht, trotzdem funktioniert es) und führt gerade bei Krisen und weiteren ökonomischen Problemen der Länder zu Spannungen. Dies liegt jedoch nicht an der Handelsbilanz, sondern am starren Euroverhältnis.

Es ist also Schwachsinn Deutschland für seine Exportleistung zu bashen, wenn man Deutschland für andere Dinge viel eher zur Verantwortung ziehen sollte (warum Griechenland bail-outen?!).

Sunday, March 14, 2010

Spekulanten und die FAZ

Ein interessanter Artikel bei der FAZ über Spekulanten und doch muss er kommentiert werden. Der Autor ist ökonomisch nicht unbedingt versiert und bleibt daher bei seinen Leisten und das scheint eine psychologische Analyse des Spekulanten zusein. Dies ist wohl auch den Ansatz, den die meisten Menschen bevorzugen, da leider ökonomisches Fachwissen oder auch nur Basiswissen zumindest in Europa rar gesäht ist (wenn man einmal von Universitäten mit Studiengängen der VWL absieht).

Der Autor beginnt mit einer historischen Herleitung, und wie eben Bucketshops schon früher eine private grass-roots Alternative zur Wallstreet und deren Gebaren etablierten (in bestem Hass durch die “Großen”). Leider unterläuft dem Autor hier ein wichtiger Fehler, er meint doch tatsächlich, dass diese Spekulationen vor dem “Kapitalismus” stattfanden. Dies zeigt, dass der Autor nur ein begrenztes Wissen über Marktwirtschaft und Wirtschaft i. A. hat, wenn er tatsächlich glaubt, dass Kapitalismus erst im 19. Jhr. “erfunden” wurde. Trotzdem ist dies keine seltene Ansicht in Europa, sondern leider weit verbreitet.

Ich könnte jetzt hier in ein Traktat über Kapitalismus, freie Marktwirtschaft und wo sie herkommt und zu finden ist, abschweifen, aber das geht am Punkt vorbei. Stattdessen soll hier genügen, dass volontärer Handel zwischen Personen die erste Ausprägung des Kapitalismus war und diese vom ersten Schwarzmarkt bis hin zum ersten Wochenmarkt schon früh in der Menschengeschichte zu finden war. Man könnte sogar einen Stamm oder die kleinste atomare EInheit mit diesem Prinzip in Verbindung bringen. Zwei Menschen leben zusammen, weil sie sich davon eine Win-Win Situation versprechen aus rationaler und emotionaler Sicht: Das ist “Kapitalismus” bzw. freie Marktwirtschaft.

Danach wird der Artikel wesentlich besser, er stellt die Vorurteile der Spekulationsgegner, sowie die Urteile der Spekulationsbefüworter da. Es zeigt sich hier, dass die einen über Psychologie und die Abhängigkeit (Sucht) der Spekulanten argumentieren, anstatt rationale Resultate zu beschreiben.

Die Spekulationsbefüworter halten dagegen, dass vielleicht ein kleiner Teil wirklich suchtähnlich spekuliert, aber der Großteil rational vorgeht: Er wettet auf das was er auch denkt und sagt (Im Gegensatz zum Politiker).

Letztlich scheiden sich die Geister, wenn es um die Kausalität geht (hier am Fall Griechenland). Die Spekulationsgegner meinen das die Spekulation Mitursache der Krise ist, da Griechenland keine billigen Kredite mehr bekommt.

Die Befürworter der Spekulation  halten dagegen und meinen, dass rein sequentiell der Staat Griechenland sich erst massiv verschuldet hat und dann haben die Spekulanten darauf reagiert, da es von Politikern und Ratingagentur schön geredet wurde.

Ich kann in dem ganzen Text jedoch nicht den Spekulationsgegnern glauben, ihre Thesen sind einfach unausgegoren und emotional. Sie gehen von einem süchtigen unmündigen Menschen aus und denken das dieser nur im Markt existiert und das große Gemeinschaften, wie Staaten die einzigen rationalen Akteure sind. Sie glauben nicht, dass Individuen am Markt so viel Eigennutz betreiben, dass sie nur dann Wetten, wenn sie mit den ihnen zur Verfügung stehenden Informationen, glauben Gewinnen zu können.

Und je mehr ich dir Argumente durch den Kopf gehen lasse, desto weniger überzeugen sie mich. Einfach weil diese Amateurpsychologie schwer zu beweisen ist, wohingegen man über rationale Bilanzen wesentlich deutlicher argumentieren kann.

Es ist sicherlich unangenehm für Griechenland, denn so müssen sie tatsächlich rationale Maßnahmen ansteuern, oder die harten Konsequenzen tragen. Das ist schwer für Leute, die am liebsten jeden Retten wollen und denen persönliche Verantwortung nicht sehr wichtig ist.

Es sind die Eltern, die ihre Kinder davor beschützen, dass ihnen etwas “passiert” und sie deshalb nie etwas eigenverantwortlich tun lassen, auch wenn sie dann mal auf die Nase fallen. Dies ist einfach keine gesunde Art und Weise sich zu entwickeln. Weder für ein menschliches Kind, noch für eine Kultur und Zivilisation.