Wednesday, October 24, 2012

Austerity - How continental Europeans understand it!

So, everybody knows that I am not a big fan of Krugman, especially since his reporting has become worse since he left his academic post. But this here from his latest rant on failed austerity in the UK is just hitting the top:

Gee, remember the enthusiasm with which the Cameron/Osborne turn to austerity was greeted by VSPs on both sides of the pond, with David Broder urging Obama to “do a Cameron”?

He not only did not cite a definitive proof on austerity and its measures in UK, but he also only showed that the UK stagnates. He is optimistic about the US, but I am not, because the US is much worse than he himself projected it to be.

Now, it might be that in the anglo-saxon world here and beyond the big pond, we have different definitions for "austerity". However, continental Europeans define austerity as policy that reduces spending in a way that leads to a balanced budget or even a surplus budget. No European country has followed that way.

There are also some grey-area uses of austerity with different degrees of spending reductions, but they are used by people like Krugman, who support deficit spending.

However, austerity in the continental sense is NOT raising taxes to reduce budget deficit. It seems that, however, this is the case with the UK and with Krugman. He misuses (like the word liberal) or wrongly characterizes the word austerity. As a US example, austerity would mean spending levels of 2001 today. It would mean a balanced budget in the crime-riddled wasteland of 2001 US!

But what abou the UK? It turns out that it is neither reducing spending, nor is on the way to a balanced budget. Even through the crisis, spending grew, debt grew and of course, that means no way the crisis would go away quickly. Yes, the growth of the debt slowed a bit, but that is like fiddling on the fringes: no big changes, no big effects. And so, we are neither suprised, nor disheartened that the none-austerity didn't get us out of the depression.


Saturday, October 20, 2012

Movie Review - Loooper


Ein Sci-Fi Thriller von Rian Johnson, der unter anderem vor allem als Regisseur der TV-Serie Breaking Bad bekannt ist. Sein erstes größeres Kinodebüt ist dann auch gleich gelungen. Soviel kann man vorab schon sagen, dieser Film gehört zu den besten des Jahres. Der Science-Fiction Anteil wird auf einige kleine Elemente beschränkt und oft ist er nur in verbesserten Alltagsgeräten sichtbar. Meiner Meinung nach eine sehr gelungene Mischung. Die einzigen beiden zentralen Sci-Fi Elemente die aus heutiger Sicht nicht bekannt sind, ist die Zeitmaschine und die Looper Waffe.

*** SPOILER WARNING ***

Das aus dem Weg kann ich hier doch etwas die Geschichte zusammen fassen. Joe ist ein Looper im Jahre 2044 (Ein sehr guter Joseph-Gordon Levitt). Ein Looper ist quasi ein Zeitarbeiter für die Unterwelt, allerdings nicht die Unterwelt von 2044, sondern einer Zukunft 30 Jahre später. In dieser Zukunft wurden Zeitreisen erfunden und gleich verboten. Die einzigen Organisationen die Zeitmaschinen noch benutzen, sind Syndikate. Der Gedanke ist einfach: Keine Zeugen, kein Verbrechen. Sie schicken also ihre eigenen Mörder in die Vergangenheit und lassen diese dort von einem Looper umbringen. Dazu hat das Syndikat einen Verbindungsmann in die Vergangenheit geschickt Abe (famoser Jeff Daniels). Dieser rekrutiert die Looper und somit auch Joe. Die Looper werden für jeden Auftrag in Gold bezahlt, dass später für 30 Jahre ausreichen soll. Am Ende der 30 Jahre werden sie per Zeitmaschine zurück geschickt und von ihrem eigenen Ich liquidiert.

Bei Joe jedoch entkommt das eigen ich (Bruce Willis; immer noch ein super Actionschauspieler, auch mit 60). Damit gibt es ein Zeitparadoxon, dass sich am Ende auflöst. Mehr wird hier nicht verraten, ausser das Joe sein eigenes Ich jagen muss, während er von der Unterwelt des Jahres 2044 gejagt wird. Ach ja, old Joes selbstgestellte Mission im Jahr 2044 ist den Rainmaker auffindig zu machen, denn er ist für das schließen der Loops (Looper killt sich selbst) verantwortlich und old Joe möchte seine Frau behalten, die ihn vor Drogen gerettet hat.

Das Ende wirft einige Fragen auf, die auch im Internet noch heiß diskutiert werden, jedoch sollte man den Zeitreisenteil nicht zu wissenschaftlich sehen, sonst verdirbt es einem noch den Spass an diesem tollen Thriller.

4/5 Sternen!

Taylor vs. Krugman - A Lesson in Manners

I don't like reporting posts by Krugman, because they have long lost any objectivity that he had as a true economist, at least, for me. But I think it is still interesting to see this exchange between Taylor and Krugman as an exemplary case of bad manners.

Taylor writes a rather polite blog entry about the discussion on whether the recover lags behind other recession's recoveries. He refers here to an expert debate and whether policy and institutions have a meaningful influence, which he believes. Then we get the answer by Krugman who right at the beginning starts with partisan politics. This is very bad behaviour, because Taylor's post didnt mention neither Obama nor Ryan and yet Krugman makes an exemplary case out of it. It pulls the whole affair into politics, which is never a good idea if you want an honest informative and facts based discussion. This is what Krugman has become and why I still can't believe that rather moderate commentators like Cowen still respond as if Krugman were the trade economist of the 90s.

But what appears to be a rather enlightening afterword, is the fact that Taylor answered Krugman, without acknowleding the political partisan comments and just concentrated on the few economic facts Krugman sprouted.

As I said a perfect case of bad manners and good manners. Now, Mr. Krugman please step back and consider your posts in terms of politeness before posting them on your rather misnamed blog. I mean, for everyone except ignorant US citizens, the word liberal does not refer to progressives, democrats and general leftists.So actuall, Tyler Cowen would rather fit your blog than you do, because he is a true liberal (albeit certainly not a libertarian).

Saturday, September 22, 2012

Movie Review: The Dictator



The Dictator mit und von Ali G. (Aladeen) ist ein satirischer Movie im Angedenken an Kim Jong-Il (im Spaß natürlich). Er persifliert dabei nicht nur die Übertriebenheit vieler asiatisch-afrikanischer Diktatoren, von Kim Jong-Il bis Gaddafi, sondern auch die Kultur des Westens (wenn ich auch glaube, dass er das teilweise unbewusst tat).

ACHTUNG: Spoiler!

Die Geschichte bzw. der Plot ist schnell erzählt. Der alte Diktator von Wadiya einem kleinen Land neben Sudan (so die News-Clips am Anfang) stirbt und übergibt das Land an Aladeen anstatt seinem leiblichen Sohn Tamir. Dieser hatte nämlich vor die Ölreserven des Landes zu verscherbeln (an diverse "böse" Investoren wie Exxon oder China Petrol).
Tamir schnappt sich ein Double und ersetzt Aladeen bei dessen Besuch vor der UN in New York. Danach trifft der entthronte Aladeen eine Demonstrantin und linke marxistisch-lesbische organic food Verkäuferin. Über diese versucht er sich Zugang zum UN-Gebäude zu besorgen, wobei er mit Nadir, einem ehemaligen Nuklear-Ingenieur aus seinem Land (den er eigentlich hatte exekutieren lassen) zusammen arbeitet.

Der Film ist witzig, aber teilweise auch zu sehr in festgefahrenen Mustern. Während die Persiflage der Diktatoren dieser Welt noch gut gelingt und teilweise voll ins schwarze trifft, fällt die Darstellung der organic food Verkäuferin vollkommen daneben. Klar, da kommen 2 verschiedene Kulturen aufeinander, allerdings wird nur eine als schlecht dargestellt. Das eventuell Fehler in der Einstellung der Frau sein könnten, wird leider nicht erörtert (ist in einer Komödie jedoch auch oft nicht notwendig). Es ist schade, denn es hätte den Unterschied zwischen einem guten Film und einem sehr guten ausmachen können.

Man verpasst leider ein bisschen ein breiteres Bild zu verulken, denn auf allen Seiten könnte man ein bisschen Satire anwenden. Allerdings ist die Rede anlässlich der Zerreißung der Konstitution von Wadiya wirklich gut gelungen. Und auch sonst hat man sich viel Mühe mit Details gegeben. Besonders der Soundtrack sticht als besonders hervor. Einzelne amerikanische Evergreen wurden "arabisiert" und der Film ändert mit einer HipHop-Hymne auf General Aladeen.

Der Film schließt mit dem kleinen Gag:
"Honey, Ich bin schwanger!!!" - "Ist es ein Junge oder eine Abtreibung?"

Und dafür gibt es dann doch 3/5 Punkten.

Wednesday, September 12, 2012

Movie Review: The Expendables 2


Tja, was soll man von dem Film erwarten. Wenn man ihn mit objektiven Augen sieht und keine Beziehung zu der Zeit hat, aus der die Schauspieler kommen, dann würde ich sagen man sollte unbedingt die Finger davon lassen. Die Story ist mittelmäßig und zerfahren, die Effekte sind veraltet und teilweise übertrieben schlecht und der Humor ist teilweise platt. Worum geht es dann und warum man ihn doch sehen sollte?

*Achtung Spoiler*

Nun ja, ein Film mit einem IMDB-Rating von 7.5 muss doch etwas haben, was für ihn spricht. Hier ist die Söldnercrew um Barney (Silvester Stallone). Die Crew aus dem ersten Teil ist wieder dabei, ergänzt um Billy the Kid (). Auch Christmas (Jason Statham), Gunner Jensen (Dolph Lundgren), Yin Yang (Jet Li) - mit einem Kurzauftritt, Hale Ceasar (Terry Crews) und Toll Road (Randy Couture - UFC Champion) stehen Barney wieder zur Seite. Nachdem in einem ersten Auftrag Billy the Kid vom Oberbösewicht dieses Films - passend benannt - Vilain (Jean-Claude van Damme) und seinem Ajudant Hector (Scott Adkins) umgebracht wird. Zieht die Crew mit der Verstärkung Maggie (Yu Nan) auf einen Rachefeldzug und rettet nebenbei ein asiatisches Dorf. Ach ja, sie müssen auch noch Plutonium-Sprengsätze aus den Händen der Schergen reißen, dabei helfen ihnen noch drei andere altbekannte Action-Helden der 80er und 90er: Arnold Schwarzenegger (Trench), Chuck Norris (Booker) - und es gibt einen Norris-Witz im Film! - und Bruce Willis (Church).

Warum ich nicht weiter auf die Story und den Ablauf eingehe? Weil er belanglos, ja sogar nebensächlich ist. In diesem Film geht es um die Stars, um die Actionhelden aus meiner Kindheit. Auch damals waren die Filme meist nicht besser, und wurden dennoch Kult. Und genau das sieht man auch in diesem Film, eine Hommage an die alten Zeiten, die nicht wiederkehren. Ich denke auch das wird der Grund für die oft B-klassigen Special Effects sein, denn auch in den alten Actionfilmen konnte man die Spezialeffekte oft lächerlich einfach erkennen. Man jubelt in diesem Film wenn Chuck Norris auftaucht, nicht wenn Booker auftaucht, denn darum geht es nicht. Es ist wie eine Familienfeier, alle kommen zusamnen, man kennt sich und man feier ein Wiedersehen. Und genau das ist dieser Film; nicht mehr, aber sicher auch nicht weniger!

Sunday, September 09, 2012

DNC - Nachruf auf den demokratischen Parteitag

Nachdem ich mir jetzt Auszüge aus dem demokratischen Parteitag in Charlestown angesehen habe, muss ich schon sagen es hat sich einiges getan und nicht alles zum Besten.
Barack Obama hat eine mittelprächtige Rede abgeliefert, dass wohl zu erst, und dabei war er immer noch besser als der Romneybot. Nicht das ich einen der zwei Dummschwätzer präferieren würde, aber dennoch vom Showmanship wirklich besser.

Die Rede von Bill Clinton war beeindruckend durch strukturiert. Der Inhalt war meh, aber die Präsentation hatte alles: Emotion, Demut, aber auch genug gespieltes Politik-Nerdtum das für den normalen Wähler noch zugängig ist. So hätten sich manche bestimmt die Rede von Clint Eastwood gewünscht, ich allerdings nicht.

Die Organisation war noch einmal ein Stück besser als bei den Republikanern in Tampa, allerdings waren beide wohl etwa 10 Levels höher als alles was es in D gibt; im Guten wie im Schlechten.
Auch sonst haben die Demokraten viel von den Republikanern gelernt. National Defense war neben Health-Care das meist diskutierte und gezeigte Thema. Die Demokraten wollen sich als genauso hart, unnachgiebig und reif für ausländische Abenteuer zeigen.

Die Unterschiede zwischen der Coke- und der Pepsi-Partei schwinden.
Wenn man sich diese doch eher gleichen Parteitage ansieht, dann war man doch froh etwas so unkonventionelles wie Clint Eastwood gesehen zu haben...

Wednesday, August 08, 2012

Elitismus in der Ausbildung - Frankreich gegen Deutschland

Ich möchte an dieser Stelle gleich zwei Themen ansprechen, die mehr oder minder stark voneinander beeinflusst werden. Einmal um Elitismus und Anforderungen in der Ausbildung allgemein und am speziell am Beispiel Frankreich (école préparatoire). Zweitens geht es mir um eine Aussage eines französischen Arbeitskollegen, dass die französische Arbeitswelt und Politik: "Von Ökonomen gelenkt wird und deshalb die produzierende Industrie nicht mehr vorhanden ist!"

Generell bin ich ein Freund von einem gewissen Elitismus. Es sollten die Standards nicht an die Faulheit des Menschens, sondern der Mensch sich an gewissen Standards anpassen. Damit signalisiert der Lernende dann auch gleich noch Ambitionen und Durchhaltevermögen; neben Intelligenz natürlich.

Was in Deutschen Unis in den Ingenieursfächern in den ersten 4 Semestern ausgesiebt wird, wird in Frankreich in den Classe preparatoire gemacht. Allerdings ist hier Frankreich, wie auch in der Unterrichtsgestaltung, deutlich strikter. Es findet fast keine Selbstorganisation statt, sondern es wird alles vorgegeben und dann in harten Prüfungen abgefragt. Damit soll auf die Ingenieursschulen trainiert werden, das Grundwissen vermittelt werden und schon einmal für die Schulen aussortiert werden. Anstatt dem BAC (franz. Abitur), sind dann die Leistungen in diesen Klassen wesentlich maßgebend für die Ingenieursschulen. Ähnliche Einrichtungen finden sich auch für die ökonomischen Fächer und die Sozialwissenschaften und das obwohl das BAC schon deutlich anspruchsvoller als das Abitur ist.

Dennoch zeigt sich jedoch eins: In der gesamten Wirtschaft hat dies quasi keine Auswirkungen, Frankreich geht es trotz der harten Aussortierung nicht besser oder schlechter als Deutschland/USA. Man könnte sogar sagen, dass der Faktor gänzlich unwichtig ist. Auch ist das Aussortieren im ganzen nicht besser, denn viele Anwärter, die durch Zufall, unglückliche Umstände oder andere Hindernisse nicht in die Vorbereitungsklassen kommen, haben kaum eine Chance diesen Umstand wettzumachen.
Auch das die Wirtschaft die Topleute in diesen Klassen vermutet, ist ein Problem für die Jobsuche in Frankreich und führt im Vergleich zu Deutschland zu noch größerer Cliquenbildung in den oberen Etagen, zum Nachteil für Frankreich. Eine höhere Mobilität und Offenheit gegenüber Quereinsteigern, wie sie stellenweise in Deutschland und stark ausgeprägt in den USA existiert, ist damit in Frankreich nicht zu finden.

Es ist auch nicht klar, ob durch diese starke Formalisierung nicht sogar gewisse Eigenschaften unterdrückt werden, oder keine Beachtung finden, die für das spätere Berufsleben wichtig sind. Es ist auf alle Fälle eine Untersuchung wert.

Das krasse Gegenstück wäre natürlich die USA, die ich jedoch gerade bei der Bildung extrem im Hintertreffen sehe. Es wird zu wenig gefordert und zu viel gefördert. Dies liegt einmal an der Erwartungshaltung der Amerikaner, aber vor allem auch an dem blockierenden Lehrpersonal. Die Vergewerkschaftung des Lehrerberufs hat in den USA für mehr Schaden als Vorteile gesorgt. Keine Wandlungsfähigkeit, Entkopplung von Leistung und Bezahlung, Unkündbarkeit statt Motivation zum Wandel.

Damit komme ich auch zum 2. Punkt, dem Spruch meines Arbeitskollegens.
Ich sehe das nicht ganz so. Tendenziell ist der Weg weg vom produzierenden Gewerbe zur Servicekultur nicht schlechter, vor allem wenn man sich in den verkrusteten westlichen Demokratien keine Arbeiter mehr leisten kann. Auch sind nicht alle produzierenden Jobs gleich ungefährlich oder gleich gut für den Arbeiter, besonders was die gesundheitlichen Umgebungsbedingungen angeht.

Die Frage also, ob man überhaupt produzierende Jobs um jeden Preis erhalten sollte, stellt sich sehr wohl. Allerdings kann man hier direkt sagen, nicht um jeden Preis.

Man muss allerdings auch sagen, dass viele Leute BWLer und VWLer verwechseln. Während der eher pragmatische BWLer durchaus öfter für ein outsourcing innerhalb des Unternehmens argumentiert, ist der VWLer mit seinem Wissen um Gesamtzusammenhänge wesentlich vorsichtiger. Generell würde er nichts empfehlen, sondern den Rat geben, dies im Einzelfall zu bewerten. Generell kann der Staat einiges dafür tun, dass produzierende Gewerbe weiterhin im Heimatland bleiben. Keiner dieser Hebel wird von einem Ökonom per se als schlecht bezeichnet, oder als ungeeignet für Frankreich.
Ganz im Gegenteil, viele Ökonomen drängen schon seit Jahren darauf, dass Frankreich sich mehr für produzierendes Gewerbe öffnet.

Allerdings müssen dann natürlich die gesetzlichen Rahmenbedingungen geschaffen werden:


  • niedrige Unternehmenssteuern
  • niedrige Transportkosten
  • niedrige Steuerbelastung bezgl. des Arbeitnehmers
  • geringe Importschranken
  • Preiswerte Energieversorgung

In einem solchen Umfeld, in dem der Arbeiter etwa 110-120% seines Produktionswertes kostet (anstatt nahe zu 200%), können auch saturierte westliche Demokratien noch gewinnbringend produzieren. Dafür gibt es auch gleich mehrere Gründe:


  • gute Infrastruktur
  • sicherer Rechtsstaat und Rechtslage (erprobt über Jahrhunderte)
  • Hochqualifizierte Arbeitskräfte
  • Know-How

Damit kann man zwar immer noch keine T-Shirt Fabriken in France bauen, aber zumindest den Trend umkehren.

Auch muss man doch einmal Frankreich, Deutschland und die USA vergleichen, eben von dem Standpunkt eines Ökonomen. Hier sieht man, dass der Franzose vielleicht denkt, dass er von einem solchen gelenkt wird, aber die politischen und unternehmerischen Denkweisen eben nicht dem klassischen Liberalismus folgen, sondern eher dem modernen Wohlfahrtsstaat und Coporatismus anhängen und zwar in Europa mehr als in den USA. Unter Hollande ist Frankreich wieder Vorreiter in diesem, dicht gefolgt von Merkels "grünem" Deutschland und hinten an die USA unter Obama. Dennoch würde kein Ökonom auf die Idee kommen, dass Frankreich neoliberalen Theorien hinter her rennt. Eher das Gegenteil ist der Fall und das könnte teuer werden.

Wednesday, August 01, 2012

Movie Review: The Dark Knight Rises


Heute hatte ich endlich die Möglichkeit auch den letzten Teil der Triologie zu sehen und damit endlich ein abgerundetes Bild von Christoph Nolan's Idee eines Batman Filmes zu bekommen.
Während ich den zweiten deutlich zu meinen Lieblingsfilmen zähle und der 1. Teil ein eindrucksvoller Anfang war, muss ich gleich vorweg nehmen, der 3. Teil fällt ein bisschen ab. Ab jetzt wie immer: SPOILER ALERT!

Der 3. Teil ist wieder bildgewaltig, actionreich, aber auch mit klugen Dialogen ausgestattet. Doch ein Eindruck bleibt, er ist langatmig. Meiner Meinung nach zu langatmig für einen Actionfilm, der durch sein rasantes Tempo durchaus stellenweise begeistert. Die 164 min spürt man, alleine schon durch die teilweise starken Tempowechsel. Ein Gefecht gegen Bane und dann das langsame abblenden, nach einiger Zeit sorgt das eben für die Erkenntnis: Das dauert jetzt aber.
Generell fällt mir auf, dass oftmals die Showdowns zu sehr hinausgezogen werden. Wenn der letzte Kampf etwas länger dauert, ist das ok, aber nicht wenn alle Zwischenkämpfe genauso lange brauchen.
Man hätte die gleiche Story mit ähnlicher Tiefe auch in wohl 3/4 der Zeit erzählen können.

Bei den Charakteren stechen diesmal nur 2 in den Vordergrund: Bane (Tom Hardy) und Catwoman (Anne Hathaway). Diese zwei Charaktere waren die einzigen wirklich guten Elemente. Bane wegen der überraschenden Wendung, seiner Präsenz als übermächtiger Bösewicht und eines wirklich charismatischen Auftretens, dank einer teuflich dunklen Stimme (nur OV - der größte Nachteil der deutschen Version).
Catwoman wegen der moralischen Grauzone und ihres zwiespältigen Lebens, aber auch weil Sie der einzige Charakter ist, der wirklich eine moralische Änderung im Film durchmacht. Der Rest wirkt dagegen statisch.

Batman (Christian Bale) und Alfred (Michael Caine) spielen das gewohnte Team, und auch wenn die Konfrontation der beiden eine momentane Änderung mit sich bringt, so tut diese dem Film nicht unbedingt gut; war doch Alfred oft das stille Gewissen Batmans und das fehlt ein wenig. Commissioner Gordon (Gary Oldman), sowie der vermutlich zukünftige Robin (Daniel Sunjata) - reine Spekulation auf Grund der Länge der Bildschirmpräsenz, spielten ihre Rolle ganz ordentlich, ohne jedoch diesmal zu glänzen (wie auch Morgan Freeman als Q... aehm, Fox). Eine Enttäuschung trotz der eigentlich überraschenden Enthüllung zeigt sich Marion Cotillard; sehr blasse Rolle mit einer blassen Interpretation. Selbst Qui Gon-Jinn (Liam Neeson) war hier eindrucksvoller, obwohl er gefühlte 30 sec. auf der Leinwand verbrachte.

Und der Film selbst? Nun ja, er ist mehr oder weniger von Flashbacks und Wiederholungen durchsäht, da man den geneigten Zuschauer erst einmal abholen muss (scheinbar geht man davon aus das nicht jeder die vorigen Filme gesehen hat). Dies lässtden Film stellenweise etwas zerfahren wirken und hilft der sonst recht geraden Linie nicht. Die Idee für das Matt zwischen Regierung und Bane's Armee ist gelungen und erinnert an das Prisoner Dilemma im 2. Teil. Die Anspielungen an die Occupy Bewegung und deren Börsenhaß wurde noch irgendwie reingebracht, auch noch der Haß gegen Reiche, wobei es hier eine interessante Wendung gibt. Es wird vorgeführt, warum eine Demokratie ohne eine undemokratische Verfassung zum schlimmsten Gemetzel führt (Anleihe: Regime Terreur der franz. Revolution) und warum auch die Minderheit Reiche den gleichen Schutz wie alle Minderheiten vor der Demokratie benötigen. Nur weil die Mehrheit glaubt, dass etwas gerecht ist, muss es noch nicht moralisch vertretbar sein.
Leider wird all das nur angedeutet und nicht ausgeformt, was allerdings im Rahmen eines Actionfilms nicht immer möglich ist.

Man sieht in dem Film einige wirklich sehr gute Filmographie-Compositionen, die eindrucksvoll wirken, aber im Gesamtzusammenhang nicht passen. Allein die Szenenreihe, die mit der amerikanischen Nationalhymne im Football-Stadium vom Gotham beginnt, ist sehenswert. Leider passt Sie nicht zu den Szenen aussen herum, sie hat keinen großen Stellenwert, sie ist nicht Alpha noch Omega. Stattdessen steht sie alleine da und findet keinen thematischen Anschluß. Nichts deutet darauf hin, dass diese Art der Kameraführung irgendwo schon einmal in der Exposition verwendet wird. Auch der Sprecher aus dem OFF wird meines Erachtens zu oft eingesetzt und verliert somit die bindende Wirkung; weniger Reden mehr zeigen, würde man gerne sagen.

Doch eigentlich muss man sagen, ist das meckern auf recht hohem Niveau, denn für einen Actionfilm ist er immer noch der Beste dieses Jahres, oder zumindest einer der Besten; es kommen ja noch einige.

Bewertung: 4/5

Monday, July 30, 2012

Review: Darkest Hour

Jetzt auch mal wieder ein Film-Review an dieser Stelle. Nachdem ich im letzten halben Jahr nur sporadisch dazu kam Filme zu schauen, was unter anderem an der hohen Qualität heutiger US Serien liegt, habe ich jetzt mal wieder die Regentage genutzt einen Film zu schauen.
Darkest Hour hatte als Katastrophenfilm Marke Independence Day oder Cloverfield mich schon im Trailer fasziniert. Wer den Film noch nicht kennt, sollte wissen, dass ab jetzt auch kleine Spoiler kommen.

Darkest Hour ist mehr wie Cloverfield oder Battlefield LA, denn wie Independence Day. Es dreht sich alles um Individuen und deren Wahrnehmung anstatt um die Vorgänge innerhalb der Regierung und der jeweiligen Militärs. Ich finde diesen Trend persönlich gut, da die Filme spannender, realer und tiefgründiger werden. Sie beschäftigen sich mit menschlichen Schicksalen anstatt mit den großen übermächtigen Plänen von Regierungen. Ein weiterer Trend ist die Tatsache, dass Militärs machtlos und ungerüstet sind. In Independence Day (wie in den meisten Emmerich Filmen) ist der Staat allmächtig und er und seine ausgewählten Heroen (Griechische Sagen *hust*) retten die Welt am Ende gegen die Aliens. In den meisten Katastrophenfilmen ab dem Jahr 2000 jedoch ist das genau anders herum. Der Staat ist ohnmächtig im Angesicht der Aliens und die Militärs sind schrecklich falsch ausgerüstet. Dies mag eine direkte Reaktion auf die Zunahme an asymmetrischen Kriegen in der Welt sein, denn auch im Irak und in Afghanistan kämpfen diese zwei ungleichen Gruppen oder aber, es ist einfach ein größeres Interesse an emotionalen Schicksalen des Individuums.

Der Film selbst hat einen ausgeglichenen Spannungsbogen und schreckt auch nicht vor notwenidgen Maßnahmen zurück, was ich persönlich gut finde, aber nicht jedem gefallen wird. Zumindest trifft es meist blasse Schauspieler, weshalb man den Autoren nicht wirklich böse sein kann.

Das Ende des Films ist offen, allerdings mit einem optimistischen Ausblick, was den Film absetzt von anderen Katastrophenfilmen wie z.B. Cloverfield oder Battlefield LA.
Wenn man den Film jedoch in ein paar Worten zusammenfassen muss, dann würde ich sagen der größte Bonus ist die Tatsache, dass der in Moskau und damit in Russland und nicht in den USA spielt! Die Bilder aus dem leeren Moskau sind einfach wunderbar und etwas frisches für die NY-verwöhnten Augen.

Results: 3/5 Stars

Thursday, July 05, 2012

4th of July

Dieses Jahr bin ich etwas spät dran, eine kleine Widmung an den Unabhängigkeitstag der USA zu hinterlassen (eigentlich ja der 2. August, also hätte ich noch Zeit). Dennoch mag ich es im Nachtrag einreichen, man hat ja immerhin eine gute Ausrede. Am 4. habe ich immerhin Rum Diaries mit Johnny Depp angeschaut und wer könnte die USA besser beschreiben als der leider viel zu unbekannte Hunter S. Thompson, der Vater des Gonzo-Journalismus.

Dieses Jahr möchte ich die USA mal von einer anderen Seite beleuchten, da ich zur Zeit mit Erik von Kühnelt-Leddhin - Leftism REvisited: From De Sade and Marx to Hitler and Pol Pot lese. Die USA ist wohl das einzige noch verbleibende Land, dass wirklich noch dem Gedanken der Republik verschrieben ist und nie mals eine "demokratische" Periode durch gemacht hat. Man vergleiche das nur einmal mit dem unheiligen Geschehnissen während und nach der franz. Revolution oder gar mit dem unglaublich blutigen Vorgängen in Deutschland, in dem Freiheit viel weniger wichtig als Religionskriege war.
Etwas das viele nicht wissen, ist, dass die USA und vor allem deren "Gründerväter" sehr wohl zu einem großen Teil Monarchisten waren und ähnlich den Engländern durchaus eine Verbindung von Monarchie und Konstitution zu schätzen gewusst hatten. Eben jene Gründerväter wie Hamilton aber auch Adams haben sehr lange an eine mögliche konstitutionelle Monarchie geglaubt und wäre nicht George König von England gewesen, dann hätte es vielleicht geklappt.

Wäre es besser gewesen? Wer weiß, allerdings muss man sagen, dass keine Monarchie auch nur annährend die Greultaten begangen hat wie die Demokratien des 20. Jahrhunderts. Das sollte einem zu denken geben.