"Liebe Spiegel-Redaktion,
interessant einseitig Ihre Berichterstattung, genauso wie auch die Wortwahl von Mr. "Bipartisan" Obama. Erst rammt er eine Reform des Gesundheitswesens gegen den Willen der Republikaner durch und jetzt erwartet er, dass diese ohne Zugeständnisse klein bei geben? So funktioniert Demokratie nicht einmal in Deutschland (zumindest nicht nach 45 - siehe diese Wahl inkl. Koalitionsverhandlungen).
President Obama hat einiges an gutem Willen hier verspielt. Er sollte die Autoritätsperson sein, die beide Seiten an den Verhandlungstisch zwingt, aber das hat er mit seiner Einseitigkeit gleich verspielt. Dann kann man ihm auch vorwerfen, dass er seit 8 JAHREN ohne funktionierendes Budget regiert. Und das obwohl vor 4 Jahren er sogar beide Häuser unter Demokratischer Kontrolle hatte! Und jetzt erwartet er ein Einknicken der Republikaner, ich glaube da hat er sich verkalkuliert.
Es hilft sicher auch nicht, dass der General Attorney Eric Holder eigentlich privat-finanzierte Teile der Exekutive zu schließen, wo sie doch in allen früheren Shutdowns offen blieben. Darüber hinaus betreibt man wieder die übliche Geiselhaft von öffentlich-rechtlichen Einrichtungen, die es so in der Privatwirtschaft nie gäbe. Man schließt als erstes die symbolträchtigen und gut besuchten Sehenswürdigkeiten und lässt die unbeliebteren (dafür scvheint ja Geld da zu sein) offen. Capitol, Lincoln Denkmal etc. werden verbarrikadiert. Kein privates Unternehmen würde in der Krise seine cash-cows schließen, das könnte man sich nicht leisten!
Alles in allem eine schwache Vorstellung von dem europa-nahen Vorzeige-Präsidenten. Es wäre schön, wenn solche Punkte auch mal bei den Qualitätsmedien in Deutschland erscheinen würden."
Sunday, October 06, 2013
Saturday, October 05, 2013
Re: Erderwärmung: Klimaphysik ist keine Metaphysik
Schon der Titel ist einladend und hätte auch einem Gegner des Katastrophenklimatismus gut gepasst. Der Artikel selbst ist sehr polemisch, setzt sich allerdings auchmit einem Polemiker von der Gegenseite auseinander. Jedoch sind erstaunlich wenige belegbare Fakten in Ihm erhalten und wenn dann wurde die Wahrheit nur am Rande touchiert. Man muss nicht mal lange suchen, um einige der Aussagen als sehr löchrig anzusehen. Aber man lese ihn doch einfach selbst.
Man darf natürlich von einem Politiker nicht zu viel erwarten, von einem Grünen erst Recht nicht. Es ist auch mal wieder schön zu sehen, dass der Herr der Gegenseite üble Motive zum Schaden der Menschheit unterstellt, so macht man sich natürlich noch diskusionswürdiger.
Doch suchen wir uns einmal die Fakten aus diesem Machwerk heraus.
Der ARtikel beginnt mit einer Referenz auf die Milleniumziele. Das ist schön und gut, aber hat nicht wirklich viel mit Klimaerwärmung zu tun, dass würde sogar ein Michael Mann zugeben müssen. Milleniumsziele ist ein UN-Programm, dass gewisse weltweite Ziele zum sozialen Fortschritt formulierte, die alle samt sehr optimistisch waren. Allerdings sind das politische Probleme, die weniger mit irgendeiner Klimaerwärmung zu tun haben, sondern mit lokalen, regionalen Wirtschaftsproblemen. Auch in Europa und den USA, Canada und Australien gibt es Dürren, Stürme, Tornados und Ernteausfälle, trotzdem ist das Leben dort relativ sicher.
Dann bezieht er sich auf einen alten Kommentar in der Welt, den ich nicht so leicht finden kann, weil man keinen Titel angibt (setzen, 6!) und nur das Datum. So kann auch keiner der Leser dies überprüfen. Herr Palmer ist wohl noch nicht im 21. Jhr. angekommen, man kann dort auch Links im Web einfügen, das geht ganz schnell! Aber lassen wir diese Unsauberkeit mal aussen vor, wahrscheinlich herrscht hier eh wieder nur Polemik.
Kommen wir lieber zum neusten Sachstandbericht der IPCC AR5. Ja, sie warnen in einem fiktiven Szenario mit 5° Temperaturerhöhung vor eben jenen Hungerkatastrophen, allerdings auch nur MÖGLICH. Es wurde keine Aussagewahrscheinlichkeit genannt, was einen etwas stutzig machen kann. Für die Zeit zwischen 1880 und heute gibt es übrigens keinen statistischen Beleg, dass solche Katastrophen zu genommen haben. Tatsächlich haben die Menschen heute mehr zu Essen als damals und können besser mit immer noch gleich starken Naturkatastrophen umgehen.
Hier hat er auch einen interessanten Punkt, den man aufgreifen sollte:
jene Gegenden und Gesellschaften verheeren wird, die heute schon unterentwickelt sind und nicht unsere technischen und ökonomischen Möglichkeiten zur Anpassung haben.
Der letzte Halbsatz sollte eigentlich jedem zu denken geben, der diesem Politiker sofort geglaubt hatte. Er empfiehlt also unsere Wirtschaftskraft und unser Wachstum einzuschränken, damit wir ganz sicher NICHT die Möglichkeiten haben uns anzupassen, wenn eine Katastrophe kommt (die übrigens auch bei 1 °C weniger kommen würde). Das klingt nach einem vernünftigen Plan. Sehen Sie, Herr Palmer ich kann auch polemisch sein. Hier treffe ich jedoch auf einen tieferen wunden Punkt, er beschwört zwar die Klimakrise, kann aber keine Auswege zeigen, denn eine blose Arretierung oder Senkung auf das Niveau von 1880 würde uns ja auch nicht vor regionalen Wetterschwankungen, wie Dürren oder Sturmfluten beschützen, die gab es schon damals (siehe Hamburg, siehe Frankreich).
Danach setzt er sich weiter mit dem anderen Artikel auseinander, was nichts weiter als Ad-Hominem und politisches Geblubbere ohne Fakten ist.
Wahrscheinlich hat er dann aber mit seiner Annahme das 99% der wissenschaftlichen Publikationen den menschengemachten Klimawandel akzeptieren Recht. Erstens müssen Sie das um Fördergelder nicht zu verlieren und zweitens ist das so generell ja auch nicht falsch! Wir haben das Klima seit über 4000 Jahren beeinflusst, seit dem wir angefangen haben Holz zu fällen und später dann Städte und Straßen zu bauen. Agrarland sehe in der wilden Natur auch nicht so aus, wie es heute aussieht. Ich glaube aber das meint er nicht, er meint damit seiner Ideologie folgend "böse Methoden", wie fossile Brennstoffe zu verbrennen und deren Abgase CO2 in die Atmosphäre entweichen zu lassen. Tja, aber mit diesen Brennstoffen und dieser Konzentration erklären sich gerade mal bis zu 1°C Temperaturunterschied zum Beginn der Industriellen Revolution. 1°C ist aber nicht tragisch und führt auch nicht zu irgendwelchen Katastrophen.
Alle wissenschaftlichen Skeptiker verneinen das nicht einmal, sie sagen aber dass die Feedbackwirkung von 2-6°C irrational und unbelegbar ist.
Es regt mich oft wirklich auf, dass andere Leute so negativ argumentieren, als ob Sie nicht einfach ein bisschen Abstand von Ihrer politischen Meinung nehmen könnten. Zu diesem Thema kann ich nur Arnold Kling's Buch "The Three Languages of Politics" empfehlen.
Auch die Temperaturen steigen schon seit 1998 nicht mehr und nicht erst seit 2007 und besonders in den Tropen (dem Ursprung der Wärmeentwicklung) gibt es sogar eine noch gnadenlosere Abweichung von Simulation und Daten. Man könnte meinen der Politiker hätte nicht den Sachstandsbericht, sondern politischen Bericht der IPCC gelesen. Damit ist er natürlich schlecht informiert und dem Gegner schlechte Informationsaufnahme zu attestieren, anstatt seine Argumente zu widerlegen, dass ist typisch für Journalisten und Politiker.
Es stimmt zwar, dass man genaue Vorhersagen auf Jahr, Monat und Grad nicht leisten kann, aber globale multi-decadische Trends sollten dann doch nachvollziehbar sein. Doch schon bei der PDO (pazifischen dekadischen Oszillation) haben diese Modelle Probleme, was einem zu denken geben sollte.
Auch dieses Zitat ist eine Fehlzündung sonders gleichen:
Das ist der schnelle Weg zum Endsieg, oder wie soll man die Abwesenheit jeglicher Wahrscheinlichkeiten und Risiken deuten. Sollte der Klimawandel so eintreten, wie von Ihm prognostiziert, dann wäre das tatsächlich eine Katastrophe. Aber auch ein Asteroideneinschlag ist eine Katastrophe, und dennoch bewegen wir nicht alle finanziellen Mittel und Möglichkeiten, um ihn zu verhindern. Das ist übrigens ein großer Fehler, zumindest nach Tyler Cowen, da ein solcher Incident wesentlich wahrscheinlicher in dern nächsten 300 Jahren ist als die Klimakatastrophe.
Über die Eisschmelze mag ich jetzt nicht reden, dass ist ein ganz anderes Thema, wie auch der Meerwasserspiegelanstieg. Außerdem hat der junge Mann sich jetzt schon genug um Kopf und Kragen geredet, als das man ihm auch noch hier einige Denkzettel verpassen muss.
weitere Quellen:
UN IPCC AR5 Models and Criticism - summary by Reason.com
The 2013 IPCC AR5 Report: Facts vs. Fiction
Man darf natürlich von einem Politiker nicht zu viel erwarten, von einem Grünen erst Recht nicht. Es ist auch mal wieder schön zu sehen, dass der Herr der Gegenseite üble Motive zum Schaden der Menschheit unterstellt, so macht man sich natürlich noch diskusionswürdiger.
Doch suchen wir uns einmal die Fakten aus diesem Machwerk heraus.
Der ARtikel beginnt mit einer Referenz auf die Milleniumziele. Das ist schön und gut, aber hat nicht wirklich viel mit Klimaerwärmung zu tun, dass würde sogar ein Michael Mann zugeben müssen. Milleniumsziele ist ein UN-Programm, dass gewisse weltweite Ziele zum sozialen Fortschritt formulierte, die alle samt sehr optimistisch waren. Allerdings sind das politische Probleme, die weniger mit irgendeiner Klimaerwärmung zu tun haben, sondern mit lokalen, regionalen Wirtschaftsproblemen. Auch in Europa und den USA, Canada und Australien gibt es Dürren, Stürme, Tornados und Ernteausfälle, trotzdem ist das Leben dort relativ sicher.
Dann bezieht er sich auf einen alten Kommentar in der Welt, den ich nicht so leicht finden kann, weil man keinen Titel angibt (setzen, 6!) und nur das Datum. So kann auch keiner der Leser dies überprüfen. Herr Palmer ist wohl noch nicht im 21. Jhr. angekommen, man kann dort auch Links im Web einfügen, das geht ganz schnell! Aber lassen wir diese Unsauberkeit mal aussen vor, wahrscheinlich herrscht hier eh wieder nur Polemik.
Kommen wir lieber zum neusten Sachstandbericht der IPCC AR5. Ja, sie warnen in einem fiktiven Szenario mit 5° Temperaturerhöhung vor eben jenen Hungerkatastrophen, allerdings auch nur MÖGLICH. Es wurde keine Aussagewahrscheinlichkeit genannt, was einen etwas stutzig machen kann. Für die Zeit zwischen 1880 und heute gibt es übrigens keinen statistischen Beleg, dass solche Katastrophen zu genommen haben. Tatsächlich haben die Menschen heute mehr zu Essen als damals und können besser mit immer noch gleich starken Naturkatastrophen umgehen.
Hier hat er auch einen interessanten Punkt, den man aufgreifen sollte:
jene Gegenden und Gesellschaften verheeren wird, die heute schon unterentwickelt sind und nicht unsere technischen und ökonomischen Möglichkeiten zur Anpassung haben.
Der letzte Halbsatz sollte eigentlich jedem zu denken geben, der diesem Politiker sofort geglaubt hatte. Er empfiehlt also unsere Wirtschaftskraft und unser Wachstum einzuschränken, damit wir ganz sicher NICHT die Möglichkeiten haben uns anzupassen, wenn eine Katastrophe kommt (die übrigens auch bei 1 °C weniger kommen würde). Das klingt nach einem vernünftigen Plan. Sehen Sie, Herr Palmer ich kann auch polemisch sein. Hier treffe ich jedoch auf einen tieferen wunden Punkt, er beschwört zwar die Klimakrise, kann aber keine Auswege zeigen, denn eine blose Arretierung oder Senkung auf das Niveau von 1880 würde uns ja auch nicht vor regionalen Wetterschwankungen, wie Dürren oder Sturmfluten beschützen, die gab es schon damals (siehe Hamburg, siehe Frankreich).
Danach setzt er sich weiter mit dem anderen Artikel auseinander, was nichts weiter als Ad-Hominem und politisches Geblubbere ohne Fakten ist.
Wahrscheinlich hat er dann aber mit seiner Annahme das 99% der wissenschaftlichen Publikationen den menschengemachten Klimawandel akzeptieren Recht. Erstens müssen Sie das um Fördergelder nicht zu verlieren und zweitens ist das so generell ja auch nicht falsch! Wir haben das Klima seit über 4000 Jahren beeinflusst, seit dem wir angefangen haben Holz zu fällen und später dann Städte und Straßen zu bauen. Agrarland sehe in der wilden Natur auch nicht so aus, wie es heute aussieht. Ich glaube aber das meint er nicht, er meint damit seiner Ideologie folgend "böse Methoden", wie fossile Brennstoffe zu verbrennen und deren Abgase CO2 in die Atmosphäre entweichen zu lassen. Tja, aber mit diesen Brennstoffen und dieser Konzentration erklären sich gerade mal bis zu 1°C Temperaturunterschied zum Beginn der Industriellen Revolution. 1°C ist aber nicht tragisch und führt auch nicht zu irgendwelchen Katastrophen.
Alle wissenschaftlichen Skeptiker verneinen das nicht einmal, sie sagen aber dass die Feedbackwirkung von 2-6°C irrational und unbelegbar ist.
Es gibt einen wissenschaftlichen Konsens über die seit 1960 gemessene Zunahme der Kohlendioxidkonzentration in der Atmosphäre um 20 Prozent und den daraus folgenden Treibhauseffekt, der vergleichbar mit der Einigkeit darüber ist, dass die Gravitation Äpfel zur Erde fallen lässt. Klimaskeptiker sind Leute, die an die Stelle dieser Erkenntnis obskure Alternativerklärungen setzen, um die menschliche Sucht nach fossiler Energie zu rechtfertigen.Hier seine Zitat und oben hat man ja die einfache Widerlegung gelesen. Es scheint mir, dass ich mehr darüber weis, wie er denkt, als er über wie ich es tue. Das ist übrigens wissenschaftlich schon untersucht worden: Liberale Theoretiker können sich besser in die Vorstellungen von Konservativen und Linken hineindenken und deren Argumentation imitieren, als dass dies Linke oder Konservative bei Ihnen können. Das liegt wohl ein bisschen in unserer Natur als Parteienloser.
Es regt mich oft wirklich auf, dass andere Leute so negativ argumentieren, als ob Sie nicht einfach ein bisschen Abstand von Ihrer politischen Meinung nehmen könnten. Zu diesem Thema kann ich nur Arnold Kling's Buch "The Three Languages of Politics" empfehlen.
Auch die Temperaturen steigen schon seit 1998 nicht mehr und nicht erst seit 2007 und besonders in den Tropen (dem Ursprung der Wärmeentwicklung) gibt es sogar eine noch gnadenlosere Abweichung von Simulation und Daten. Man könnte meinen der Politiker hätte nicht den Sachstandsbericht, sondern politischen Bericht der IPCC gelesen. Damit ist er natürlich schlecht informiert und dem Gegner schlechte Informationsaufnahme zu attestieren, anstatt seine Argumente zu widerlegen, dass ist typisch für Journalisten und Politiker.
Es stimmt zwar, dass man genaue Vorhersagen auf Jahr, Monat und Grad nicht leisten kann, aber globale multi-decadische Trends sollten dann doch nachvollziehbar sein. Doch schon bei der PDO (pazifischen dekadischen Oszillation) haben diese Modelle Probleme, was einem zu denken geben sollte.
Auch dieses Zitat ist eine Fehlzündung sonders gleichen:
Und gleich, welches Szenario man innerhalb der wissenschaftlichen Unsicherheit zugrunde legt, die Kosten und Konsequenzen des Klimawandels rechtfertigen in jedem Fall den Begriff "Katastrophe".
Das ist der schnelle Weg zum Endsieg, oder wie soll man die Abwesenheit jeglicher Wahrscheinlichkeiten und Risiken deuten. Sollte der Klimawandel so eintreten, wie von Ihm prognostiziert, dann wäre das tatsächlich eine Katastrophe. Aber auch ein Asteroideneinschlag ist eine Katastrophe, und dennoch bewegen wir nicht alle finanziellen Mittel und Möglichkeiten, um ihn zu verhindern. Das ist übrigens ein großer Fehler, zumindest nach Tyler Cowen, da ein solcher Incident wesentlich wahrscheinlicher in dern nächsten 300 Jahren ist als die Klimakatastrophe.
Über die Eisschmelze mag ich jetzt nicht reden, dass ist ein ganz anderes Thema, wie auch der Meerwasserspiegelanstieg. Außerdem hat der junge Mann sich jetzt schon genug um Kopf und Kragen geredet, als das man ihm auch noch hier einige Denkzettel verpassen muss.
weitere Quellen:
UN IPCC AR5 Models and Criticism - summary by Reason.com
The 2013 IPCC AR5 Report: Facts vs. Fiction
Monday, September 23, 2013
Will der Osten wieder zur DDR werden?
Mehr als 20 Jahre nach dem Mauerfall und der Öffnung der DDR hat der Osten wieder überwältigend für die SED-Nachfolgepartei gewählt. Die Infografik des Bundes ist hier wirklich eindeutig, woher die Linke die Stimmen hat:
Dies ist natürlich nichts gegenüber dem sensationellen Wahlerfolg der AfD. Wahrscheinlich in der Geschichte der BRD einmalig, da weder die Grünen noch die Piraten im ersten Jahr mithalten können!
Dies ist natürlich nichts gegenüber dem sensationellen Wahlerfolg der AfD. Wahrscheinlich in der Geschichte der BRD einmalig, da weder die Grünen noch die Piraten im ersten Jahr mithalten können!
Sunday, September 22, 2013
When left and right converge - How totalitarian systems develop
When we think about political systems in most western democracies, we can take a bird's eye view that generalizes two political entities. The Left and the Right. While of course this is a very broad concept, these differences are also perceived by most mainstream journalists and the man on the street. It seems that a mono-directional scale is the most the majority can suffer, more detail would only pose problems of sorts.
So, let's take these two sides for granted and leave complicated elements like Libertarians out of it. So why do we who are not in the middle but outside of this spectrum so worried about the actual center of it.
Well, you could say it does mean that after a time both sides have been in power. Some years it was the left (Democrats, SPD/Greens etc.) and sometimes it was the right (Republicans, CDU etc.).
The two sides have very fundamentally different views on life. Both on the elite level see themselves as superior and wise. They both believe the rabble has no idea about the right way to live and govern. How I can come to such a straightforward conclusion? Just think about it.
The Left believes that the poor and downtrodden are victims, some are victims of the evil right, some are victims of themselves, because they are deluded or stupid. In every case, they have to be helped and encouraged to do the right thing. This means that the state has to create services that help them (e.g. give money to them), but also to nudge them in the right direction (Food Stamps rather than pure money).
The right on the other hand has also a negative view of the poor and downtrodden, however, they also believe they are malicious and devious. They believe that those moochers will take every opportunity to ransack the social services, if they are not surveilled and guided by a strong paternalistic state.
Now I leave it up to you what will happen after several power changes in a state and a certain smoothing and averaging. You will have the worst of both sides. The surveillance state of the Right and the paternalistic tendencies of the Left.
This is what modern democracies in the western worlds work towards. It is what in most cases we already have in China. A really brave new world, imo.
So, let's take these two sides for granted and leave complicated elements like Libertarians out of it. So why do we who are not in the middle but outside of this spectrum so worried about the actual center of it.
Well, you could say it does mean that after a time both sides have been in power. Some years it was the left (Democrats, SPD/Greens etc.) and sometimes it was the right (Republicans, CDU etc.).
The two sides have very fundamentally different views on life. Both on the elite level see themselves as superior and wise. They both believe the rabble has no idea about the right way to live and govern. How I can come to such a straightforward conclusion? Just think about it.
The Left believes that the poor and downtrodden are victims, some are victims of the evil right, some are victims of themselves, because they are deluded or stupid. In every case, they have to be helped and encouraged to do the right thing. This means that the state has to create services that help them (e.g. give money to them), but also to nudge them in the right direction (Food Stamps rather than pure money).
The right on the other hand has also a negative view of the poor and downtrodden, however, they also believe they are malicious and devious. They believe that those moochers will take every opportunity to ransack the social services, if they are not surveilled and guided by a strong paternalistic state.
Now I leave it up to you what will happen after several power changes in a state and a certain smoothing and averaging. You will have the worst of both sides. The surveillance state of the Right and the paternalistic tendencies of the Left.
This is what modern democracies in the western worlds work towards. It is what in most cases we already have in China. A really brave new world, imo.
Thursday, September 19, 2013
Energiewende - Update 19.09.2013
Als Reaktion auf die Energiewende und das Überangebot an teurer, aber abnahmepflichtiger, Elektrizität plant RWE jetzt den Personalstock im Kraftwerksbereich zu reduzieren und die Gehälter einzufrieren. Ein großer Aufschrei bei den Gewerkschaften - warum die Mitläufer jetzt aufschreien verstehe ich nicht - ist zu hören. Der Spiegel berichtet. 3000 Stellen sollen entfallen, so RWE. Letztlich werden es wahrscheinlich weniger, was dann RWE als Kompromiss mit den Gewerkschaften verkauft. Aber schaffen die Erneuerbaren auch 3000 Stellen? Vielleicht in China, wo man preisgünstigere subventionierte Solarzellen herstellt, aber selbst dort glaube ich nicht an die 3000 Stellen, es muss ja preiswert bleiben.
Wenn das Produkt preiswert ist, kann man mehr für die Humane Komponente ausgeben, bei geringer Marge wird das immer schwerer.
Nach Siemens jetzt also schon der zweite Konzern mit Schlagseite durch die Energiewende, bei der RWE jedoch nicht wie bei Siemens durch einen etwas realitätsfernen Manager ausgelöst. Ich hoffe der liebe Herr Löscher bekommt in keinem Industriekonzern mehr die Chance, er scheint einer jener Menschen zu sein, die sich von Heilsversprechen auf Tupperwarefahrten locken lassen. Etwas mehr Durchblick und Rationalität hätte dem Konzern gut getan. Statt dessen ist er großspurigen Versprechen aufgesessen und eventuell noch der Hoffnung Subventionen in großem Stil abgreifen zu können (Hallo, JCD!).
Mal sehen wer der nächste Kandidat in Deutschland ist.
Wenn das Produkt preiswert ist, kann man mehr für die Humane Komponente ausgeben, bei geringer Marge wird das immer schwerer.
Nach Siemens jetzt also schon der zweite Konzern mit Schlagseite durch die Energiewende, bei der RWE jedoch nicht wie bei Siemens durch einen etwas realitätsfernen Manager ausgelöst. Ich hoffe der liebe Herr Löscher bekommt in keinem Industriekonzern mehr die Chance, er scheint einer jener Menschen zu sein, die sich von Heilsversprechen auf Tupperwarefahrten locken lassen. Etwas mehr Durchblick und Rationalität hätte dem Konzern gut getan. Statt dessen ist er großspurigen Versprechen aufgesessen und eventuell noch der Hoffnung Subventionen in großem Stil abgreifen zu können (Hallo, JCD!).
Mal sehen wer der nächste Kandidat in Deutschland ist.
Monday, September 09, 2013
Lesezirkel: Was ich zur Zeit lese
Neben einer Doktorarbeit über die Verwendung von P4C-Polygonprofilen bei Biegeumlauf- und Torsionsbelastung, beschäftigen mich zur Zeit zwei Bücher:
1. The Tyrant's Law - Daniel Abraham
Fantasy mit einem interessanten Grundgerüst über die 13 Menschenrassen und wie sie in einer Welt nach dem "Tod" der Drachen leben. Was die Geschichten besonders interessant macht, ist die ökonomisch belesene Feder des Autors, der eine Welt skizziert, wie sie auch in der Realität existieren könnte. Man merkt, dass er seine Bildung im Bereich Ökonomie und Sozialwissenschaften hatte und das fördert das Niveau der Erzählung ungemein. Interessant auch der Plot um eine weibliche Protagonistin, die Ziehtochter eines Bankers, welche nun ihre eigene Filiale aufbauen möchte.
2. Escape from Camp 14 - Blaine Harden
Die unglaubliche Schilderung des Entkommens eines nordkoreanischen Kindes, dass in einem Konzentrationslager (Lager 14) geboren und aufgewachsen ist. Wer danach nicht direkt für eine Zerstörung der Nordkoreanischen Schreckensherrschaft ist, der hat wirklich kein Herz. Und an alle Apologeten und Denis Rodman's dieser Welt, ich kann euch nicht verstehen und hoffe ihr ändert eure Meinung bevor es zu spät ist.
1. The Tyrant's Law - Daniel Abraham
Fantasy mit einem interessanten Grundgerüst über die 13 Menschenrassen und wie sie in einer Welt nach dem "Tod" der Drachen leben. Was die Geschichten besonders interessant macht, ist die ökonomisch belesene Feder des Autors, der eine Welt skizziert, wie sie auch in der Realität existieren könnte. Man merkt, dass er seine Bildung im Bereich Ökonomie und Sozialwissenschaften hatte und das fördert das Niveau der Erzählung ungemein. Interessant auch der Plot um eine weibliche Protagonistin, die Ziehtochter eines Bankers, welche nun ihre eigene Filiale aufbauen möchte.
2. Escape from Camp 14 - Blaine Harden
Die unglaubliche Schilderung des Entkommens eines nordkoreanischen Kindes, dass in einem Konzentrationslager (Lager 14) geboren und aufgewachsen ist. Wer danach nicht direkt für eine Zerstörung der Nordkoreanischen Schreckensherrschaft ist, der hat wirklich kein Herz. Und an alle Apologeten und Denis Rodman's dieser Welt, ich kann euch nicht verstehen und hoffe ihr ändert eure Meinung bevor es zu spät ist.
Monday, August 19, 2013
Fracking - Ein Punkt der gerne Vergessen wird
Tja, meine Meinung zum Fracking habe ich mir noch lange nicht gebildet. Es gibt durchaus Punkte, warum wir in Deutschland vor allem Süden darauf verzichten sollten. Das gleiche gilt übrigens auch für Geothermiebohrungen, wie es sich vor kurzem wieder an der Deutsch-Schweizerischen Grenze gezeigt hat. Es ist einfach gefährlich in geologisch aktiven Gebieten, wie den Alpen zu bohren. Die Chance das es hier zu tektonischen Bewegungen kommt, ist einfach zu groß, auch wenn sich dadurch energetische Quellen, sei es Erdöl oder Geothermie, erschließen lassen. Es müsste vorher einen Weg geben diese externen Gefahren ordentlich einzupreisen, d.h. zu sagen, dass es eine Versicherung gibt falls mal eine Ortschaft dadurch Schaden nimmt.
Allerdings wird auch viel Unsinn über Fracking erzählt, besonders was "Gas in der Wasserleitung" angeht. Noch schlimmer sind die Bedenken gegenüber der Gaspipeline nach New York City. Hier zeigt sich, dass viele religiöse und linke Spinner richtig wissenschaftsfeindlich sind, wenn es ihrer Ideologie widerspricht. Die Bedenken sind einfach nur Bullsh*t und zeigen, dass das Gesamtthema wissenschaftlich nicht verstanden wurde.
Es ist jedoch auch interessant zu sehen, dass hier zu Lande genauso viel Unwissenheit herrscht. Es ist zum Beispiel schrecklich anzuhören, dass viele von der "neuen", "gefährlichen" Technik des Frackings sprechen. Sie ist jedoch nicht neu. Die Basis des Frackens wird schon seit mehr als 60 Jahren genutzt um versiegende Erdölquellen noch einmal rentabel zu machen, um auch die letzten Kubikmeter Öl zu fördern. Bisher wurde dabei auch schon Frackingfluid eingesetzt, um damit das Öl aus der Erde zu pressen. Es hat jedoch Keinen und Niemand interessiert. Es gab keine größeren Probleme damit. Genauer gesagt waren die Ölförderungen im Golf vom Mexico gefährlicher als das Fracken in den meisten kontinentalen Erdölquellen.
Was aber ist denn jetzt so neu und aufregend, dass jeder darüber reden muss? Nun, das ist die Tatsache, dass man heute Fracken zusammen mit horizontalem Bohren verbindet. Man möchte damit neue Erdöltaschen öffnen, die vorher nur mit einer zweiten Bohrung, die eventuell Instabilitäten verursacht hätte, oder zu viel kosten würde, zu erreichen waren.
Die Probleme mit möglichen Erdbewegung auf Grund von der Anbohrung von geologischen Spannungszonen ist nicht neu und auch nicht größer als sie bei der gerne ökoglorifizierten Geothermie ist.
Letztlich haben alle Energiegewinnungsarten Ihre Vorteile und Nachteile und Risiken. Es kommt darauf an, diese richtig zu bewerten, einen passenden Preis zu berechnen und dann entsprechend der sinnhaften Priorisierung zu nutzen. Leider ist dies in unseren Breitengraden nicht mehr möglich, da allein schon die ersten beiden Punkte oft vereitelt werden. Die Bewertung ist nicht möglich, da emotionale und ideologische Meinungsunterdrückung in den Vordergrund rutschen. Preisbildung ist nicht möglich, da eben jene Pressemeinung dazu führt, dass sich die Politik dazwischenstellt und meint alles reglementieren und subventionieren zu müssen.
Ich bin so frei und offen zu sagen, dass man wenn, dann alle Subventionen beenden sollte:
- Atomstrom sollte nicht subventioniert werden (Würde dann überhaupt noch jemand KKWs nutzen?)
- Kohlestrom sollte nicht subventioniert werden (Mit über 1 Milliarde € eines der höchstsubventioniertesten Energiearten; Auch weil sie heute nicht mehr effizient betrieben werden können dank des EEG).
- Solarstrom und Windenergie sollten nicht subventioniert werden (EEG und Infrastrukturmaßnahmen ich rede hier mit euch!)
- Fracking, Geothermie und Wasserkraftwerke müssen allerdings auch auf eigenen Beinen stehen
Die Frage ist, ob uns dann nicht sogar der Energiemix überraschen würde...
Allerdings wird auch viel Unsinn über Fracking erzählt, besonders was "Gas in der Wasserleitung" angeht. Noch schlimmer sind die Bedenken gegenüber der Gaspipeline nach New York City. Hier zeigt sich, dass viele religiöse und linke Spinner richtig wissenschaftsfeindlich sind, wenn es ihrer Ideologie widerspricht. Die Bedenken sind einfach nur Bullsh*t und zeigen, dass das Gesamtthema wissenschaftlich nicht verstanden wurde.
Es ist jedoch auch interessant zu sehen, dass hier zu Lande genauso viel Unwissenheit herrscht. Es ist zum Beispiel schrecklich anzuhören, dass viele von der "neuen", "gefährlichen" Technik des Frackings sprechen. Sie ist jedoch nicht neu. Die Basis des Frackens wird schon seit mehr als 60 Jahren genutzt um versiegende Erdölquellen noch einmal rentabel zu machen, um auch die letzten Kubikmeter Öl zu fördern. Bisher wurde dabei auch schon Frackingfluid eingesetzt, um damit das Öl aus der Erde zu pressen. Es hat jedoch Keinen und Niemand interessiert. Es gab keine größeren Probleme damit. Genauer gesagt waren die Ölförderungen im Golf vom Mexico gefährlicher als das Fracken in den meisten kontinentalen Erdölquellen.
Was aber ist denn jetzt so neu und aufregend, dass jeder darüber reden muss? Nun, das ist die Tatsache, dass man heute Fracken zusammen mit horizontalem Bohren verbindet. Man möchte damit neue Erdöltaschen öffnen, die vorher nur mit einer zweiten Bohrung, die eventuell Instabilitäten verursacht hätte, oder zu viel kosten würde, zu erreichen waren.
Die Probleme mit möglichen Erdbewegung auf Grund von der Anbohrung von geologischen Spannungszonen ist nicht neu und auch nicht größer als sie bei der gerne ökoglorifizierten Geothermie ist.
Letztlich haben alle Energiegewinnungsarten Ihre Vorteile und Nachteile und Risiken. Es kommt darauf an, diese richtig zu bewerten, einen passenden Preis zu berechnen und dann entsprechend der sinnhaften Priorisierung zu nutzen. Leider ist dies in unseren Breitengraden nicht mehr möglich, da allein schon die ersten beiden Punkte oft vereitelt werden. Die Bewertung ist nicht möglich, da emotionale und ideologische Meinungsunterdrückung in den Vordergrund rutschen. Preisbildung ist nicht möglich, da eben jene Pressemeinung dazu führt, dass sich die Politik dazwischenstellt und meint alles reglementieren und subventionieren zu müssen.
Ich bin so frei und offen zu sagen, dass man wenn, dann alle Subventionen beenden sollte:
- Atomstrom sollte nicht subventioniert werden (Würde dann überhaupt noch jemand KKWs nutzen?)
- Kohlestrom sollte nicht subventioniert werden (Mit über 1 Milliarde € eines der höchstsubventioniertesten Energiearten; Auch weil sie heute nicht mehr effizient betrieben werden können dank des EEG).
- Solarstrom und Windenergie sollten nicht subventioniert werden (EEG und Infrastrukturmaßnahmen ich rede hier mit euch!)
- Fracking, Geothermie und Wasserkraftwerke müssen allerdings auch auf eigenen Beinen stehen
Die Frage ist, ob uns dann nicht sogar der Energiemix überraschen würde...
Link-Bonbons zum Montag
In meinem Link-o-Rama gibt es heute, gerade vom Wochenende, eigentlich nur das Thema Atomstrom. Es beschäftigt mich mal wieder, vor allem wegen solcher Meldungen (denen ich natürlich wieder nicht vertraue). Problematisch hieran ist die Tatsache, dass Leute darüber schreiben, wenn es gerade passiert, anstatt zu warten bis die Faktenlage eindeutig ist. Vor allem weil ein Haufen Leute, wie auch SPOn hier, darüber schreiben, die keine Ahnung von biologischer Aktivität und ihren Schäden haben.
Sicher ist das ein Problem, wenn der Betreiber TEPCO verschleiert hat, dass kontaminiertes Wasser in den Ozean läuft. Aber selbst 300 Tonnen sind nichts, wenn es sich erst einmal verteilt. Besonders interessant, man redet über "verstrahltes" Wasser, ohne genauere Angaben über die Intensität abzuliefern. 1x10E09 Becquerel sind zum Beispiel bei 300 Tonnen Wasser nicht viel. Schon wesentlich weniger Wasser aus einer Kali-Mine strahlt deutlich stärker (K40-Isotope).
Die ganzen Verzweifelungs-Grünen, aber auch viele Otto-Normalbürger (selbst gebildete Ingenieure) schlottern natürlich trotz ungeklärter Faktenlage mit den Beinen. Hier ist ein wesentlich genauerer Artikel aus dem Scientific American. 40 * 10^12 Becquerel sind schon eine Menge. 300000 l oder 300 m³ Wasser sind dann 1.33x10^8 Becquerel/l. Hört sich viel an, löst sich aber im Meer relativ schnell auf.
Doch während es in Japan, dass schon immer Erdbeben und Tsunami-Gefahren ausgesetzt war, Atomkraft tatsächlich eine risikoreiche Angelegenheit ist, wäre das in Mitteldeutschland nicht so. Doch ein anderes Thema treibt hier, vor allem den Politikbetrieb, schon seit Jahren um. Wie können wir unseren bisherigen radiokativen Müll sicher verwahren. Einige meiner Kollegen bei der Arbeit schlagen vor, es oberirdisch in Lagerhäusern zu verbetonieren. Das mag zwar eine schöne Idee sein, aber keine Lösung über mehrere Jahrhunderte. Die Erdbewegungen unten dran, aber auch die Haltekraft des Betons wären nicht ausreichend, stattdessen sollte man überlegen es so tief zu vergraben, dass eine Kontamination der Biosphäre ausgeschlossen ist.
Hier würde sich einmal Gorleben anbieten, aber auch bisher gerne durch die Medien als Problemhort geisternte Lager sind notwendige Forschungsobjekte. Gorleben gilt als viel sicherer als die Asse, besonders was die Erdbewegungen und die strukturelle Integrität angeht. Dennoch muss man sagen, auch die Asse kann mit dem bisherigen Füllstand umgehen. Hierzu kann ich nur die folgenden Links empfehlen:
Atommülllager Asse: Schließen anstatt Räumen!
Der Asse-Skandal
Asse: die unterdrückten Fakten
Jeder Berichte hat unterschiedliche Schwerpunkte. Alle drei haben jedoch eins gemeinsam: Sie sind objektiv, nicht reiserisch und gefüllt mit Fakten. Außerdem äußern sich teilweise Experten bzw. zumindest wissenschaftlich geprägte Privatpersonen. Eine wesentlich nüchterne und qualitativ hochwertigere Berichterstattung zu dem Thema, bei dem die meisten "normalen" Journalisten kläglich versagen.
Sicher ist das ein Problem, wenn der Betreiber TEPCO verschleiert hat, dass kontaminiertes Wasser in den Ozean läuft. Aber selbst 300 Tonnen sind nichts, wenn es sich erst einmal verteilt. Besonders interessant, man redet über "verstrahltes" Wasser, ohne genauere Angaben über die Intensität abzuliefern. 1x10E09 Becquerel sind zum Beispiel bei 300 Tonnen Wasser nicht viel. Schon wesentlich weniger Wasser aus einer Kali-Mine strahlt deutlich stärker (K40-Isotope).
Die ganzen Verzweifelungs-Grünen, aber auch viele Otto-Normalbürger (selbst gebildete Ingenieure) schlottern natürlich trotz ungeklärter Faktenlage mit den Beinen. Hier ist ein wesentlich genauerer Artikel aus dem Scientific American. 40 * 10^12 Becquerel sind schon eine Menge. 300000 l oder 300 m³ Wasser sind dann 1.33x10^8 Becquerel/l. Hört sich viel an, löst sich aber im Meer relativ schnell auf.
Doch während es in Japan, dass schon immer Erdbeben und Tsunami-Gefahren ausgesetzt war, Atomkraft tatsächlich eine risikoreiche Angelegenheit ist, wäre das in Mitteldeutschland nicht so. Doch ein anderes Thema treibt hier, vor allem den Politikbetrieb, schon seit Jahren um. Wie können wir unseren bisherigen radiokativen Müll sicher verwahren. Einige meiner Kollegen bei der Arbeit schlagen vor, es oberirdisch in Lagerhäusern zu verbetonieren. Das mag zwar eine schöne Idee sein, aber keine Lösung über mehrere Jahrhunderte. Die Erdbewegungen unten dran, aber auch die Haltekraft des Betons wären nicht ausreichend, stattdessen sollte man überlegen es so tief zu vergraben, dass eine Kontamination der Biosphäre ausgeschlossen ist.
Hier würde sich einmal Gorleben anbieten, aber auch bisher gerne durch die Medien als Problemhort geisternte Lager sind notwendige Forschungsobjekte. Gorleben gilt als viel sicherer als die Asse, besonders was die Erdbewegungen und die strukturelle Integrität angeht. Dennoch muss man sagen, auch die Asse kann mit dem bisherigen Füllstand umgehen. Hierzu kann ich nur die folgenden Links empfehlen:
Atommülllager Asse: Schließen anstatt Räumen!
Der Asse-Skandal
Asse: die unterdrückten Fakten
Jeder Berichte hat unterschiedliche Schwerpunkte. Alle drei haben jedoch eins gemeinsam: Sie sind objektiv, nicht reiserisch und gefüllt mit Fakten. Außerdem äußern sich teilweise Experten bzw. zumindest wissenschaftlich geprägte Privatpersonen. Eine wesentlich nüchterne und qualitativ hochwertigere Berichterstattung zu dem Thema, bei dem die meisten "normalen" Journalisten kläglich versagen.
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Monday, August 12, 2013
Effizienz in der Autoindustrie
Gemeinhin verdienen Autohersteller heut zu Tage nicht mehr wirklich viel an den Verkäufen ihrer Autos, was man durchaus an den Rabattschlachten und immer neuen Tiefpreisen entdecken kann. Dazu kommt die Tatsache, dass in den meisten Ländern der Welt ein reger 2. Markt mit gebrauchten Fahrzeugen die Nutzer zufrieden stellt. Doch selbst heute noch gibt es Autohersteller die nicht nur Verluste mit ihrer Autosparte einfahren:
Bei vielen asiatischen Herstellern liegt das natürlich an den billigen Arbeitskräften. Toyota jedoch profitiert von seiner ungemeinen Effizienz in der Montage und der Optimierung ihres Wertstroms. Der Anteil der Wertschöpfung an der gesamten aufgewandten Zeit beträgt bei Toyota um die 10%, was mit zu den Topwerten für fast alle produzierenden Industrien ist. In der Zwischenzeit haben die meisten Konkurrenten aufgeholt, bis auf einige europäischen Konzerne, die jedoch auch teilweise von den hohen Arbeitslöhnen gehemmt werden. Gerade die Franzosen sind hier nicht sehr gut, aber auch weil sie keinen Ausgleich im Premiumsegment haben.
Die Premiummarken aus Deutschland sind auch nicht die effizientesten, jedoch haben Sie einen höheren ROI auf ihre Modelle. Dies erklärt den großen Ebit für Audi, BMW, Porsche und Mercedes.
Es zeigt sich, dass hier auf Dauer sich einige Sieger abzeichnen. Toyota, Hyundai, Kia und Nissan werden die Maßenhersteller sein, vielleicht noch VW und Ford, die weiterhin innovative Geld ausgeben. Auf der Verliererseite sitzen die ganzen Franzosen, Spanier und Italiener. Diese werden wohl früher oder später in anderen Firmen aufgehen.
Interessant ist der riesige Abstand von Porsche. Dieser liegt jedoch an der unglaublich effizienten und auf wenige Baukästen mit vielen Standardteilen basierende Luxuslinie. Nicht umsonst gehört auch Porsche-Consulting zu den begehrtesten Dienstleistern in ganz Deutschland. Jeder möchte die gleiche Wertschöpfungseffizienz wie Porsche haben, die gleich nach Toyota kommen.
Ach ja, der deutschlandweite Standard liegt bei etwa 3 - 4 %.
Bei vielen asiatischen Herstellern liegt das natürlich an den billigen Arbeitskräften. Toyota jedoch profitiert von seiner ungemeinen Effizienz in der Montage und der Optimierung ihres Wertstroms. Der Anteil der Wertschöpfung an der gesamten aufgewandten Zeit beträgt bei Toyota um die 10%, was mit zu den Topwerten für fast alle produzierenden Industrien ist. In der Zwischenzeit haben die meisten Konkurrenten aufgeholt, bis auf einige europäischen Konzerne, die jedoch auch teilweise von den hohen Arbeitslöhnen gehemmt werden. Gerade die Franzosen sind hier nicht sehr gut, aber auch weil sie keinen Ausgleich im Premiumsegment haben.
Die Premiummarken aus Deutschland sind auch nicht die effizientesten, jedoch haben Sie einen höheren ROI auf ihre Modelle. Dies erklärt den großen Ebit für Audi, BMW, Porsche und Mercedes.
Es zeigt sich, dass hier auf Dauer sich einige Sieger abzeichnen. Toyota, Hyundai, Kia und Nissan werden die Maßenhersteller sein, vielleicht noch VW und Ford, die weiterhin innovative Geld ausgeben. Auf der Verliererseite sitzen die ganzen Franzosen, Spanier und Italiener. Diese werden wohl früher oder später in anderen Firmen aufgehen.
Interessant ist der riesige Abstand von Porsche. Dieser liegt jedoch an der unglaublich effizienten und auf wenige Baukästen mit vielen Standardteilen basierende Luxuslinie. Nicht umsonst gehört auch Porsche-Consulting zu den begehrtesten Dienstleistern in ganz Deutschland. Jeder möchte die gleiche Wertschöpfungseffizienz wie Porsche haben, die gleich nach Toyota kommen.
Ach ja, der deutschlandweite Standard liegt bei etwa 3 - 4 %.
Monday, August 05, 2013
Langlebigkeit - Forscher widerlegen Überbevölkerung
Tja, seit Thomas Robert Malthus (übrigens ein Geistlicher - Sollte das den Grünen nicht zu denken geben) vor 2 Jahrhunderten den exponentiellen Bevölkerungsanstieg postulierte, ist viel passiert. Das Bevölkerungswachstum hat sich verlangsamt und seit neustem glauben Forscher, dass es wohl eine Sättigungsgrenze gibt, die etwa bei 8-9 Milliarden liegt.
Wer hätte das gedacht? Nun ja, ich denke mal alle Anhänger von Julian Simon hätten das schon in irgendeiner Form postuliert. Ausser diesen wohl auch einige generelle Skeptiker, da es bei fast allen natürlichen Systemen eine Sättigung gibt, ab einer gewissen Höhe.
Es gibt wohl nur eine große Ausnahme: Moore's Law in der Elektronik.
Aber selbst hier gilt das nur für Performance, die Leistungsfähigkeit von einem Chip erhöht sich schon seit längerem nicht mehr exponentiell. Ich denke auch hier werden wir irgendwann das Ende der Effizienzsteigerung sehen.
Ehrlich, wie auch Malthus, hat jedoch schon vor 30 Jahren den Super-Gau durch eine Bevölkerungsexplosion vorausgesagt. Und der naive Club of Rome nahm dies einfach so hin, wie auch viele prominente Wissenschaftler. Eigentlich beeindruckend wie einfach Wissenschaftler simplen linearen oder exp. Trendextrapolationen glauben schenken, selbst solche, die sich mit dynamischen Systemtheorien beschäftigen.
Nun scheint es jedoch, dass einige Gesellschaftsforscher umschwenken. Man glaubt, dass sich das Bevölkerungswachstum stark abschwächen wird, da Langlebigkeit und Wohlstand zu weniger Kindern führen. Man kann hier noch einwerfen, dass eine ähnliche Idee unter Fantasy-Autoren schon seit längerem an Beliebtheit gewonnen hat. Besonder seit Tolkien gilt dies für das Volk der Elfen/Elben. Hier leben Kreaturen sehr sehr lang, weshalb Kinder seltener werden und oft erst nach einem halben Jahrhundert geboren werden. Ähnliche Effekte scheint man jetzt auch unter Menschen zu beobachten, deren Durchschnittsalter mit bis zu 70-80 Jahren bisher unbekannt ist.
Gleichzeitig bedeutet das jedoch Entwarnung was die Ressourcenverbrauch-Trends für die Zukunft angehen, 9 Milliarden Menschen lassen sich leichter ernähren und versorgen, als 18 - 21 Milliarden.
Wer hätte das gedacht? Nun ja, ich denke mal alle Anhänger von Julian Simon hätten das schon in irgendeiner Form postuliert. Ausser diesen wohl auch einige generelle Skeptiker, da es bei fast allen natürlichen Systemen eine Sättigung gibt, ab einer gewissen Höhe.
Es gibt wohl nur eine große Ausnahme: Moore's Law in der Elektronik.
Aber selbst hier gilt das nur für Performance, die Leistungsfähigkeit von einem Chip erhöht sich schon seit längerem nicht mehr exponentiell. Ich denke auch hier werden wir irgendwann das Ende der Effizienzsteigerung sehen.
Ehrlich, wie auch Malthus, hat jedoch schon vor 30 Jahren den Super-Gau durch eine Bevölkerungsexplosion vorausgesagt. Und der naive Club of Rome nahm dies einfach so hin, wie auch viele prominente Wissenschaftler. Eigentlich beeindruckend wie einfach Wissenschaftler simplen linearen oder exp. Trendextrapolationen glauben schenken, selbst solche, die sich mit dynamischen Systemtheorien beschäftigen.
Nun scheint es jedoch, dass einige Gesellschaftsforscher umschwenken. Man glaubt, dass sich das Bevölkerungswachstum stark abschwächen wird, da Langlebigkeit und Wohlstand zu weniger Kindern führen. Man kann hier noch einwerfen, dass eine ähnliche Idee unter Fantasy-Autoren schon seit längerem an Beliebtheit gewonnen hat. Besonder seit Tolkien gilt dies für das Volk der Elfen/Elben. Hier leben Kreaturen sehr sehr lang, weshalb Kinder seltener werden und oft erst nach einem halben Jahrhundert geboren werden. Ähnliche Effekte scheint man jetzt auch unter Menschen zu beobachten, deren Durchschnittsalter mit bis zu 70-80 Jahren bisher unbekannt ist.
Gleichzeitig bedeutet das jedoch Entwarnung was die Ressourcenverbrauch-Trends für die Zukunft angehen, 9 Milliarden Menschen lassen sich leichter ernähren und versorgen, als 18 - 21 Milliarden.
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