Tuesday, September 22, 2009

Hybrid cars and German highways

There is one thing about German highways that is very perculiar and special in all of Europe. You usually can drive as fast as your car can at its peak power. However, at the same time Germanys high ways are clogged, under funded (won't go into details on that one here) and badly controlled. There are too often sections where 100 km/h (that's about 63 miles per hour) is the limit. On top of this restrictions there are always sections that are under repair or are just clogged by all of Europe travelling through Germany.

This leads to an underestimated pattern in traffic behaviour, which is as of now not recognized in modern traffic cycles like the NEFZ (New European Driving Cycle). Usually, on all privately owned European high ways, there is a limit of about 130 km/h (about 80-90 miles / h) and you have a lot more steady traffic (which is due to modernization and pricing of highways). This leads to the assumption that on average, you are having a steady speed and thus hybrid cars are not efficient when it comes to highway driving performance.

However, I think they underestimate the amount of braking and accelerating done on a typical German highway. In my opinion there is mucht to get out of a high-end hybrid while driving on German highways at high speeds. I just made a trip from Karlsruhe to Worms, which is a 1 hour drive (under good traffic conditions) and about 100 km. Now, it took me about 2 h in reality and I had 2 traffic congestions on my way up there. Also, the lanes were pretty much clogged so it was acclerating to 160 km/h and braking down to 100 km/h about every 7-8 mins.
I'd say these are perfect conditions for using regenerative braking. On an extra note, the traffic congestions are also situations that actually beg for a hybrid drivetrain.

Now, I wouldn't consider a Prius or a BMW 1 or an A3 from Audi to be converted to a hybrid version. That'd be nonesense, because of the added weight and thus the rising consumption, but one could use upper tier cars like a Lexus or a SLK or a X3 etc.
Those cars have little to lose in terms of weight, because the extra weight is a minimal burden for them when compared with the performance return of an electric drivetrain. Also, a few thousands extra for the added hybridization is actually easier to sell with cars that cost around 70k than with cars that are in a competitive low-price segment like the Golf or an Audi A3.

I'd wager the price for a hybrid variant is about 2k to 3k (the price of an automated transmission at least) which would be up to 15 % of the price of a new Golf but only 7 % of the price of say a SLK.

Friday, September 04, 2009

Studenten und Kapitalismuskritik

Jaja, man kriegt sowas hier an einer TU nur selten mit, aber es gibt sie auch hier, die alten jungen Kader der Linken Sozialismuskritik. Es ist sicher nicht vergleichbar mit den Geisteswissenschaftlichen Hochburgen in Heidelberg oder Freiburg, aber dennoch gibt es auch hier den einen oder anderen Menschen, der gerne wieder eine Art DDR ("nur besser" (TM)) einrichten würde.

Gerne höre ich sie dann darüber schwafeln, dass doch der arme Arbeitnehmer vom Arbeitgeber und dem System unterdrückt wird und sich nicht wehren kann (dies ist eine Zusammenfassung eines Satzes der über 1 1/2 min ging und dabei viele griechisch-lateinischen Fremdwörter beinhaltete: Tja, wer ungeübt ist etwas einfach und exakt auszudrücken, der schwadroniert eben; die sollten mal 1 seitige Zusammenfassungen schreiben lernen). Und sie verorten diese Ausbeuterklasse überall bei Lidl, bei Daimler, bei der Bundesregierung, die doch die mächtigen Konzerne schützt, bei den Medien wegen mangelnder Kritik und status-quo Erhaltung und selbst in der traditionellen Familie. Aber haben diese Leute selbst mal daran gedacht, dass auch sie zur Ausbeuterklasse gehören?

Ja, genau der Typus Student (und sei er noch so kapitalismuskritisch) ist nicht Teil der Arbeiterklasse, sondern der Ausbeuterklasse. Er sitzt da in seiner Uni und wird dafür von der Allgemeinheit und ins besondere jenen Leuten bezahlt, die entweder geistig nicht das Potential hatten, oder auch nicht das Geld auftreiben konnten um sich eine solche Institution zu leisten. Denn eine staatliche Uni bekommt seine Gelder nicht von den Studenten (oder deren Eltern), wie eine private Uni, sondern vom Staat und dieser wiederum, naja, man kann es sich ja denken.

So gesehen sollten sie sich selbst auch mit in diese Klasse einbinden, was sie aber nicht sehen. Sie arbeiten ja auch selten genug um über solcherlei Zusammenhänge sich Gedanken zu machen, zu mundän, zu praktisch, zu wenig Abstraktion, zu gefangen in der Realität des "Scheins" oder so ähnlich. Und dann machen sie mal 6 Wochen Praktikum oder einen Mini-Job neben her und glauben zu wissen, wie es ist zu arbeiten.

Schue, Uni und Ausbildung

Tja, ich habe gerade den Roman "Voll beschäftigt" gelesen, in dem Uni-Absolventen erstmal Malochen in Mini-Jobs beigebracht wird. Besonders jene der Geisteswissenschaften, die so überhaupt nicht Marktkompatibel sind. Im Roman wird aufgezeigt, wie gering die Anzahl der Stellen in Zeitungen und Universitäten sind, in denen wirklich ein fundiertes Geisteswissenschaftliches Studium von Nöten ist.

Mal abgesehen davon, dass Geisteswissenschaftler heute bestimmt nicht mehr überrascht sind, dass ihre Jobaussichten durch ein Studium nur marginal steigen, so ergibt sich doch ein grundlegender Unterschied zwischen Realität und was Leute fordern. Politiker, Medien und oft auch Eltern vordern die Kinder auf sofort Gymnasium und dann Uni-Abschluss zu machen. Es sei der Weg in einen höheren Beruf. Dies mag zwar für Ingenieure und Wirtschaftswissenschaftler in einem gewissen Maße stimmen, jedoch nicht für die anderen hundert Studiengänge. Ein Studium und auch ein Gymnasium ist genau das, es gibt dir allgemeines (oder auch sehr spezielles) theoretisches Wissen über Gott und die Welt. Es lernt dir aber keinesfalls spezifische praxisnahe Fähigkeiten. Es ist also keine Berufsausbildung, es ist eine Horizonterweiterung.
die Folge ist, dass weder das Gymnasium, noch das Studium eine echte Berufsqualifikation sind und schon gar nicht höher bewertet werden können als Praktika.

Ein Problem ist, dass heute jeder aufs Gymnasium geht, weshalb zum Beispiel Meister im Handwerk händeringend Absolventen aus den "niederen" Schularten suchen, die anständig Mathe können (was selbst auf dem Gymnasium keine Selbstverständlichkeit ist!!) und wissen, wie man mit einem Kunden umgeht.

Dies ist auch die Crux, die in den USA noch ein bisschen verstanden wird, in Europa aber größtenteils ausgeblendet wird. Eine Lehre bzw. einen einfachen Job zu beginnen, ohne Studium, ist keinenfalls ein Ausdruck von Dummheit. Schade ist nur, dass hier in Europa potentiell bessere Arbeiter, die durchaus leitende Funktionen übernehmen können, auf Grund ihrer "Qualifikation" der Schule her, dies nicht dürfen. Wenn man jedoch in die Nachkriegszeit und das Wirtschaftswunder schaut, dann sieht man wie viele Leute dort ohne Gymnasialen Abschluss Firmen aufgebaut haben.

Meine Argumentationskette soll ein bisschen dafür plädieren, dass man von dem eisernen "schulischen Qualifikationsabschluss" abrückt und eventuell mehr zu einem praxisnahen Abschluss hingeht. Jetzt höre ich wieder Unkenrufe, wie: Aber was ist mit der Allgemeinbildung, schon heute sind doch die Jugendlichen was Geschichte etc. angeht untergebildet.

Das mag sein, aber daran hat auch das Gymnasium für alle wenig geändert. Es gibt Leute, die interessieren sich dafür, sie werden es auch in der Freizeit tun und es gibt Leute, die dies nicht wollen. Diese haben auch in der Schule schon nach wenigen Wochen alles vergessen, was es über Homer's Sagen gegeben hat. Diese Allgemeinbildung ist (ähnlich wie das Wissen über Evolutionsbiologie) kein ausschlaggebendes Kriterium für Erfolg im Leben oder gar Glücklich sein. Es ist nicht einmal ein Kriterium für eine gute Gesellschaft. Weder Goebbels, noch Stalin, noch Lenin waren Idioten oder "ungebildet". Trotzdem waren mit ihnen die schlimmsten Diktaturen möglich. Bildung schützt selten vor solchen Gesellschaftsspielen, oft glaube ich sogar, dass zu viel Bildung und zuwenig realexistierende Arbeit diesem zuträglich ist.

Das muss nicht sein (es gibt immerhin Millionen gebildete Leute, die keinesfalls Diktatoren werden wollen oder befürworten - wohl aber sie manchmal unterstützen), kann aber sein. So gesehen ist Bildung nicht so zwingend notwendig, dass man sie 16-17 Jahre geniesen muss.

Wednesday, September 02, 2009

Elektroautos und Ihr Nutzen

Immer wieder taucht das Gespenst Elektroauto (genauso wie das Gespennst Fuel-Cell Automobile) auf und schürt Hoffnungen auf eine baldige Markteinführung. Man (und das sind hauptsächlich Leute, die auch den Klimawandel als echte Bedrohung verstehen) hofft, dass es dann auch nicht nur ein Nischenauto, wie der Tesla Roadster, ist sondern eben eins für die breite Masse.

Da ich mich zur Zeit selbst "beruflich" mit Hybrid- und Elektroantrieben beschäftige, habe ich da auch meine ganz eigene Sichtweise. Es ist auszuschließen, dass der Elektroantrieb noch dieses Jahrhunder in den Klein- und Mittelklassen-Markt eintritt. Er wird vielleicht als Hybridantrieb für die Luxusklasse, wie den Lexus, von erhöhtem Interesse sein, da sich dort ein Zweitmotor mit den Abmassen des Autos verträgt und das Mehr an Power durchaus gewünscht ist, jedoch nicht im Marktsegment der kleinen Leute auftauchen.

Warum nicht? Nun, das hab ich schon in anderen Posts beschrieben und möchte hier nur kurz darauf eingehen:

  • Batterien haben nicht genug Kapazität und Lebensdauer um im kleinen Marktsegment preislich konkurrenzfähig zu sein
  • Hybridantriebe haben eine zu große Maße und müssten starke Leistungsabstriche beim Verbrennungsmotor (Abkz.: VKM) hinnehmen
  • Infrastruktur und Design know-how fehlt (Einbau, einfaches Tanken)
  • Kosten für Öl sind niedriger als für elektrischen Strom (besonders mit regenerativen Quellen)
  • Sicherheitsfragen müssen geklärt werden (Lautlosigkeit der Elektromotoren im Straßenverkehr)
Jedoch sehe ich eine große Einsatzmöglichkeit, die schon heute aktuell sein könnte, wenn sie mal jemand erschließen würde (hey, Google?): Commuting, also Pendler.
Ein Pendler ist jemand der 30-60 km am Tag erst zur Arbeit und dann abends (bis zu 8 h später) von der Arbeit heim fährt. Er sitzt meistens alleine in seinem Auto. Einem Auto, dass für 2-4 Personen konzipiert ist und deshalb nur dann wirtschafltich ist, wenn diese auch drinnen sitzen. Sicher, Car Pooling ist eine Alternative, aber nicht immer möglich oder oft auch nicht genutzt.

Genau hier könnten aber Unternehmen (vor allem Große) einsetzen, die ihren Mitarbeiter einen besonderen "Boni" geben wollen. Bei Autohersteller bekommen ja Mitarbeiter auch entweder großzügige Rabatte oder einen Firmenwagen gestellt. Man könnte nun sich mit einem Autobauer (BMW, AUDI etc.) zusammen tun und ein neues Auto entwickeln, dass speziel von den Firmen an die Mitglieder geleased oder als Firmenwagen abgegeben wird.
Dieses Auto ist speziell auf den Einsatzfall Commuting getrimmt und sollte gesetzlich zumindest von der Steuer befreit werden (oder erstattbar sein).

Es wäre eine 1-Sitzer mit Ablagefläche für Aktenordner etc. und einem kleinen Dieselmotor (55 kW) oder einem vergleichbaren Elektromotor. Ein Tank, der bis zu 200 oder 300 km mithält sollte auch kein großes Problem sein. Die Vorteile liegen in 3 Punkten:

  • Aerodynamik des Wagens
  • Gesamtgewicht des Wagens
  • kleiner optimierter Motor
Sicher kann der Mitarbeiter immer noch im Lexus kommen, wenn er denn abends schnell seine Familie etc. abholen möchte oder große Einkäufe tätigt, aber im Normalfall wäre es günstiger ein solches Auto zu fahren. Es würde auch im Normalfall preiswerter sein und durchaus fähig 4-5 l/100km zu schaffen.

Selbst als Elektroauto mit einer relativ großen Batterie stellt sich hier kein Problem, da die Ladezeit beinahe unnötig ist, wenn man so oder so 7 h arbeitet. Währenddessen könnte das Auto bequem auf dem Firmenparkplatz geladen werden. Oder, die Firma kauft sich genügend Überschussautos, dass auch gewechselt werden kann.
Bei genügend Partizipanten könnte man davon ausgehen, dass auch noch Großkundenrabatte aus den Economies of Scale der Produktion abfallen würden.

Mögliche Basismodelle für einen Umbau wären die A-Klasse, Smart, Mini u.ä. Besonders bei steigenden Sprit-Preisen könnte sich diese Alternative als interessanter Bonus zum normalen Vertrag entpuppen.

Klimawandel und seine Abwendung

Manchmal bin ich doch überrascht, wie simpel es Akademiker und Laien sehen. Man glaubt tatsächlich das Klima der Welt ähnlich einfach mit einer einzigen Variable verstellen zu können, dass es mir vor kommt, als würden sie die Wettermaschine aus Schirm, Charme und Melone besitzen. Man zieht den Hebel und ändert damit den CO2-Haushalt und schon wird aus dem Tropensturm ein laues Lüftchen, aus der Dürreperiode ein warmer Strandurlaub und aus dem Schneesturm eine idylische Berglandschaft...

Stattdessen habe ich einen viel besseren Vergleich. Das Klima zu beherrschen ähnelt etwa dem Mischen einer neutralen Lösung in der 9. Klasse Chemie. Man hat unsaubere Reagenzgläser, nicht-etikettierte und meist verschmutzte Natrium oder Chlor-Quellen und muss nun per veraltetem Indikatorpapier die Farbe so bestimmen, dass die Lösung auf neutral steht. Man kippt also erst ein bisschen Säure hinzu (das genau "Rezept" hat man ja als 9. Klässler eh nicht gelesen) und danach Base und schaukelt solange rum bis es neutral ist oder das Glas überläuft.

Selbst in der 9. Klasse haben das die Besten der Klasse nicht geschafft, per Zufall jedoch jemand der eigentlich gar nicht aufgepasst hat. Es ist auch praktisch unmöglich, wenn man weder das richtige Material zum Messen, noch zum Verändern hat und somit nur rät. Es kommt immer etwas anderes raus, als man sich gedacht hat, da es wieder einen Einfluss gab, der vorher nicht erkennbar war. Trotzdem handelten alle Schüler mit einer gewissen Gewissheit, was rauskommen musste.

So oder ähnlich stelle ich mir Pundits, Wissenschaftler und Politiker vor, die so sehr von ihren Lösungen für ein nicht wirklich dramatisches Problem überzeugt sind, vor. Auch sie werden zu keinem befriedigenden Ergebnis kommen, dabei jedoch mehr von unseren Ressourcen verbrauchen, als eigentlich notwendig wäre. Während man jedoch im Chemie-Unterricht beim Lehrer neues Ressourcen holen kann, ist das Kapital in der Welt begrenzt und solange "Gott" nicht einen Krämerladen aufmacht, wird auch kein 3. uns helfen können.

Saturday, August 22, 2009

Protektionismus in der Solarbranche

Tja, wurde sie noch vor ein paar Wochen als "Zukunftsbranche" Deutschlands gepriesen, so zeigt sie sich jetzt als das, was ich schon die ganze Zeit von ihr gehalten habe: Eine subventionierte Geldvernichtung.

Man jammert auf hohem Niveau, werden doch die Marktkonkurrenten in D dazu gezwungen ihren Strom zu einem hohen Preis abzunehmen, sie bekommen Milliarden Investitionen und sollen die Zukunft Deutschlands werden. Doch jetzt kommen die bösen Chinesen und produzieren fast ohne Subventionen Solarpanels, die um 50 % preisgünstiger sind. Das wird natürlich den Häuslebauer und Konsumenten freuen, für die übersubventionierte Branche in D ist das natürlich untragbar, da sie diesem Kostendruck nicht standhalten können und jetzt droht der Kollaps. Deshalb machen sie, was alle Firmen in dieser Situation machen, sie schreien nach Vater Staat, der sie vor den bösen (aber effizienteren) Chinesen beschützen soll. Siehe hier in der Weltwoche.

Das alles ist nichts neues und große Industriekonzerne oder Zusammenschlüsse von Industriekonzernen haben schon immer auf diese Art und Weise versucht Konkurrenten aus dem Markt zu drängen (Post und Mindestlohn, Walmart und Krankenversicherungspflicht).

Und jetzt möchte man in der Solarbranche das auch mit den Chinesen tun (die das Geld dringender brauchen und gleichzeitig auch besser wirtschaften), denn sonst lässt sich das eh schon unrentable Geschäft nicht weiter betreiben. Sind also auch Solarfirmen "too big to fail"?

Leider wird hier wiedermal mit den Argumentationsketten des Mittelalters gearbeitet, als ob es die letzten 200-250 Jahre GEschichte und vor allem Ökonomiegeschichte nicht gegeben hat. Wir sind nicht so reich und wohlhabend geworden trotz unserer Nachbarn und Mitkonkurrenten, sondern gerade wegen dieser (Division of Labor etc.). Zollschranken sollten heute als Armutförderndes Instrument aus der Zeit des Heiligen Römischen Reiches bekannt sein und gemieden werden, aber leider sind die ewig-gestrigen Nationalisten (ob jetzt CDU oder SPD) immer noch auf der Zeitgeistseite und so stehen die Chancen im neuen Ökoglaube nicht schlecht, das man es schafft....

Tuesday, August 04, 2009

George Orwell – Shooting an Elephant (1936)

Diese Geschichte stammt wieder aus seiner Zeit in den süd-asiatischen Kolonien Englands. Es geht um seine Zeit im Dienste der Kolonialmacht (als Polizist) und wie er nun diese Zeit als keine ruhmreiche Zeit seiner Vergangenheit ansieht bzw. wie er zu diesem Eindruck kam.

In dieser Kurzgeschichte erkennt Orwell die Probleme des Imperialismus und wie sich in dem Versuch der “gnädige” Imperialherr zu sein, sich ein Land bzw. seine dortigen Vertreter doch moralisch-ethisch an die Erwartungshaltung der Eingeborenen ketten. In der Geschichte geht es offensichtlich erst einmal um die Tötung eines Elefanten, der ausgebüchst ist. Die Einheimischen zeigen sich unkooperativ, bis der Elefant einen Toten fordert und sich Orwell bereit erklärt den Elefant zu schießen.

Die Einheimischen freuen sich und folgen dem Spektakel, weil Orwell die Erwartungen, die an einen weißen Eroberer gestellt werden, erfüllt. Er würde zwar lieber den Elefant nicht erschießen, doch würde er damit wahrscheinlich den Mob (laut seiner Beschreibung etwa einige Tausend Mann) gegen sich aufbringen. Die Einwohner werden dabei genauso stark durch einen zweiten Imperativ getrieben, seiner Meinung nach, nämlich dem Fleisch, dass durch den toten Elefant abfallen würde. Letztlich sieht Orwell keine andere Möglichkeit als den Elefant zu erschießen, auch wenn er sich selbst dafür verabscheut. Und da erkennt er, dass ein Imperialist mehr dem Eingeborenen dient, als anders herum. Denn eines mag kein Kolonialherr haben, eine aufständische Bevölkerung und so muss er sich an die Gepflogenheiten und Erwartungen anpassen, auch wenn er es verabscheut. Damit dient er natürlich weder den Einheimischen, noch sich selbst, verrät er doch so seine eigenen Ideale und Werte, die er gerne weitergeben wollte.

Dies ist natürlich nur eine Seite der Medaille Imperialismus und vielleicht auch die unschuldigste von allen, aber dennoch eine bemerkenswerte. Sie ist mehr aus der Sache heraus erwachsen, denn aus einer a priori Kritik am Imperialismus.

Orwell selbst sagt, dass er den Elefanten nicht hätte töten sollen, da dieses Tier teuer ist und noch dazu ein Arbeitstier, also eine Investition in zukünftigen Mehrwert. Dennoch wurde er durch die kulturellen Gepflogenheiten Burmas dazu gezwungen, genau das zu machen.

Und noch eine viel schlimmere, persönlichere Empfindung des Imperialisten Orwells kommt hier durch: Er hat es doch hauptsächlich nur gemacht, weil er nicht wie ein Idiot vor den Eingeborenen stehen wollte. Diese Egozentrik oder dieser Stolz ist es auch, die dem Imperialismus überhaupt zu Grunde liegt und ihn immer öfter aufheizt.

Gemeinderatswahl – Karlsruhe

Jetzt ist es ja schon eine Weile her, dass in Deutschland Komunalwahlen waren. Und auch die Ergebnisse sind ja schon eine Weile bekannt, doch hab ich mich erst jetzt damit auseinander gesetzt (tja, der Nichtwähler halt :D).

Es war auch mehr Zufall, dass ich es überhaupt mache. Denn eigentlich hat mich das nicht wirklich interessiert. Doch wenn ich hier jetzt die Bürgerzeitschrift vor mir habe, die ich im örtlichen Fächerbad gefunden habe und aus Langeweile lese, dann muss ich doch etwas dazu sagen. Jetzt könnte ich mich erst einmal darüber aufregen, dass jeder 5. Karlsruher offensichtlich ökonomischer Analphabet ist, aber das würde nichts bringen.

Tatsächlich haben über 20 % der Karlsruher die Grünen gewählt, jene Partei, die sich gerne als zukunftsgewandt und ökologisch-trendy darstellt, während sie Ideen und Ideale vertritt, die jetzt schon fast 100 Jahre alt sind und aus der Gegenströmung zur industriellen Revolution stammen könnten. Ich mag jetzt nicht sagen, dass sie Nazis sind, aber teilweise lesen sich die Programmpunkte wie aus einem NSDAP-Pamphlet oder einer DDR-Leitschrift.

Es ist auch interessant zu sehen, dass die Grünen besonders stark in den studentischen Wohnquartiers Karlsruhes abgeschnitten haben. Es zeigt sich wieder einmal, dass alleine klug sein nichts über Verständnis und Toleranz aussagt.

Ich verstehe die Grünen manchmal nicht, gerne verweisen sie auf ihre “grass-root” Unternehmungen und Vereine, die sie ganz ohne Staatshilfe aufgebaut haben und welche tollen Aktionen sie damit erreichen und wie sie ihr Leben danach ausrichten. Das ist doch schön, aber warum dann diese freiwillige tolerante Art und Weise eintauschen gegen diktatorische Wege der Politik?

Dieser Sprung zwischen privatem Arbeitskreis hin zum sozialistischen Volksgesundheitsdenken, dass sich so gerne im Grünenprogramm einnistet und jede oberflächlich vorhandene Toleranz Lügen straft, habe ich nie begriffe.

Ich verstehe schon, warum die Grünen so beliebt sind. Nicht so unkreativ wie die SPD oder die Linken, jünger und dynamischer sind sie. Dann vertreten sie hippe Projekte, wie alternative Energien, Sauberkeit und Umweltfreundlichkeit (sehr Deutsche Tugenden – Disziplin und Ordnung) und natürlich Risikolosigkeit. Das perfekte Kleinbürgertum in dem Risiko im Leben möglichst ein Fremdwort ist.

Dies funktioniert perfekt, solange man es mit Menschen zu tun hat, die entweder oberflächlich politisch interessiert sind, oder nur bedingt über Opportunitätskosten bescheid wissen. Denn was die Grünen sehr gut vermitteln, ist ingenieurhaftes Denken transportiert auf die politisch-menschliche Ebene. Es wurde jedoch schon von Ludwig von Mises in “Human Action” deutlich gezeigt, dass dies nicht funktioniert, da ein komplexes System, wie eine Gesellschaft nicht auf einfachen Gleichungen beruht. Auch Hayek hat sich mit dem Thema ablehnend beschäftigt und es die “Scientification of Human Sciences” genannt, die er als problematisch sieht, da die komplexen Gleichungen der Gesellschaft sich nicht einfach linearisieren lassen und oft außerhalb des erwarteten Resultats liegen.

Was hat dies jetzt mit den Grünen zu tun, fragt sich der geneigte Leser? Viel, denn einer meiner Freunde ist auf dem Weg ein Elektroingenieur zu werden und wählt Grün (u.a. wegen den alternativen Energiequellen). Rein technisch und vielleicht sogar ökologisch wäre es möglich mehr regenerative Energiequellen zu nutzen, jedoch vergisst auch er dabei: zu welchem Preis.

Ihm ist der Preis egal, er soll sozialisiert werden, d.h. durch Steuern auf die gesamte Bevölkerung verteilt werden. Ein anderer Freund ist nicht besser, er hat kein Problem mit einer Reichen oder einen Luxussteuer, da er meint, so etwas braucht man ja nicht und die Leute, die es wollen können ja durchaus extra zahlen. Auch hier wurde wieder nicht gefragt: zu welchem Preis.

Und der Preis ist klar: High-Tech und Luxusgüter sind noch die Produkte, die wahrscheinlicher in Deutschland gefertigt und erdacht werden, da hier die hohen Preise, die höheren Kosten der Produktion decken und ein hohes Know-How gefordert wird. Wenn man nun künstlich die Preise hebt, dann wird es einen Haufen Kunden geben, die auf den Kauf verzichten, d.h. der Absatz sinkt und damit die Gewinne. Was nun macht der Produzent? Er reduziert die Kosten, wo er kann: Automatisierung, Entlassungen zur Entschlackung der Unternehmensstrukturen etc.

Leider werden offensichtlich solche GEdankenspiele nur von 20 % der Wähler nicht gemacht, sonst würden sie sich zweimal überlegen, ob sie die Grünen wählen. Besonders eigentlich kluge Studenten fallen immer wieder auf solche “kostenlose” Angebote herein (KITA, Luxussteuer, “böses”-HFT etc.). Warum nur?

Do as you preach – environmental style

I’m not easily swayed by the rather alarmist arguments that come around on global climate change (before: global warming). And while I can argue with scientists and their findings and they usually believe what they say. It is hard to believe the more louder (and often shriller) spokesmen in the media and policy arena.

John Stossel from ABCNews made the same point along the line of “do as you preach”. And he is right that it is at least a bit bizarre that someone like Gore or Friedman live a most eco-unfriendly life-style while they want to foce me to live like the 13th century “hut” dwellers.

They have mansions (not houses) that are more befitting of a 18th century english lord and they speak about conservative usage of natures finite ressources. But what astounds me every time is the fact that the masses are willing to believe them.

I don’t always want to claim that the life-style or the persons means and ways of living have any meaningful influence on their arguments. If they had, then nobody would take Dickens seriously and other people (like Ayn Rand f.e.) would be disregarded outright. However, often it helps to show that you live by your arguments, especially when those arguments are readily applicable in an easy way.

Of course, Gore could say that it is really expensive to do this for his mansion. Indeed, right he is, and he also identified one of the biggest counter-arguments! You can’t ever neglect costs, all in life has a cost, not all is monetary, others cost time. But everything has a price, not even death is without a cost. You could call it the homo-economicus, but it is really just a scientific extension of the decision making everyone faces every day. What do I want? What do I prefer to do with my time? Do I want to work 12 hours a day and get rich, or do I want to just live on a modest salary and enjoy my free time. Is free time with less money now more important than free time later with a lot of money.

But obviously this argument has neither crossed the minds of Gore, nor the minds of most climate scientists (though in all earnesty, it is not really their field of expertise).

So, it would be very nice to at least see a commitment by Gore and Co. towards their proclaimed ideals. Otherwise, I know they have a different price-preference than they proclaim to have.

Monday, August 03, 2009

Kinderpornografie und Internetsperre

Ein kleiner Beitrag sei mir dazu doch gestattet, da mich das Thema wirklich beschäftigt. Falls ich hier irgendetwas falsches erzähle oder es etwas auszusetzen gibt, dann nur her mit den Argumenten. Ich kapiere nicht so ganz warum hier so ein tamm-tamm um Internetsperren gemacht wird.

Ich mein, außer das man damit das Recht von tausenden Menschen und deren Freiheit einschränkt, so richtet es gegen Kinderpornographie nichts aus. Liege ich denn falsch, ich hab dieses Argument oder auch nur die Bestätigung nirgendswo in der Diskussion gesehen, damit das diese Server keine Live-Streams haben sondern Aufzeichnungen?

Es sind also Aufnahmen, die schon geschehen sind, d.h. die Kinder wurden hier schon auf schändlichste Weise benutzt. Wäre es da nicht klüger sie online zu lassen und die Gruppe zu beobachten, bis man zu greifen kann? Bis jemand mal einen Fehler gemacht hat und etwas zu viel raus lässt?

Was würde denn eine Sperre bringen, außer schon gedrehtes Material aus dem Netz zu nehmen. Das rettet doch keine Kinder? Sondern öffnet Tür und Tor für die Zensur…

Ich könnte mir sogar denken, dass diese schon gedrehten Filme, bei denen die Kinder schon durch die Hölle gegangen sind, doch noch zu etwas nützen. Könnten sie nicht vielleicht sogar die Sicherheit für andere Kinder erhöhen? Was wenn der gemeine Kinderpornographie-Konsument sein Dosis nicht mehr bekommt? Wird er dann etwa aufhören darüber zu phantasieren, einfach so? Zack und er ward “gesund”? Ich bezweifele es, stattdessen wird er wohl aggressiver vorgehen. Wenn er keinen Ersatz mehr findet, ja, dann könnte er sogar selbst sich das Vergnügen besorgen.

Wie so oft wird dieses Verbot wahrscheinlich eher Kindern schaden, da er viele vorher passive Konsumenten dazu bringt sich aktiv zu versorgen, und wenn es nur mit dem Nachbarskind ist..

Diese scheußliche Option habe ich jedoch nie in irgendeinem Editorial gesehen, vielleicht weil es zu weit geht und nicht PC genug ist, oder weil man daran nicht denkt: zu rational, weniger emotional, zu lösungsorientiert (oder einfach nicht genug Zensurmöglichkeiten).

Liege ich damit jetzt etwa falsch? Wie man es dreht und wendet die Sperrung wird weder den armen Kindern helfen, noch ist es eine zulässige Einschränkung unserer Freiheiten. Es ist einzig und allein ein Machtinstrument der Herrschenden Elite. Ich möchte damit nicht Kinderpornographie verteidigen, keines falls. Für Kinderpornographen gibt es einen ganz bestimmten Platz in der Hölle, aber dort gehen sie nicht schneller hin oder langsamer, wenn man ihre Seiten im I-Net verbietet… Das ist als wollte man Autounfalltote verbieten, nur weil man sie nicht mehr sieht, heißt das nicht das nicht existieren.

Leider ist dies bei der Öffentlichkeit nur allzu leicht, die lässt sich dadurch nämlich sehr gut manipulieren…