Showing posts with label Linke. Show all posts
Showing posts with label Linke. Show all posts

Monday, July 27, 2009

Die Linken und Gewalt

Es ist immer wieder erschreckend und unglaublich bizarr, wie sich die Linken vom “Kriegsgegner” hin zum Gewaltbefürworter wandeln, wenn es nur den “Richtigen” trifft. So mal wieder bei auf einem Blog geschehen (und selbst mancher Kommentator sieht in Gewalt in der richtigen Dosis eine gute Sache).

Richtig, es geht um den gewaltsamen Arbeitskampf in Frankreich, bei dem Angestellte Angestellte einsperren, wobei der einzige Unterschied das Gehalt ist (ja, meine Lieben Linken: Manager sind nur höhere Angestellte). Und dann ist man auf der Linken entsetzt, dass ein Rechtsstaat der Gewalt gegen Menschen (ausser staatlicher) in der Verfassung ächtet und deshalb eine Polizei aufgebaut hat, dies verurteilt.

Es ist schön zu sehen, das “echte” Liberale (d.h. keine Parteiliberale oder versteckte Konservative) beim Thema Aggression und Gewaltanwendungen prinzipieller entscheiden! Sie ist einfach nicht erlaubt und durch eigentlich nichts moralisch zu rechtfertigen, ausser man nutzt sie als Selbstverteidigung.

War dies nun Selbstverteidigung? Sicher, es war in Verteidigung ihres Arbeitsplatzes (den sie übrigens nur durch den freiwilligen Vertragsabschluss des Unternehmers bekommen haben, sonst gäbe es ihn gar nicht), aber sie wurden nicht körperlich bedroht, noch wurden sie gezwungen irgendetwas zu machen. Es handelt sich also um eine Verteidigung einer positiven Rechts, dem Recht auf Arbeit auch gegen den Willen des Arbeitgebers. So gesehen ist also der Arbeiter der Aggressor und der Unternehmer eben nicht. Den der Arbeiter hat mit physischer Gewalt angefangen, auch wenn bisher noch keiner verletzt wurde…

Es überrascht mich aber nicht, dass die neue Linke wieder in alte Muster verfällt. Denn wie die Konservativen haben sie keine Probleme Gewalt dann einzusetzen, wenn es ihren Zielen und Wertevorstellungen genügt. Dieser Blogeintrag von Che war nur eine Bestätigung dafür.

Monday, September 29, 2008

Offener Brief an die Linken - Finanzkrise

Stephen Horowitz, St Lawrence Economist, hat eine schöne Zusammenfassung für nicht-Liberale gemacht, wie man mit der Finanzkrise (und dem Bailout) am Besten umgehen kann. Man kann es hier (englisch) lesen.

Friday, July 25, 2008

35 plus h in Frankreich und die deutsche Linke

Weg mit der 35 h Woche sagte Sarkozy, um seinen Franzosen ein bisschen mehr Freiheit zu geben und den verstopften und stetig kleiner werdenden Arbeitsmarkt ein bisschen zu beleben.
Merke, er hat niemals gesagt "Du musst 40 h" arbeiten, sondern "du darfst jetzt mehr oder weniger als 35 h arbeiten!".

Es ist ein großer Unterschied in kleinen Worten, die aber wohl nur von aufmerksamen Lesern beachtet werden. Zu groß ist da erstmal der Aufschrei von der siegesgewissen Linken, die sich doch ach so gerne für die französischen Arbeitsverhältnisse freut (ohne dabei selbst in den "Genuss" zu kommen, selbst sich einmal in einem solchen System bewerben zu müssen!!!!).
Zeter und Mordio wird dort geschrien, zur Revolution aufgerufen:

Che2001:
Wie zu erwarten war, wird in Frankreich jetzt die neoliberale Agenda gnadenlos durchgedrückt. Bin ja schon gespannt, wie die CGT darauf reagiert. Allons, enfants!

Dr.Dean:
Ich vermute, Sarkozy ist derart populistisch, dass ein breit angelegter und ausdauernder öffentlicher Protest seine Sozialingenieure ausreichend bremsen wird.

Was bitte hat das mit Sozialingenieuren zu tun? Wenn hier wer Sozialingenieur ist, dann doch bitte Ihr Linken, da ihr Freiheit an jeder Stelle mit einem "muss" in die Knie zwingt!
Wenn hier einer Sozialingenieur ist, dann doch eher jener, der festlegt das 35 h das Maximum sind. Dies ist eine Ingenieurhafte Sichtweise, nicht jedoch der Sarkozische Ausspruch "Man darf mehr als 35 h arbeiten"....

Wie auf dieser Seite des Politischen Spektrums wieder einmal gerne der Sinn der Worte verdreht wird um ein bisschen politischer Ideologienrevisionismus zu betreiben.. Sorry, das geht nicht!