So, jetzt ist es wieder soweit, in Frankreich gehen die Gewerkschafter und "Arbeitnehmer" mal wieder auf die Barrikaden und zwar nicht so friedlich wie in Deutschland. Immer mal wieder höre ich bewundernde Worte der deutschen Sozialisten (< SPD, sprich: Linke, Grüne) für diese Art von Protest.
Mal abgesehen davon, dass sie dabei die Grenzen zur Straftat überschreiten, wie z.B. hier und oft sogar gegen Manager (NICHT Eigentümer) einer Firma gewaltsam vorgehen. Freiheitsberaubung ist kein einfaches Delikt, auch wenn man Manager nicht sonderlich mag. Es sind immer noch Menschen, diese Leute, und haben deshalb ein Recht auf Freiheit, genauso wie ein Recht auf ein faires Verfahren. All dies ist hier nicht gegeben, stattdessen schneiden sich die Arbeiter immer mehr ins eigene Fleisch.
Nicht nur, dass zukünftig Firmen sich zweimal überlegen, ob sie nach Frankreich gehen, und ob sie dort eine Produktion/Service Halle unterhalten, nein, man wird sich auch überlegen, ob man Franzosen dazu anheuert, bzw. ob der franz. Markt nicht zu ärgerlich ist.
Ich kann den Ärger ja verstehen, da arbeitet man 30 JAhre für eine Firma und kann nichts anderes und jetzt wird man vor die Tür gesetzt (übrigens ist das für die Franzosen kein Problem, wenn es mit Ausländern passiert!!!). Natürlich ist das nur schlimm, weil es Franzosen betrifft, wenn eine franz. Firma das selbe in Polen macht, dann wird darüber kein Wort verloren, so gesehen sind sie also doch sehr opportunistisch und verdienen nicht viel Mitleid.
Doch wie kommt es soweit, dass diese Menschen anderen Menschen gewalt antun, das sie sogar bereit sind ihre Fabrik zu sprengen? Dies ist einmal der Erwartungshaltung in einem Sozialstaats zu zuschreiben, aber auch dem Bewustsein gegenüber Privateigentum in Frankreich. Es gibt kaum noch welches. Autos werden verbrannt, im Internet werden mehr Filme/Mp3s und Spiele geklaut, als in den meisten europäischen Staaten und offensichtlich schreckt man auch nicht davor zurück Häuser zu sprengen. Es ist nicht so, dass es daselbige nicht auch in D gäbe, der erste Mai in Berlin beweist das (hier). Hier jedoch ist es meist immer noch auf ein kleines linkes Spektrum begrenzt, in Frankreich gehört es fast schon zur allgemeinen Haltung.
Ja, die Franzosen legen viel Wert auf Privatsphäre und "laissez-moi faire", aber sie haben währendessen keinerlei Respekt für das eigentliche Eigentum des Anderen, dies zeigt schon das Verhalten beim Einparken (parken nach Gehör). Deshalb ist diese Einstellung auch nicht sehr liberal, womit ja gerne auf Frankreich verwiesen wird. Und wenn es um theoretisch gesichtslose Unternehmen geht, dann gibt es den Begriff Privateigentum für die Franzosen nicht mehr. Leider sind Unternehmen keines Falls gesichtslos und auch nicht vergesslich, d.h. es könnte sich hier noch einiges tun.
Es wird vor allem für franz. Konzerne schwerer werden gut ausgebildete Manager und Fachkräfte zu bekommen, da diese öffentlichen Angriffen ausgesetzt werden. Ein Schutz durch Polizei oder gar die Firma selbst, ist hier nicht vorgesehen. Ein Zustand, den Sarkozy untragbar findet, den er aber auch mit seiner Politik mit verschuldet hat.
Seine No-Toleranzpolitik in Paris hat den Leuten nicht gerade gefallen und auch sonst ist der Name Sarkozy vor allem in Verbund mit großen Konzernen genannt worden. Diese Nähe wird sich weder positiv auf die Konzerne noch auf die Situation in Frankreich auswirken. Und sollte uns hier zu denken geben, denn in nicht allzu ferner Zukunft werden auch wir dieses Problem kennen lernen... Die Jugend von heute probiert ja schon mal in Berlin und wir schauen tatenlos zu, gleichzeitig schafft es die Polizei nicht einmal Anwohner vor gewaltätigen Protestierenden zu schützen und konfisziert stattdessen eine israelische Flagge...
Wednesday, July 15, 2009
Tuesday, July 14, 2009
Desertec III. - Meinungsmache und die Deutschen
Was mich immer wundert, ist, wie so viele Deutsche plötzlich wenig skeptisch werden, wenn es um neue grüne Energien geht und an deren Nutzung die selben Großkonzerne beteiligt sind, denen sie sonst so gerne Misstrauen.
Wie kommt es das in Deutschland eine Mehrheit ohne nachzudenken für "erneuerbare Energiequellen über alles" ist und damit dem alten Geldabknüpfertrick einiger Blender auf den Leim geht.
Liegt es an mangelnder technischer Ausbildung (vielleicht bei manchen), aber selbst an Universitäten finden sich diese leichtgläubigen naiven Menschen wieder, die meinen alles was mit Solarenergie und Windenergie zu tun hat ist von sich aus schon gut. Dieser Irrglaube kann natürlich für Deutschland sehr teuer werden, gerade wenn man verschiedene Technologien nicht gegeneinander abwägt.
Was also dann wird in der deutschen Ausbildung vernachlässigt?
Meiner Meinung nach ist es Ökonomie und zwar nicht unbedingt die Vorgehensweisen in einer Bank oder wie denn jetzt der Geldkreislauf funktioniert oder was ein Business cycle ist, sondern etwas viel fundamentalers, etwas das leider in kaum einer Hochschule gelehrt wird und das nur die VWLer überhaupt ein bisschen lernen.
In Alternativen zu denken und diese über ein einheitliches Bewertungssystem zu vergleichen!
Das Bewertungssystem wäre hierbei der Preis. aber auch versteckte Kosten, wie z.B. der gleichzeitige Bau von Konkurrenzideen etc. Gleichzeitg fehlt es auch an einer einfachen Idee: Rente. Denn leider ist dieser Begriff nur den wenigsten Studenten oder DEutschen wirklich bekannt. Sie wissen was eine Rente ist, d.h. Geld heute in die Staatskasse = Geld später zurück wenn man nicht mehr arbeitet. Aber das Prinzip einer Rente im wirtschaftswissenschaftlichen Umfeld scheint nur wenigen geläufig zu sein, d.h. das Geld heute immer wichtiger ist als Geld erst morgen, da das Geld morgen gewissen Risiken unterworfen ist (es ist erst später da und kann nicht sofort ausgegeben werden, ist das erste Risiko).
Solche Economics 101 Regeln wären auch für den Ingenieur interessant und sollten eigentlich schon in der Schule gelehrt werden. Vielleicht würde es ein bisschen mehr Offenheit und kritisches Denken gegenüber verschiedenen Alternativen und deren Preis für die Durchführung schaffen...
Wie sonst lässt sich ein Projekt Desertec denn ordentlich bewerten? Wenn nicht mal ein Preis öffentlich ist? Die gehandelten 400 Milliarden sind eine undokumentierte Spekulation und könnte man mit diesem Geld nicht vielleicht bessere Alternativen bauen?
Wie kommt es das in Deutschland eine Mehrheit ohne nachzudenken für "erneuerbare Energiequellen über alles" ist und damit dem alten Geldabknüpfertrick einiger Blender auf den Leim geht.
Liegt es an mangelnder technischer Ausbildung (vielleicht bei manchen), aber selbst an Universitäten finden sich diese leichtgläubigen naiven Menschen wieder, die meinen alles was mit Solarenergie und Windenergie zu tun hat ist von sich aus schon gut. Dieser Irrglaube kann natürlich für Deutschland sehr teuer werden, gerade wenn man verschiedene Technologien nicht gegeneinander abwägt.
Was also dann wird in der deutschen Ausbildung vernachlässigt?
Meiner Meinung nach ist es Ökonomie und zwar nicht unbedingt die Vorgehensweisen in einer Bank oder wie denn jetzt der Geldkreislauf funktioniert oder was ein Business cycle ist, sondern etwas viel fundamentalers, etwas das leider in kaum einer Hochschule gelehrt wird und das nur die VWLer überhaupt ein bisschen lernen.
In Alternativen zu denken und diese über ein einheitliches Bewertungssystem zu vergleichen!
Das Bewertungssystem wäre hierbei der Preis. aber auch versteckte Kosten, wie z.B. der gleichzeitige Bau von Konkurrenzideen etc. Gleichzeitg fehlt es auch an einer einfachen Idee: Rente. Denn leider ist dieser Begriff nur den wenigsten Studenten oder DEutschen wirklich bekannt. Sie wissen was eine Rente ist, d.h. Geld heute in die Staatskasse = Geld später zurück wenn man nicht mehr arbeitet. Aber das Prinzip einer Rente im wirtschaftswissenschaftlichen Umfeld scheint nur wenigen geläufig zu sein, d.h. das Geld heute immer wichtiger ist als Geld erst morgen, da das Geld morgen gewissen Risiken unterworfen ist (es ist erst später da und kann nicht sofort ausgegeben werden, ist das erste Risiko).
Solche Economics 101 Regeln wären auch für den Ingenieur interessant und sollten eigentlich schon in der Schule gelehrt werden. Vielleicht würde es ein bisschen mehr Offenheit und kritisches Denken gegenüber verschiedenen Alternativen und deren Preis für die Durchführung schaffen...
Wie sonst lässt sich ein Projekt Desertec denn ordentlich bewerten? Wenn nicht mal ein Preis öffentlich ist? Die gehandelten 400 Milliarden sind eine undokumentierte Spekulation und könnte man mit diesem Geld nicht vielleicht bessere Alternativen bauen?
Desertec die 2.
Neuer Tag, neuer Schmarrn von den Grünen zum Desertec-Projekt. Neben der "Anschubfinanzierung" (sprich Fixkostenübernahme durch die BRD) soll danach auch weiter subventioniert werden, so Ihr Wille. Es zeigt sich also, dass die Kosten wohl doch höher als beworben sind und der Gewinn wesentlich niedriger als erwünscht ausfallen würde.
Deshalb kuscheln jetzt auch alle Unternehmen mit bereitwilligen Partien im Bundestag, wie den grünen.
Das zweite Problem hat auch wieder ein Grünen-Sprecher verzapft, als er meinte:
Deshalb kuscheln jetzt auch alle Unternehmen mit bereitwilligen Partien im Bundestag, wie den grünen.
Das zweite Problem hat auch wieder ein Grünen-Sprecher verzapft, als er meinte:
Hans-Josef Fell, energiepolitischer Sprecher der Grünen, fürchtet nun, dass sich Desertec deutlich verzögern wird. "Was wir brauchen, ist eine klare politische Initiative, die das Projekt vorantreibt", sagt Fell zu SPIEGEL ONLINE. "So wie der französische Präsident Nicolas Sarkozy Lobbyarbeit für französische Kernkraftwerke macht, muss Merkel deutsche Solarthermie-Technik bewerben."
Oh ja, die Dummheiten von anderen Ländern muss man selbst natürlich wiederholen, anstatt einmal mit leuchtendem Beispiel voraus zu gehen und den Markt es alleine regeln zu lassen. Das ist einfach in Europa zu viel verlangt...
Desertec und Toll Collect
Das ist mir gerade eben erst eingefallen, dieses Desertec-Projekt kündigt sich an wie diese Gruppen-Firma Toll Collect, in der auch ein paar Branchenriesen sassen (Daimler und Siemens zum Beispiel). Und wir wissen ja, dass dort nie etwas wirklich gutes raus kam, bis die Bundesregierung hohe Strafen verhängt hat und dann ging es langsam um Ergebnisse.
Der Unterschied zwischen Desertec und Toll Collect besteht jedoch in einem Punkt:
Bei Toll Collect war es sicher, dass es mal profitabel für den Autobahn-Betreiber wird, bei Desertec ist das nicht sicher.
Der Unterschied zwischen Desertec und Toll Collect besteht jedoch in einem Punkt:
Bei Toll Collect war es sicher, dass es mal profitabel für den Autobahn-Betreiber wird, bei Desertec ist das nicht sicher.
Monday, July 13, 2009
Wut im Bauch: "Steuerüberraschung"
Ich finde es doch immer wieder drollig, wenn ich so Schlagzeilen in der Fachpresse lese:
Wow, das muss für diese Null-Nummern in Politik und den Medien natürlich wie eine Überraschung vorkommen. Wann mussten diese denn das letzte Mal Expertise zeigen und ein bisschen denken und rechnen und nicht nur einfach Pressemitteilungen abschreiben?
Tja, das bei steigender Arbeitslosigkeit, Stagnation bei Unternehmen und Aktienmärkten plötzlich das Abnehmen des Geldes bei der profitablen freien Wirtschaft nicht mehr funktioniert und deshalb Steuer-"Einnahmen" fallen und die Ausgaben explodieren, dass kann aber auch nur Dummköpfe überraschen. Warum ich so zornig bin?
Es sollte niemanden überraschen und es zeigt doch wieder einmal, dass offensichtlich weder in den Redaktionsstuben, noch im Bund irgendwo Leute mit einer anständigen Ausbildung sitzen, sei es ein nicht-sozial-wissenschaftliches Studium, oder eine anständige Kaufmännische Ausbildung oder auch nur eine gute Schulbildung.
Offensichtlich sind alle Lebemänner und Schlendriane schon lange in der Politik, anders lässt es sich nicht erklären, wie irgendjemanden so etwas auch nur ein bisschen überraschen könnte...
Mal zusammenfassen:
- Steuer einnahmen gehen runter (weniger Gewinne der Unternehmen, weniger Arbeitende)
- Steuerlast geht hoch (mehr Arbeitslose, mehr Serviceinanspruchnahme, höhere Kosten für Wohnungen etc.)
Und das soll plötzlich und aus heiterem Himmel erschienen sein und sowas von nicht planbar gewesen sein? Man hätte schon vor 10 Jahren damit planen können, aber stattdessen hat man in der Boom-Zeit Geld aus dem Fenster geschleudert und schmerzhafte Reformen verpasst. Eben typisch Demokratie, die offensichtlich immer eine katastrophale Umwälzung benötigen bevor sie sich mal in eine gesunde Richtung bewegen.
Die Krise belastet die öffentlichen Kassen offenbar weitaus stärker als bislang bekannt. Allein für Arbeitsmarkt-Ausgaben fehlen dem Bund einem Bericht zufolge fast 100 Milliarden Euro bis 2013. Das Finanzministerium meldet außerdem einen beispiellosen Einbruch der Steuereinnahmen.
Wow, das muss für diese Null-Nummern in Politik und den Medien natürlich wie eine Überraschung vorkommen. Wann mussten diese denn das letzte Mal Expertise zeigen und ein bisschen denken und rechnen und nicht nur einfach Pressemitteilungen abschreiben?
Tja, das bei steigender Arbeitslosigkeit, Stagnation bei Unternehmen und Aktienmärkten plötzlich das Abnehmen des Geldes bei der profitablen freien Wirtschaft nicht mehr funktioniert und deshalb Steuer-"Einnahmen" fallen und die Ausgaben explodieren, dass kann aber auch nur Dummköpfe überraschen. Warum ich so zornig bin?
Es sollte niemanden überraschen und es zeigt doch wieder einmal, dass offensichtlich weder in den Redaktionsstuben, noch im Bund irgendwo Leute mit einer anständigen Ausbildung sitzen, sei es ein nicht-sozial-wissenschaftliches Studium, oder eine anständige Kaufmännische Ausbildung oder auch nur eine gute Schulbildung.
Offensichtlich sind alle Lebemänner und Schlendriane schon lange in der Politik, anders lässt es sich nicht erklären, wie irgendjemanden so etwas auch nur ein bisschen überraschen könnte...
Mal zusammenfassen:
- Steuer einnahmen gehen runter (weniger Gewinne der Unternehmen, weniger Arbeitende)
- Steuerlast geht hoch (mehr Arbeitslose, mehr Serviceinanspruchnahme, höhere Kosten für Wohnungen etc.)
Und das soll plötzlich und aus heiterem Himmel erschienen sein und sowas von nicht planbar gewesen sein? Man hätte schon vor 10 Jahren damit planen können, aber stattdessen hat man in der Boom-Zeit Geld aus dem Fenster geschleudert und schmerzhafte Reformen verpasst. Eben typisch Demokratie, die offensichtlich immer eine katastrophale Umwälzung benötigen bevor sie sich mal in eine gesunde Richtung bewegen.
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Sunday, July 12, 2009
Prophetisches Schicksal für GM?
Zeigt uns Russland, wie es aussieht wenn ein Staat versucht einen maroden Autokonzern wieder auf die Füße zu bekommen?
Saturday, July 11, 2009
Defizit Ausgaben in den USA in Form eines Roadtrip
Lustiges Youtube-video, dass inflationsbereinigte Defizitausgaben der verschiedenen US-Präsidenten in Form eines Roadtrips von der East zur Westcoast darstellt. Besonders bemerkenswert, die letzten beiden Präsidenten (Hope (TM) und SpellingError(TM)) zeigen wie man Geld verschleudert und neue Schulden ohne Augenmaß aufnimmt.
Besonders erstaunlich, die gerne als fiskal konservativ gehandelten Präsidenten Reagan und Bush sind weit hinter Clinton! Was wiederum zeigt, dass fiskalisches Augenmaß schon lange nicht mehr mit der Partei sondern der glücklichen Zusammensetzung des Kongresses und der Berater zusammenhängt.
Ein besonders interessanter Punkt ist, dass es in der gesamten Laufbahn alles Präsidenten nur einen einzigen gab, der tatsächlich Schulden zurück gezahlt hat: Harry Truman - Demokrat.
Besonders erstaunlich, die gerne als fiskal konservativ gehandelten Präsidenten Reagan und Bush sind weit hinter Clinton! Was wiederum zeigt, dass fiskalisches Augenmaß schon lange nicht mehr mit der Partei sondern der glücklichen Zusammensetzung des Kongresses und der Berater zusammenhängt.
Ein besonders interessanter Punkt ist, dass es in der gesamten Laufbahn alles Präsidenten nur einen einzigen gab, der tatsächlich Schulden zurück gezahlt hat: Harry Truman - Demokrat.
Friday, July 10, 2009
On renewable energy sources and their success
Well, actually this will be a short post and in hope for how a more liberal energy market could produce interesting results.
I assume that most people will think of me as a defender of coal and nuclear power above all else and in particular against "new" energy sources that are greener (though not all are really). However, I am more of a practical man. I want to have the best resources for the best application. If you live in the jungle of Amazonia and you will never have a connection to any kind of power grid. In this case, I think, it is a very good and efficient idea to use regenerative energy sources, which are more reliable and cheaper than to build a land line and a power plant next to you.
However, this is not so evident in densly populated Europe, where there is no longer any jungle and most communities are connected to a European power grid. However, even here regenerative energy sources might be a valid idea, however, we don't know it. We don't know it because subisidies screw up theh market pricing scheme. And I don't restrict myself to green subsidies, no, nuclear and coal power also have had their subsidies, especially during the costly construction process. How can anyone decide what a given technology costs and whether it is usefull, if the prices are distorted by politicians who want to support their pet projects, or activist groups who want to procure funding.
My idea is more of a free market approach in that no subsidies should be given. Perhaps this would present to us some very interesting results, where suddenly some renewable energy sources are not that bad a choice. Let the market decide is my idea of pricing and comparing technology. So that we get the best, most efficient and cheapest energy there is.
As a post-script I'd like to summarize a bit the pro's and con's of the Desertec project:
pro's:
- trade and cooperation always led to peace
- Use of land that is not "lost" to civilization (deserts)
- technological benefits by testing direct current long-range transmission into the european grid
- optimized green source in optimal spots
con's:
- dependency on non-democratic states
- probably expensive tax payer portion!!!
- technical difficulties (transformation etc.)
- unreliable
- diminishes return from smart grids
- sandy spots have high maintenance costs
- comparatibe advantage with other projects not look at/ opportunity costs disregarded
- more PR / companies are not really persuaded (or they would have already started)
All in all, I still don't see where the benefits are. Yes, the desert is mostly non-inhabitable for large human settlements, but they are none the less important biohabitats for animals. I don't understand why a 10x bigger power plant than a coal power plant gets a green thumb up, while it destroys a natural bio diversity 10 x bigger? Shouldn't there be outrage by greens about it? Or do they only cry when the animals killed are adorable?
I assume that most people will think of me as a defender of coal and nuclear power above all else and in particular against "new" energy sources that are greener (though not all are really). However, I am more of a practical man. I want to have the best resources for the best application. If you live in the jungle of Amazonia and you will never have a connection to any kind of power grid. In this case, I think, it is a very good and efficient idea to use regenerative energy sources, which are more reliable and cheaper than to build a land line and a power plant next to you.
However, this is not so evident in densly populated Europe, where there is no longer any jungle and most communities are connected to a European power grid. However, even here regenerative energy sources might be a valid idea, however, we don't know it. We don't know it because subisidies screw up theh market pricing scheme. And I don't restrict myself to green subsidies, no, nuclear and coal power also have had their subsidies, especially during the costly construction process. How can anyone decide what a given technology costs and whether it is usefull, if the prices are distorted by politicians who want to support their pet projects, or activist groups who want to procure funding.
My idea is more of a free market approach in that no subsidies should be given. Perhaps this would present to us some very interesting results, where suddenly some renewable energy sources are not that bad a choice. Let the market decide is my idea of pricing and comparing technology. So that we get the best, most efficient and cheapest energy there is.
As a post-script I'd like to summarize a bit the pro's and con's of the Desertec project:
pro's:
- trade and cooperation always led to peace
- Use of land that is not "lost" to civilization (deserts)
- technological benefits by testing direct current long-range transmission into the european grid
- optimized green source in optimal spots
con's:
- dependency on non-democratic states
- probably expensive tax payer portion!!!
- technical difficulties (transformation etc.)
- unreliable
- diminishes return from smart grids
- sandy spots have high maintenance costs
- comparatibe advantage with other projects not look at/ opportunity costs disregarded
- more PR / companies are not really persuaded (or they would have already started)
All in all, I still don't see where the benefits are. Yes, the desert is mostly non-inhabitable for large human settlements, but they are none the less important biohabitats for animals. I don't understand why a 10x bigger power plant than a coal power plant gets a green thumb up, while it destroys a natural bio diversity 10 x bigger? Shouldn't there be outrage by greens about it? Or do they only cry when the animals killed are adorable?
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On Oil speculation
As I always suspected oil prices are often driven by government policy and not private speculators. It seems Tyler Cowen agrees here. This has some rather interesting consequences as it should put an end to the idea that evil oil companies are the major source for high energy prices. They often only respond to market boundary conditions. The more uncertain the higher the price and environmental regulation at this point is highly uncertain, thus we have again rising oil prices.
Yes, the crisis also had an influence, but the drop in prices was temporary because the oil seller soon anticipated the difference and acted accordingly. It was a short-term effect that lasted from October 2008 until late June 2009, when gasoline prices were again on their old level.
Of course, one can believe that the coal market is similar to the oil market in its working since coal is also used in highly environmentally regulated power plants. Now, usually other industries (steel f.e.) are betting for coal shipments from Australia and the emerging nation China also has pushed prices up with their high demand. However, when the crisis hit, prices dropped because production rates dropped all over the board, at the same time energy companies continued producing almost the same amount of energy. So, their share of coal prices dropped and they got more coal than before for the same price. Why then did energy prices go?
It is because in the near future, nuclear energy is going to be forbidden and coal power will be more expensive. The companies anticipate this coal-unfriendly climate and try to amortize their plants in due time.
They see that with the current climate due to IPCC, Copenhagen etc. they will most likely pay a new premium in the future, so they can't drop prices now, because gains now is more valuable than payments in ten years. So, though ressources prices drop, government prices still rise and are anticipated to rise further.
Sources:
Coal prices (12 month)
Oil prices
Yes, the crisis also had an influence, but the drop in prices was temporary because the oil seller soon anticipated the difference and acted accordingly. It was a short-term effect that lasted from October 2008 until late June 2009, when gasoline prices were again on their old level.
Of course, one can believe that the coal market is similar to the oil market in its working since coal is also used in highly environmentally regulated power plants. Now, usually other industries (steel f.e.) are betting for coal shipments from Australia and the emerging nation China also has pushed prices up with their high demand. However, when the crisis hit, prices dropped because production rates dropped all over the board, at the same time energy companies continued producing almost the same amount of energy. So, their share of coal prices dropped and they got more coal than before for the same price. Why then did energy prices go?
It is because in the near future, nuclear energy is going to be forbidden and coal power will be more expensive. The companies anticipate this coal-unfriendly climate and try to amortize their plants in due time.
They see that with the current climate due to IPCC, Copenhagen etc. they will most likely pay a new premium in the future, so they can't drop prices now, because gains now is more valuable than payments in ten years. So, though ressources prices drop, government prices still rise and are anticipated to rise further.
Sources:
Coal prices (12 month)
Oil prices
Thursday, July 02, 2009
SpiegelWatch: Ökologie - Solarstrom - Unsinn
Kein Tag vergeht, ohne das nicht irgendein faktisches Halbwissen im Spiegel präsentiert wird. Es ist schon fast, als würde man mit religiösem Eifer gegen mögliche Auferstehung von Kohle- und Atomstrom anreden wollen. Zum Thema Ökologismus und Religion werde ich bald noch einen längeren Text verfassen, wenn ich denn Zeit hab. Es ist nämlich durchaus ein interessantes und nicht mehr so unglaubwürdiges Thema.
Hierbei möchte ich nur kurz auf zwei-drei Punkte eingehen, die in diesem Bericht von Greenpeace offensichtlich nicht verstanden wurden:
a) Ein Boom in einer Subventionierten Sparte ist kein Boom sondern eine Blase, denn beim Wegfall der Subventionen würde sie zusammenbrechen (siehe Dot-Com, siehe Housing Bubble)
b) Man kann nicht von einem netto Gewinn an Jobs sprechen, wenn für die Entstehung einiger "grüner" Jobs eventuell tausende andere Jobs eingehen (Abstieg der Atombranche).
c) Wann wird das Mär von dem kompletten Ersatz des konventionellen STroms durch regenerativen Solar-Strom endlich zu Grabe getragen?
Während a und b beinahe selbst erklärend sind, scheint c den meisten Journalisten zu entgehen...
Ein Solarkraftwerk in D schafft sein kW/p (kW Stunden peak Leistung) nur etwa 4 h pro Tag unter optimalen Bedingungen (richtig installiert etc.), danach fällt die Leistung rapide ab. Die Hälfte des Tages wird sogar gar keine Leistung generiert, da überhaupt kein Licht vorhanden ist. Jetzt kann man dagegen halten, dass ja auf der Erde immer irgendwo Sonne scheint, aber das ist erstmal irrelevant, weil nicht überall Solarstrom generiert wird und auch kein weltumspannendes Energienetz vorhanden ist. Es bleibt also nur D bzw. Europa. Im Ausland jedoch ist Solarstrom zur Zeit (abgesehen von Spanien) nicht gerade auf dem Vormarsch, weshalb wir uns hier auf D beschränken. Selbst mit billigen Solarzellen um die 1.80 €, die einen Strompreis von bis zu 12-15 cent/kWh erreichen würden, wäre eine komplette Substitution der fossilen Kraftwerke unmöglich, da auch nachts Versorgungssicherheit herrschen muss. Außerdem würde der Strompreis wahrscheinlich steigen, da Spitzen- und Mittellastkraftwerke teurer sind als Grundlastkraftwerke. Und diese Kraftwerke würden dann ja gebraucht für Nachtstrom und für die SR (Systemreserven im Ausfall). Auch um tagsüber auf der sicheren Seite zu sein müssten immer etwa die 6 - 8 fache Leistung verfügbar sein. Es zeigt sich also schnell, dass man hier in eine Kostenspirale rennt, die wohl das ZIel ganz und gar verfehlt billigen, grünen Strom zu erstellen.
Wenn man nämlich Subventionen von Solarzellen abzieht und denen die reinen Stromentstehungskosten von klassischen Kraftwerken gegenüberstellt, dann sind selbst 6 ct/kWh noch nicht konkurrenzfähig...
Hierbei möchte ich nur kurz auf zwei-drei Punkte eingehen, die in diesem Bericht von Greenpeace offensichtlich nicht verstanden wurden:
a) Ein Boom in einer Subventionierten Sparte ist kein Boom sondern eine Blase, denn beim Wegfall der Subventionen würde sie zusammenbrechen (siehe Dot-Com, siehe Housing Bubble)
b) Man kann nicht von einem netto Gewinn an Jobs sprechen, wenn für die Entstehung einiger "grüner" Jobs eventuell tausende andere Jobs eingehen (Abstieg der Atombranche).
c) Wann wird das Mär von dem kompletten Ersatz des konventionellen STroms durch regenerativen Solar-Strom endlich zu Grabe getragen?
Während a und b beinahe selbst erklärend sind, scheint c den meisten Journalisten zu entgehen...
Ein Solarkraftwerk in D schafft sein kW/p (kW Stunden peak Leistung) nur etwa 4 h pro Tag unter optimalen Bedingungen (richtig installiert etc.), danach fällt die Leistung rapide ab. Die Hälfte des Tages wird sogar gar keine Leistung generiert, da überhaupt kein Licht vorhanden ist. Jetzt kann man dagegen halten, dass ja auf der Erde immer irgendwo Sonne scheint, aber das ist erstmal irrelevant, weil nicht überall Solarstrom generiert wird und auch kein weltumspannendes Energienetz vorhanden ist. Es bleibt also nur D bzw. Europa. Im Ausland jedoch ist Solarstrom zur Zeit (abgesehen von Spanien) nicht gerade auf dem Vormarsch, weshalb wir uns hier auf D beschränken. Selbst mit billigen Solarzellen um die 1.80 €, die einen Strompreis von bis zu 12-15 cent/kWh erreichen würden, wäre eine komplette Substitution der fossilen Kraftwerke unmöglich, da auch nachts Versorgungssicherheit herrschen muss. Außerdem würde der Strompreis wahrscheinlich steigen, da Spitzen- und Mittellastkraftwerke teurer sind als Grundlastkraftwerke. Und diese Kraftwerke würden dann ja gebraucht für Nachtstrom und für die SR (Systemreserven im Ausfall). Auch um tagsüber auf der sicheren Seite zu sein müssten immer etwa die 6 - 8 fache Leistung verfügbar sein. Es zeigt sich also schnell, dass man hier in eine Kostenspirale rennt, die wohl das ZIel ganz und gar verfehlt billigen, grünen Strom zu erstellen.
Wenn man nämlich Subventionen von Solarzellen abzieht und denen die reinen Stromentstehungskosten von klassischen Kraftwerken gegenüberstellt, dann sind selbst 6 ct/kWh noch nicht konkurrenzfähig...
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