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Thursday, June 17, 2010

Deutschlands Vorteil?

Gerne wird ja behauptet, dass Deutschland besser ins Spiel kommt als andere Topteams, ist weil in der Deutschen Mannschaft die meisten Spieler aus der eigenen Liga kommen. Es stimmt schon, dass sich die meisten Spieler aus der eigenen Liga kennen und das oft auch 2-3 Spieler aus der selben Mannschaft (Bayern, Bremen etc.) kommen und sich daher kennen. Aber selbst das Gespann Khedira-Schweinsteiger kommt aus verschiedenen Vereinen, dass kann also nicht der einzige Grund sein.

Als Gegenbeispiel mag ich hier auch gerne Frankreich anführen, deren Spieler auch mehrzählig aus Frankreich’s Ligue 1 stammen und dennoch lässt sich kein Zusammenspiel erkennen. Wahrscheinlich der Grund, weshalb die Franzosen vorzeitig nach Hause fahren dürfen (Danke Domenech!!!), wenn sie das gerade laufende Spiel gegen Mexico weiterhin so uninspiriert angehen.

Wednesday, June 09, 2010

Unsere Nationalmannschaft ist 25!

Jap, 25 Jahre ist das Durchschnittsalter, für die meisten der Sport-Reporter ist das zu jung: kaum Erfahrung, aber das könnte die Chance sein, sagen die.

Pah sage ich, Alter wird hier überschätzt. Es kommt auf die Erfahrung an, sicher, aber die Erfahrung gewinnt man durch Einsätze, Spielpraxis und zwar auch auf internationaler Ebene. Hier haben wir junge Spieler, die sogar ein CL-Finale gemeistert haben und dabei nicht aus allen Wolken gefallen sind. Ich kann somit den Vorwurf nicht verstehen, denn Alter ist nicht gleich Erfahrung!

Nehmen wir doch die Spieler vom FC Bayern, die haben im CL-Finale gestanden. Nehmen wir Özil und Marin, die haben in der Europa League gespielt, bis sie gegen einen starken FC Valencia rausgeflogen sind. Und der Rest? Man darf nicht vergessen, der HSV war auch in der Europa League, obwohl die Liga Leistung zuletzt desolat war.

Diese junge Mannschaft mag zwar nicht alt sein, aber unerfahren ist sie schon lange nicht mehr…

Sunday, June 06, 2010

WM 2010!!

Die Vorfreude steigt und am 11. Juni ist es wieder so weit: Die Fußballweltmeisterschaft wird ausgetragen, dieses Jahr auf dem afrikanischen Kontinent. Und wie stehen die Chancen der deutschen Mannschaft? Nun, nimmt man die letzten beiden Testspiele, dann sieht es sehr gut aus 3:0 und 3:1 gegen Ungarn respektive Bosnien. Ausfälle wie Ballack und Adler fehlen uns gar nicht, sondern haben eher Platz frei gemacht für junge Talente, die endlich ihre Chance brauchen.

Leider hält der Trainer zu wenig von Leistung und zu viel an Loyalitäten fest. Deshalb dürfen auch so durchschnittliche Spieler wie Podolski und Klose spielen, obwohl bessere Performer in den eigenen Reihen stehen. Beide Spieler haben in der BL NICHTS geleistet, Klose saß auf der Bank und Poldi war immer dann verletzt wenn der 1. FC Köln mal gewann.

Diesen Mangel an Erfahrung und Spielpraxis sah man dann auch in den Testspielen, weshalb ich Erfahrung und Abgeklärtheit auch nicht so hoch bewerte, wie diese ganzen "Welt/Spiegel etc.” Schreiberlinge. Die Torschützen der Bundesliga: Kiesling und Cacau saßen bisweilen auf der Bank, wobei Cacau die Zeit nach seiner Einwechslung wirklich zu nutzen verstand.

Auch von dem jungen Team als unerfahren zu sprechen grenzt schon an Ignoranz. Die halbe Mannschaft hat entweder in Pokalfinalen gestanden, beinahe die CL gewonnen oder sich auch schon mit Barcelona gemessen (und das erste Spiel 1:1 gespielt). Das Problem ist, dass dieses Jahr nicht nur die Deutschen in Topform sind. Die Spanier sind der Titelanwärter, besiegen sie doch in den Testspielen ihre Gegner sogar mit einer B-Elf. Und auch die Niederlande haben scheinbar dieses Jahr mal eine Mannschaft und nicht nur 11 Einzelkönner dabei, was das 6:1 gegen Ungarn bewies. Das übrigens kann ausgelegt werden, als ob die Niederländer etwa doppelt so gut sind wie das DFB-Team, andererseits haben die Niederlande mit ihrer Topauswahl gespielt, bei der sich Robben gleich verletzte. Und dann sollte man auch nicht England und Portugal vergessen, auch wenn diese mit gemischten Erfolgen in die WM gehen. Und wie sieht es mit Frankreich aus? Nun, Frankreich scheint einen auf 2006 zu machen: Vor dem Turnier mau, aber nach der Vorrunde wow. Zumindest kann man dies denken, nach dem 0:1 gegen China.

Außerhalb von Europa gibt es dann auch noch ein paar starke Gegner, u.a. Mexico, Brasilien, Elfenbeinküste, aber auch die USA. Es wird auf alle Fälle eine schon jetzt sehr spannende WM =)

Friday, April 30, 2010

Fussball: L. van Gaal ein versteckter J. Galt

Gerne denkt man, wenn man an Ayn Rand und ihr Epos “Atlas Shrugged” denkt, an Industrielenker und traditionelle Wirtschaftszweige. Ayn Rand selbst hat dies nie so eng gesehen und ich denke das ist auch etwas oberflächlich und trifft den Kern der Sache nicht. John Galts gibt es in allen Lebenslagen, dieser Spruch würde es viel besser schaffen und van Gaal ist meiner Meinung nach eine Person, die so viel von Ayn Rand’s Charakteren hat, dass es mich überrascht noch nichts darüber gelesen zu haben.

Dies mag damit zusammen hängen, dass Ayn Rand in Europa kein Begriff ist und die Amis eben kein Soccer schauen. Dennoch ist es seltsam, dass auch Fußballbegeisterte Liberale dies noch nicht thematisiert haben. L. van Gaal hat den FC Bayern München innerhalb einer Rekordzeit von einer Loser-Schiene ins Finale des bedeutsamsten Wettbewerb des Vereinsfussballes geführt. Er hat aus einem Brachland der Einzelkönner eine Goldmine gebastelt und mit exzellenten taktischen Entscheidungen den FC Bayern wieder auf Erfolgskurs gebracht.

Doch was lässt mich jetzt so stark daran glauben, dass dieser Mann wie Galt ist. Nun, er hat viele Wesenszüge, die auch Galt ausgezeichnet haben. Er ist ein Egoist und hält sich (bewiesenermaßen) für einen sehr guten Coach. Er hat eine ruppige Art und ist wortkarg, da er nach der Devise handelt “Taten sprechen besser als Worte”.

Und seine Bilanz bestätigt diesen Selbsteindruck den er nach außen vorgibt. Er ähnelt somit sehr stark John Galt und genauso wie JG ist auch L. v. G. zielstrebig in der Umsetzung und lässt keine Ausreden zu.

Tuesday, December 08, 2009

Champions League

Tja, heute zwei Partien geschaut, einmal Wolfsburg – ManU und natürlich Bayern – Juve. Überraschend war das erste Spiel allemal. Gegen ein geschwächtes ManU hat Wolfsburg alles gegeben, konnte aber sich nie am Ende durchsetzen. ManU genügte ein Owen und 3 Chancen, um den Vfl 3:1 zu besiegen. Wolfsburg war spielüberlegen, aber wer es nicht schafft seine Chancen zu verwerten, der wird von Klasse Mannschaften wie ManU eben mal vernascht. Es zeigt sich damit auch, dass Wolfsburg noch nicht ganz bereit ist für die Königsklasse.

Das zweite Spiel des Abends hatte es mir besonders angetan. Bayern hat nach holprigem Start zwei Dinge bewiesen, die man schon lange Zeit nicht mehr gesehen hat. Unbedingten Siegeswille und 100% Einsatz. Vor allem Olic war unersetzlich für diese Mannschaft, aber auch Panjic und van Bommel waren immer da und haben gearbeitet. Gomez hat es zum 2. mal nun schon geschafft genau das zu machen, wofür er gekauft wurde: Abklatscher abzustauben. Er ist quasi der designierte Toni-Ersatz und verrichtet seine Aufgabe gut (30 Mille waren trotzdem zu viel =) ).

Der spät eingewechselte Tymoschuk zeigte auch nochmal warum er ein guter Einkauf des Trainers war und auch Robben lies mehrmals die Juve-Abwehr alt aussehen. Auf der Gegenseite zeigte Diego wie man nicht als Mittelfeldspieler auflaufen sollte und war gänzlich ungefährlich, wäre er nur mal bei Bremen geblieben.

Man kann nach diesem Abend als Bayern-Fan endlich mal aufatmen. van Gaal’s Ideen sind endlich bei der Mannschaft angekommen und zeigen die Stärken der Mannschaft. Ich bin zwar kein Bayern-Fan, aber es tut gut sie im internationalen Wettbewerb wieder auf Augenhöhe mit einem ehemals renommierten Klub wie Juve zu sehen. Ich persönlich bin ja der Meinung, dass den Bayern seit Hitzfeld und Magath genau solch eine harte Trainerfigur gefehlt hat, die den Oberen auch mal Paroli bietet. Magath, wie auch Hitzfeld, waren sehr eigentümliche Trainer, die sich verbaten, dass der Vorstand viel in ihre Entscheidungen reinredete (bis sie entlassen wurden oder gegangen sind). Und nur so kommt man zu Erfolgen beim FCB, was eben der unerfahrene Klinsmann erst zu spät merkte und Jupp Heynkes letzte Saison schon ahnte.

Sunday, December 06, 2009

Ein Wort zum Sport

Während sich in Stuttgart das Trainer-Karusel einmal drehte, sitzt van Gaal noch im Sattel und das zu Recht. Erstens ist die Position des FCB im Moment gar nicht mal so schlecht (oberes Drittel und das bei dem miesen Saison-Start), zweitens schiebt van Gaal durch seine starke Person endlich einen Riegel zwischen Mannschaftsentscheidungen und oberes Management des Klubs. Es wurde mal Zeit, dass hier endlich jemand mit Hoeness und Co. ein bisschen den Boden wischt.

Noch hapert es mit dem Erfolg ein wenig und auch der Typ van Gaal ist nicht einfach für Spieler. Manche haben es leichter (Olic), andere haben es sehr schwer (Exzentriker Toni). Toni will gehen, sollte er auch, zu ähnlich ist seine Spielweise mit dem teuren Gomez, der langsam in Fahrt kommt. Endlich mal Zeit sollte man dem van Gaal lassen, denn zu schnell werden Trainer gewechselt, bevor sie ein Spielsystem etablieren können. Zu Kurzsichtig agiert bisweilen die FCB-Führung.

Was van Gaal aus den ihm vorgesetzten Einkäufen alles gemacht hat ist nicht schlecht, denn bisher musste er über weite Strecken auf die beiden brillanten Spieler Ribbery und Arjren Robben verzichten. Gerade letzter war ein Einkauf, der eher v.G. Philosophie entspringt, denn den Bayern-Oberen. Und er war im Vergleich zu Gomez ein Schnäppchen. Mit ihm hat der FCB auf beiden Flanken brillante Einzelspieler, Ribbery und Robben können zu einer Gefahr für viele Top-Clubs werden. Wenn man dem Trainer nur die Zeit dafür gibt.

Leider wird jedoch das Spiel in Turin wahrscheinlich alles entscheiden. Es sei für den FCB und v.G. nur zu hoffen, dass sie es überstehen.

Und das sage ich als jemand, der den FCB nicht mehr wirklich leiden kann.