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Thursday, June 17, 2010

Finanzinstitute haben nix gelernt!

So etwas kann auch nur die-hard Staatsgläubige überraschen: Banken haben nichts aus der Finanzkrise gelernt – sie machen wieder business-as-usual.

Es überrascht wohl nur Politiker und Keynsianisten, dass Banken trotz härterer Regulationen und besserer Aufsicht (gerade zur Zeit sind die Leute noch hoch motiviert) nichts an ihrem Geschäftsgebaren geändert haben.

Jeder der sich ein bisschen mit Ökonomie, Marktwirtschaft und Psychologie auskennt, der würde hier ein einfaches Prinzip erkennen: Den Lausbub. Man hat erkannt, dass man mit schlechter Bankenpolitik durchkommt und im Notfall immer von Papa-Staat gerettet wird. Die Folge ist, dass er seine Lektion nicht lernt, nicht lernt solche Situationen in Zukunft zu vermeiden. Stattdessen wird er offenen Auges in das nächste Messer laufen und dann wieder den Staat und damit die Bürger anpumpen.

Man kann jedoch sagen, dass der Staat selbst Schuld ist, hat er doch einfach so eine generelle Unterstützung durch Auffangpakete angekündigt und somit sanktioniert.

Dennoch und trotz dieser einfachen, bestechenden Logik, scheint dies für so viele überraschend zu kommen. Tja, hätte man nur mal auf die Erzliberalen gehört…

Monday, December 21, 2009

Westliche Werte

Immer wieder lese ich diese Worte in Blogs und Nachrichtenportalen, darin berufen sich besonders konservative, aber auch liberale, Kommentatoren auf diesen, oft auch Kanon genannten, Werte-Katalog.

Meist wird das ganze noch mit einem Hinweis auf 3. Weltländer, Arabische Kultur oder dem fernen Osten begleitet, die ja nicht über diese Werte verfügen und deshalb nicht so weit entwickelt sind.

Hierbei wird auf die christliche Tradition verwiesen oder auch nicht und es werden vor allem die Errungenschaften wie Rechtsstaat, Demokratie, Freiheit, Gleichheit vor dem Recht und Religonsfreiheit werden hier als unbedingte Vorteile des westlichen Wertekanons beschrieben.

Jetzt überrascht das vor allem unsere östlichen Nachbarn, die doch erst Anfang letzten Jahrhunderts mitbekommen durften, wie das mit diesem Wertekanon so ist. Denn, und das fasziniert mich, es wird gerne ausgeblendet für was die westlichen Werte auch stehen und welche auch aus der Historie belegt sind. Die westlichen Werte, wenn sie aus der Tradition Europas abgeleitet werden (und Amerikas) sind keinesfalls so klar formuliert wie Karl Marx “Kommunistisches Manifest”, oder das Libertäre Manifest.

Denn was diesen westlichen Werten geschichtlich auch anhängt, sind Jahrhunderte des Kolonialismus, der Unterdrückung, der kirchlichen Hegemonie, Genozide, 2 Weltkriege, Rassismus, Feudale Willkür und einiges davon bis hin in die letzten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts.

Ist dies wirklich der schöne Wertekanon, auf den man sich berufen sollte?

Sunday, December 06, 2009

Otto Graf Lambsdorff

Jener letzte echte Liberale ist nun von uns gegangen, der sich selbst noch so liberal sah, dass er das Vorwort zu “Weg zur Knechtschaft”  (Tipp: Hayek) verfasste. Mit ihm verlässt wohl der letzte erzliberale Geist die FDP und schließt ein Kapitel und damit den Übergang der FDP von einer ordoliberalen Partei zu einem sozial-demokratischen Stückwerk.

Graf Lambsdorff war zweimal Bundesminister für Wirtschaft in seiner Laufbahn und musste so jedesmal mit großem Widerstand der großen Volksparteien sein Amt ausführen.

Seine Stimme wird, trotz der Flick-Affäre, den Liberalen auf lange Sicht ersatzlos fehlen…

Friday, December 04, 2009

Sarkozy - Eine Bilanz

Der Artikel über Sarkozy in der WiWo ist deutlich interessanter als viele der anderen Artikel, da er doch eine Seite zeigt, die man so nur selten resumiert bekommt. Die Kommentare der zitierten "Experten" sind zwar leider zum Großteil "nicht-liberal", einmal den Chef der Credit Lyonnais ausgenommen, jedoch ist die Darlegung Sarkozy's Ziele recht interessant. Sie sind durchaus revolutionär für Frankreich und nicht alle sind ohne Merite, wie die Franzosen sagen.

Die Meinungsumfragen sehen generell schlecht für den Chef der Franzosen aus, nicht zu letzt auf Grund einiger Skandälchen und seinem überzogenen "Hans Dampf in allen Gassen" Handeln. Das haben ihm die Franzosen übel genommen, jedoch hat er den Vorteil das es in Frankreich ausser Dominique Kahn-Strauss quasi keine Konkurrenz zu ihm gibt.

Jedoch brodelt es selbst in seinem eigenen Lager, so die WiWo, da sein Versuch das doch recht zentralistische Frankreich im Kontrapunkt zur europäischen Bewegung, mehr zu dezentralisieren und zu optimieren. Es würden dabei jedoch auch Posten für seine rechte UMP wegfallen, weshalb eben auch im eigenen Lager Widerstand da sein will. Ein solcher Politiker hat jedoch immer meinen Respekt, da er etwas versucht was weit ab von parteilichen Grabenkämpfen ist, die im Allgemeinen das politische Geschehen in Europa dominieren.
Gleichzeitig zeigt sich am Beispiel Deutschlands und der Schweiz, dass Dezentralismus (leider in D auf dem Rückzug) und Föderalismus sehr gute Möglichkeiten sind um Konkurrenz zu erzeugen und somit auf Inovation zu setzen. Das Sarkozy dies erkannt hat und versuchte umzusetzen (mit mäßigem Erfolg) verdient durch aus einiges an Hochachtung.

Auch die Abschaffung der Gewerbesteuer ist ein interessanter Schritt, zwingt der doch Komunen endlich mal den Haushalt zu sanieren. Gleichzeitig verbessert er damit den Unternehmensstandort Frankreich im Vergleich zu europäischer Konkurrenz. Problematisch ist nur, dass dies quasi als kontraproduktiv zu seiner Idee der Dezentralisierung gesehen werden kann, da fehlt etwas der gerne betitelte Rote Faden.

Damit hören aber auch schon der positive Aspekt der Sarkozy-Herrschaft auf, denn gleichzeitig hat er versucht ein "Three-Strikes" Gesetz gegen Internetnutzer durchzusetzen und das mit abstimmungstechnisch schäbigsten Mitteln. Weiter ungelöst ist das steigende Staatsdefizit (90 % des BIP!!!), womit Frankreich in der selben Liga wie Griechenland spielt. Gleichzeitig ist auf dem starren Arbeitsmarkt die Arbeitslosigkeit auf 10% gestiegen ohne große Chancen demnächst wieder zu sinken (eben wegen dem festen Arbeitsmarktes - Internen Protektionismus könnte man dies nennen). Und auch das Gesundheitssystem mit der Idee der Basis-Vollkaskoversicherung segelt langsam aber sicher auf die Insolvenz zu. Auch hier ist D schon einen Schritt (wenn auch keinen großen Schritt) weiter.

Und jetzt kommt auch meine Kritik hinzu, denn die WiWo stellt die folgenden Punkte als positives Wirken heraus:

  • Rettung des Internationalen Bankensystems ?!
  • neue Regulierungssysteme für das Finanzsystem ?!
  • Konjunkturprogramme
Dies als positive Aspekte zu sehen, sollte man eigentlich bei einem Wirtschaftsmagazin nicht lesen, gerade eins das immer ein bisschen den Anspruch hatte kein Harvard Business-Abklatsch zu sein.

Ansonsten ein richtig guter Bericht!

WiWo - Beginn einer Analyse

Da ich gerade gestern 4 h in der DB sass und mir ein bisschen langweilig ist, wenn man nicht selbst fährt, hatte ich mir zum Zeitvertreib die WiWo gekauft (Novo-Argumente waren leider aus - damn you, Karlsruher Bahnhofskiosk!). Man will ja auch mal wissen was der Mainstream so denkt.

Es ist schön zu sehen, dass sich dort die Meinungen von Autor zu Autor unterscheiden und zwischen liberal und extremem Korporatismus schwanken. Ich war angenehm überrascht, über die Geschichte eines französischen Schornsteinfegers, der es trotz allem geschafft hat in den Deutschen Protektionistischen Markt (TM) einzudringen.

Aber es gab natürlich auch richtige Schwachpunkte, wie z.B. die kontinuierliche Beschreibung von Staatsfinanzen als EINNAHMEN und das wenn sie ausfallen, dies schrecklich ist, weil die Wirtschaft/Staat zu Grunde gehen. Da fehlt irgendwie die Liberale Sichtweise, dass Steuern welcher Couleur auch immer die einzigen Staatseinnahmen sind, die es gibt (wenn man mal von Einzelbeispielen wie Rothaus absieht).
Da zeigt sich das die WiWo doch eher auf der Schiene rechter-flügel CDU fährt und sich gerne für das Korporat aus Staat und Big Business positioniert und argumentiert. Pfui, sag ich da nur.

Ich mag hier ein paar Artikel diskutieren, die durchaus symbolisch sind für die Sichtweise im Mainstream und zeigen wie scheinbar offensichtliche Zweitdeutungen weggelassen wurden, ohne Erklärung.

Friday, July 10, 2009

On renewable energy sources and their success

Well, actually this will be a short post and in hope for how a more liberal energy market could produce interesting results.

I assume that most people will think of me as a defender of coal and nuclear power above all else and in particular against "new" energy sources that are greener (though not all are really). However, I am more of a practical man. I want to have the best resources for the best application. If you live in the jungle of Amazonia and you will never have a connection to any kind of power grid. In this case, I think, it is a very good and efficient idea to use regenerative energy sources, which are more reliable and cheaper than to build a land line and a power plant next to you.

However, this is not so evident in densly populated Europe, where there is no longer any jungle and most communities are connected to a European power grid. However, even here regenerative energy sources might be a valid idea, however, we don't know it. We don't know it because subisidies screw up theh market pricing scheme. And I don't restrict myself to green subsidies, no, nuclear and coal power also have had their subsidies, especially during the costly construction process. How can anyone decide what a given technology costs and whether it is usefull, if the prices are distorted by politicians who want to support their pet projects, or activist groups who want to procure funding.

My idea is more of a free market approach in that no subsidies should be given. Perhaps this would present to us some very interesting results, where suddenly some renewable energy sources are not that bad a choice. Let the market decide is my idea of pricing and comparing technology. So that we get the best, most efficient and cheapest energy there is.

As a post-script I'd like to summarize a bit the pro's and con's of the Desertec project:

pro's:
- trade and cooperation always led to peace
- Use of land that is not "lost" to civilization (deserts)
- technological benefits by testing direct current long-range transmission into the european grid
- optimized green source in optimal spots

con's:
- dependency on non-democratic states
- probably expensive tax payer portion!!!
- technical difficulties (transformation etc.)
- unreliable
- diminishes return from smart grids
- sandy spots have high maintenance costs
- comparatibe advantage with other projects not look at/ opportunity costs disregarded
- more PR / companies are not really persuaded (or they would have already started)

All in all, I still don't see where the benefits are. Yes, the desert is mostly non-inhabitable for large human settlements, but they are none the less important biohabitats for animals. I don't understand why a 10x bigger power plant than a coal power plant gets a green thumb up, while it destroys a natural bio diversity 10 x bigger? Shouldn't there be outrage by greens about it? Or do they only cry when the animals killed are adorable?

Monday, September 29, 2008

Offener Brief an die Linken - Finanzkrise

Stephen Horowitz, St Lawrence Economist, hat eine schöne Zusammenfassung für nicht-Liberale gemacht, wie man mit der Finanzkrise (und dem Bailout) am Besten umgehen kann. Man kann es hier (englisch) lesen.

Friday, December 07, 2007

Was ich vermiss...

... ist das irgendwie in der liberalen Blogosphäre wirklicher Stillstand herrscht bezüglich Vorratsdatenspeicherung?! Theoretisch hätte dies doch eines der Hauptthemen für jeden Liberalen sein sollen und gerade, dass sich hier (zu spät, aber immerhin) mal die Bürger zur Wehr setzen. Ist das Thema etwa nicht interessant, weil es nichts mit Marktwirtschaft zu tun hat?

Friday, October 19, 2007

Schweizer Politik

Jetzt hat vor kurzem M.M. vom Antibürokratieteam sich über die problematischen Einstellungen in Deutschland zur Redefreiheit geäußert (hier) und gemeint, dass es in der Schweiz freier zu geht. Dann les ich doch dort über die gewaltsamen Exzesse einer Anti-Blocher Demo, die als Contrapunkt gegen eine SVP-Rally in Bern stattfand. Einige Tatortbeschreibungen lassen auf eine sehr gewaltbereite "Anti-Fa"-Koallition schließen.
Ich mag jetzt nicht auf den Tag selbst eingehen, sondern eher auf die Tatsache, dass wohl in der Schweiz gewisse Meinungsäußerungen auch nicht gerne gesehen werden und dann entweder von Politik oder von gewaltätigen Linken-Sturmtruppen (in Anlehnung an die gewaltbereite SA, die auch immer da war um die Opposition zu stören, wenn sie reden wollte). Ich mag jetzt auch nicht darüber diskutieren, ob die Linken dort wirklich mehr Nazi-methoden zum Unterdrücken anderer Meinungen einsetzen, oder ob es ein bisschen übertrieben ist.

Stattdessen hat mich ein Artikel dieser Woche in der Weltwoche auf eine andere Frage gebracht. Dort sagt der Autor, dass in der Berichterstattung der Weltwoche der Rassimus des Herrn Blocher, mit dem er am rechten Rand fischen soll, konsequent ausgeblendet wird (hier zu lesen).
Was mich erstmal dazu brachte mir irgendwo anzulesen, was genau denn an Herrn Blocher so schlimm ist und was er getan haben soll. Da ist einmal die Schwarze Schaf-Kampagne, die zwar provokant aber nicht wirklich rassistisch ist und da wäre auch dieser Artikel vom Linken Stern.

Und auch hier kommt es mir so vor, als wären die Sozialisten wieder mal auf ein Tarngespenst reingefallen. Denn entweder sind sie:

a) Dumm und verstehen nicht einmal die Mechanismen ihres eigenen Wohlstandsstaates, der durch Umverteilung eine Selektion der Einwanderer und ein eventuelles Abschieben von Einwanderern bei Straffälligkeit immer mit sich bringen muss, um "effektiv" oder zumindest finanziell in der Balance zu bleiben.

oder
b) Es geht ihnen nicht um eine intelligente Debatte darum, sondern nur darum den Ruf Blochers und der SVP zu zerstören, weil sie auch sonst ungeliebte Ideen vertreten.

Ich selbst würde weder für die SP, FDP noch für die SVP stimmen, da selbst letztere nicht sehr liberal in ihren Positionen ist. Ein kurzer Blick auf die das Politprofil von Blocher und SVP zeigt einem doch eindeutig, da ist nicht so viel liberales an der Partei, dass man sie wirklich loben könnte...