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Sunday, December 06, 2009

Offener Brief - Telekom

So, nach einer kleinen Unterbrechung für aktuelles zum Tage bin ich jetzt wieder mit der WiWo Serie dran. Heute mein offener Brief an die Telekom, bezüglich Ihrer Werbung in der WiWo:

Liebe Telekom,

ich glaube ich habe eine Erklärung für ihre Misere und schlechtes Abschneiden im Konkurrenzkampf um den Telekommunikationsmarkt gefunden. Ihre Kenntnisse der Marktwirtschaft sind einfach nicht ausreichend. Als Beispiel sei hier nur die Werbung in der Wirtschaftswoche vom 30.11.2009 zu nennen. Darin meinen sie, dass das verschicken von online-Rechnungen “umweltschondern” ist, als die physische auf Papier gedruckte Rechnung und somit Bäume schützt und den deutschen Wald vor dem Aussterben rettet. Sie könnten jedoch damit nicht ferner von der Wahrheit liegen und scheinen einen Grundzusammenhang der freien Marktwirtschaft nicht erkannt zu haben. Der Bestand einer Ressource und seine Priorität für den Produzierenden hängt immer auch von der Nachfrage ab. Eine hohe Nachfrage schafft einen hohen Anreiz den Baumbestand nachhaltig zu managen. Ein junger Wald ist übrigens ein gesunder Wald! Oder haben sie etwa schon vom Aussterben der Kuh gehört? Im Gegensatz zu Tigern ist diese nämlich durchaus nützlich für den Mensch als Milch- aber auch als Fleischlieferant. Es lohnt sich den Kuhbestand hoch zu halten, weil eben auch die notwendige Nachfrage besteht. Ebenso kann diese Analogie auf den Forstbestand und die Forstwirtschaft übertragen werden. Sie sollten also um für die Erhaltung der Wälder und zwar der gesunden Wälder, zu kämpfen ihre Rechnungen wieder auf Papier verschicken. Es lohnt sich und es ist ein nachhaltiger Umweltschutz, der uns auf lange Zeit den gesünderen Wald bringt.

 

mit freundlichen Grüßen,

Max S.

Friday, December 04, 2009

Sarkozy - Eine Bilanz

Der Artikel über Sarkozy in der WiWo ist deutlich interessanter als viele der anderen Artikel, da er doch eine Seite zeigt, die man so nur selten resumiert bekommt. Die Kommentare der zitierten "Experten" sind zwar leider zum Großteil "nicht-liberal", einmal den Chef der Credit Lyonnais ausgenommen, jedoch ist die Darlegung Sarkozy's Ziele recht interessant. Sie sind durchaus revolutionär für Frankreich und nicht alle sind ohne Merite, wie die Franzosen sagen.

Die Meinungsumfragen sehen generell schlecht für den Chef der Franzosen aus, nicht zu letzt auf Grund einiger Skandälchen und seinem überzogenen "Hans Dampf in allen Gassen" Handeln. Das haben ihm die Franzosen übel genommen, jedoch hat er den Vorteil das es in Frankreich ausser Dominique Kahn-Strauss quasi keine Konkurrenz zu ihm gibt.

Jedoch brodelt es selbst in seinem eigenen Lager, so die WiWo, da sein Versuch das doch recht zentralistische Frankreich im Kontrapunkt zur europäischen Bewegung, mehr zu dezentralisieren und zu optimieren. Es würden dabei jedoch auch Posten für seine rechte UMP wegfallen, weshalb eben auch im eigenen Lager Widerstand da sein will. Ein solcher Politiker hat jedoch immer meinen Respekt, da er etwas versucht was weit ab von parteilichen Grabenkämpfen ist, die im Allgemeinen das politische Geschehen in Europa dominieren.
Gleichzeitig zeigt sich am Beispiel Deutschlands und der Schweiz, dass Dezentralismus (leider in D auf dem Rückzug) und Föderalismus sehr gute Möglichkeiten sind um Konkurrenz zu erzeugen und somit auf Inovation zu setzen. Das Sarkozy dies erkannt hat und versuchte umzusetzen (mit mäßigem Erfolg) verdient durch aus einiges an Hochachtung.

Auch die Abschaffung der Gewerbesteuer ist ein interessanter Schritt, zwingt der doch Komunen endlich mal den Haushalt zu sanieren. Gleichzeitig verbessert er damit den Unternehmensstandort Frankreich im Vergleich zu europäischer Konkurrenz. Problematisch ist nur, dass dies quasi als kontraproduktiv zu seiner Idee der Dezentralisierung gesehen werden kann, da fehlt etwas der gerne betitelte Rote Faden.

Damit hören aber auch schon der positive Aspekt der Sarkozy-Herrschaft auf, denn gleichzeitig hat er versucht ein "Three-Strikes" Gesetz gegen Internetnutzer durchzusetzen und das mit abstimmungstechnisch schäbigsten Mitteln. Weiter ungelöst ist das steigende Staatsdefizit (90 % des BIP!!!), womit Frankreich in der selben Liga wie Griechenland spielt. Gleichzeitig ist auf dem starren Arbeitsmarkt die Arbeitslosigkeit auf 10% gestiegen ohne große Chancen demnächst wieder zu sinken (eben wegen dem festen Arbeitsmarktes - Internen Protektionismus könnte man dies nennen). Und auch das Gesundheitssystem mit der Idee der Basis-Vollkaskoversicherung segelt langsam aber sicher auf die Insolvenz zu. Auch hier ist D schon einen Schritt (wenn auch keinen großen Schritt) weiter.

Und jetzt kommt auch meine Kritik hinzu, denn die WiWo stellt die folgenden Punkte als positives Wirken heraus:

  • Rettung des Internationalen Bankensystems ?!
  • neue Regulierungssysteme für das Finanzsystem ?!
  • Konjunkturprogramme
Dies als positive Aspekte zu sehen, sollte man eigentlich bei einem Wirtschaftsmagazin nicht lesen, gerade eins das immer ein bisschen den Anspruch hatte kein Harvard Business-Abklatsch zu sein.

Ansonsten ein richtig guter Bericht!

WiWo - Beginn einer Analyse

Da ich gerade gestern 4 h in der DB sass und mir ein bisschen langweilig ist, wenn man nicht selbst fährt, hatte ich mir zum Zeitvertreib die WiWo gekauft (Novo-Argumente waren leider aus - damn you, Karlsruher Bahnhofskiosk!). Man will ja auch mal wissen was der Mainstream so denkt.

Es ist schön zu sehen, dass sich dort die Meinungen von Autor zu Autor unterscheiden und zwischen liberal und extremem Korporatismus schwanken. Ich war angenehm überrascht, über die Geschichte eines französischen Schornsteinfegers, der es trotz allem geschafft hat in den Deutschen Protektionistischen Markt (TM) einzudringen.

Aber es gab natürlich auch richtige Schwachpunkte, wie z.B. die kontinuierliche Beschreibung von Staatsfinanzen als EINNAHMEN und das wenn sie ausfallen, dies schrecklich ist, weil die Wirtschaft/Staat zu Grunde gehen. Da fehlt irgendwie die Liberale Sichtweise, dass Steuern welcher Couleur auch immer die einzigen Staatseinnahmen sind, die es gibt (wenn man mal von Einzelbeispielen wie Rothaus absieht).
Da zeigt sich das die WiWo doch eher auf der Schiene rechter-flügel CDU fährt und sich gerne für das Korporat aus Staat und Big Business positioniert und argumentiert. Pfui, sag ich da nur.

Ich mag hier ein paar Artikel diskutieren, die durchaus symbolisch sind für die Sichtweise im Mainstream und zeigen wie scheinbar offensichtliche Zweitdeutungen weggelassen wurden, ohne Erklärung.