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Sunday, May 23, 2010

Desertec – Ein Kommentar

Der Spiegel hat in seiner Printausgabe vom 17.05.2010 eine erstaunlich sachliche Dokumentation des Desertec Projektes gebracht. Das erinnert mich wieder daran, dass die Printausgabe von jeher besser war, als das was unter dem Branding “SpiegelOnline” an kreativem Schreiben gepostet wird (Journalismus wäre dann doch zu viel gewesen).

Ganz richtig beschreibt der Autor das Projekt als teuer und viel langsamer in der Umsetzung, als von der Öffentlichkeit gedacht. Auch die beteiligten Unternehmen, die vom Desertec-Erfinder als “der Teufel” beschrieben werden (was wiederum den Physiker der Desy als linken Marxisten entlarvt), scheinen nicht wirklich daran zu glauben, denn die Investitionen sind unter Vorbehalt. Was ist der Vorbehalt?

Die immensen Investment-Kosten sollen hauptsächlich von den Regierungen Europas getragen werden (und sonstigen Umweltfunds). Dafür soll der Strom dann so günstig werden wie aus Windparks, natürlich mit den selben rigiden Einspeisungspreisen und Abnahmegarantien. Man möchte also am liebsten die Liberalisierung des Energiemarktes rückgängig machen. Wieder einmal wollen große Unternehmen eine Monopolstellung sichern. Dies ist auch der einzige Grund, warum sie an dem Projekt festhalten, denn Konkurrenz ist immer der schwierigere Weg gegenüber Lobbyarbeit.

Deshalb macht auch das 8-köpfige Desertec-Planungsteam nichts weiter als Lobbyarbeit in Brüssel und Berlin zu betreiben. Und wer wird am Ende leiden? Natürlich, der Bürger, der diese Luftnummer im Endeffekt mit viel Geld bezahlen muss.

Ein kleiner Ausblick in die Zukunft liefert Spanien, deren Solarinitiative exakt jene Kraftwerke vorbringen soll, die man in Desertec weiter einsetzen möchte: Solarthermie.

Der Ausmaß des Schwindels ist dabei allein schon in Spanien riesig. Manche Betreiber von “Solaranlagen” generieren ihren Strom mittels Dieselgeneratoren und geben einfach nur vor “Solarenergie” zu kreieren, da man diese für 20-30 ct/kWh verkaufen kann (Dieselkosten: 4-5 ct/kWh).

Andere Kraftwerke schreiben nur schwarze Zahlen, weil sie (ähnlich wie die Deutsche Bahn) gnadenlos subventioniert werden. Dieser Zustand kann aber nicht lange anhalten, da sich keine Volkswirtschaft so etwas leisten kann. Die Folgen spüren gerade die Spanier, deren Wirtschaft in einer außerordentlichen Schieflage ist.

Ein Beispiel für den aufwendigen Betrieb solcher Anlagen. Die Spiegel zur Bündelung der Sonnenenergie müssten täglich 24-h lang gereinigt werden, dass die Effizienz gleichbleibend hoch ist. Dies erhöht natürlich die laufenden Kosten ungemein und macht es zu einem sehr schwierigen Projekt, sollte es denn in der Wüste realisiert werden.

Und dann wären da die ökonomischen Auswirkungen, Spanien hat im Durchschnitt für jeden “Green Job” in der Solarindustrie 2,2 Jobs in der fossilen Branche verloren, hierbei ist nicht nur der Verlust auf Grund der Konkurrenz (und Steuervorteilen) gemeint, sondern eben auch die Resultate aus veränderter Kreditvergabe, Rückgehender Nachfrage bei Subunternehmern der klassischen Kraftwerksbetreiber und die Folgen von höheren Energiepreisen, welche alle anderen Branchen trifft.

In Spanien haben sie hierbei noch Glück, denn die Wirtschaft ist halbwegs solide. In Italien verliert man 6 Jobs pro grünem Job, eben weil dort Ineffizienz und Schattenwirtschaft sowie Korruption an der Tagesordnung sind.

Auf diese Probleme kommen noch einmal ein Haufen weiterer Hindernisse. Sie reichen von der regional-politischen Stabilität im Norden Afrikas, bis hin zu Investitionskosten in die Infrastruktur und die Vereinbarung mit den EU-Regularien.

Doch eines der Hauptprobleme wird nicht der Transport des Stromes sein (am ehesten über Gleichstromleitungen im Norden Marokkos), sondern die Speicherung. Es bringt nichts, wenn zwar tagsüber Strom verfügbar ist, aber er Nachts ausfällt, weil die Sonne nicht scheint.

Die Lösung hier sind riesige Druckspeicher, denen Sicherheitsbedenken anhaften und deren Realisierung teuer wird (bei niedrigem Wirkungsgrad).

Alles in allem ist das Projekt traurige Traumschlägerei. Stattdessen sollte man lieber auf gängigere, mögliche und zukunftsorientierte Methoden und Möglichkeiten setzen. Eine wäre die moderne Atomkraft, deren Reaktoren wesentlich ausgereifter sind und mehr Energie aus der Tonne Uran ziehen können als die letzte Generation. Diese Kraftwerke sollten begleitet werden mit Versuchen die radioaktiven Abfälle zu neutralisieren (biologischer Abbau oder eventuell Zweitverwertung in TWRs).

Doch auf der Kohlekraftwerk-Front gibt es noch Möglichkeiten. So kann man (wenn man nun unbedingt CO2 weiter reduzieren mag) anfangen das CO2 raus zu filtern und zu sequestrieren.

Friday, July 10, 2009

On renewable energy sources and their success

Well, actually this will be a short post and in hope for how a more liberal energy market could produce interesting results.

I assume that most people will think of me as a defender of coal and nuclear power above all else and in particular against "new" energy sources that are greener (though not all are really). However, I am more of a practical man. I want to have the best resources for the best application. If you live in the jungle of Amazonia and you will never have a connection to any kind of power grid. In this case, I think, it is a very good and efficient idea to use regenerative energy sources, which are more reliable and cheaper than to build a land line and a power plant next to you.

However, this is not so evident in densly populated Europe, where there is no longer any jungle and most communities are connected to a European power grid. However, even here regenerative energy sources might be a valid idea, however, we don't know it. We don't know it because subisidies screw up theh market pricing scheme. And I don't restrict myself to green subsidies, no, nuclear and coal power also have had their subsidies, especially during the costly construction process. How can anyone decide what a given technology costs and whether it is usefull, if the prices are distorted by politicians who want to support their pet projects, or activist groups who want to procure funding.

My idea is more of a free market approach in that no subsidies should be given. Perhaps this would present to us some very interesting results, where suddenly some renewable energy sources are not that bad a choice. Let the market decide is my idea of pricing and comparing technology. So that we get the best, most efficient and cheapest energy there is.

As a post-script I'd like to summarize a bit the pro's and con's of the Desertec project:

pro's:
- trade and cooperation always led to peace
- Use of land that is not "lost" to civilization (deserts)
- technological benefits by testing direct current long-range transmission into the european grid
- optimized green source in optimal spots

con's:
- dependency on non-democratic states
- probably expensive tax payer portion!!!
- technical difficulties (transformation etc.)
- unreliable
- diminishes return from smart grids
- sandy spots have high maintenance costs
- comparatibe advantage with other projects not look at/ opportunity costs disregarded
- more PR / companies are not really persuaded (or they would have already started)

All in all, I still don't see where the benefits are. Yes, the desert is mostly non-inhabitable for large human settlements, but they are none the less important biohabitats for animals. I don't understand why a 10x bigger power plant than a coal power plant gets a green thumb up, while it destroys a natural bio diversity 10 x bigger? Shouldn't there be outrage by greens about it? Or do they only cry when the animals killed are adorable?