Sunday, November 18, 2012

Kolumnen und wir man sich es mit 50% der Leser verscherzt.

Tja, Silke Burmester gehört wohl eher zu der Sorte Menschen, die wenn es andere schwierig haben, erst Recht den Finger in die Wunde steckt. Es mag etwas übertrieben sein, aber gleichzeitig ist der Artikel von Ihr auf SPon nicht gerade ein Leichtgewicht und schon gar nicht deeskalierend. Es geht natürlich wieder mal um die alte (besonders bei Frauen beständige) Diskussion wer besser ist: Mann oder Frau.
In diesem Fall lohnt es sich das gesamte Traktat einmal durchzugehen und ihr in einem Art von offenem Brief zu antworten.


Lieber tapferer, weißer Mann!
Seitdem der Affe die aufrechte Fortbewegung gelernt hat, warst Du das Wesen der Stunde. Stark, dominant und zum Führen geboren. Weil Führen quasi Deine Natur ist und die Dominanz über Frauen nur die halbe Miete, bist Du mit Freude in die Ferne aufgebrochen und hast Dir die Ureinwohner ganzer Kontinente untertan gemacht. Und nun ist alles hin. In quasi nur einer Woche bist Du vom Olymp des Superhelden herabgestürzt, um als armes kleines weißes Männerwürstchen übrig zu bleiben. Die 46. Kalenderwoche des Jahres 2012 wird als Deine Schicksalswoche in die Geschichtsbücher eingehen: Sie läutet den Anfang Deines Endes ein.


Natürlich in der Anfangszeit war körperliche Stärke ein durchaus probates Mittel und damit auch ein Mittel zur Unterdrückung. Allerdings sind Frauen nicht weniger unterdrückerisch gewesen, wie man Kleopatra sieht, aber auch durchaus an der Verhaltensweise einiger Kaiserinnen (Katherina, Elizabeth zum Beispiel). Weder kann wissenschaftlich nachgewiesen werden, dass Frauen weniger zur Unterdrückung neigen als Männer, noch das Männer aussergewöhnlich darin sind. Dann musste natürlich bei dieser Anti-Amerikanerin noch eine Referenz auf die in Europa präferierte Wahl des Präsidenten kommen. Oh ha, Obama hat gewonnen, weil der Schaumschläger natürlich weniger Macho-Mann ist als Romney. Wer das glaubt, naja, der fällt eben auf die Machosprüche rein, denn um Präsident zu werden, muss man immer eine gewisse Menge an Charisma und Arroganz mitbringen. Obama ist eben nur der bessere Schauspieler. Cowboy ist er in manchen Fällen sogar mehr als George W. Bush.

Konntest Du in den vergangenen Jahren in der US-Fernsehserie "Mad Men" noch einmal sehen, wie schön es früher war - konkurrenzloses Abgott-Dasein in Ermangelung der Akzeptanz Andersfarbiger, Frauen in der Küche statt bei der Arbeit - und wenn am Schreibtisch, dann nach Dienstschluss auf dem eigenen, liegend; auf Betriebskosten ab mittags dun als Zeichen der guten Sitten - siehst Du jetzt im Spiegel das Abbild einer Spezies im Untergang.

Sie hat wohl MadMen nie richtig gesehen, denn besonders schön war es da nicht. Eine Hauptplotline war auch gar nicht der Machoman, sondern eine selbstbestimmte Frau. Insofern sollte doch eigentlich diese Sendung Hoffnung geben. Und dann wird Männern auch noch der Rassimus untergeschoben. Dabei gab es den bei Frauen genauso wie bei Männern, auch heute noch. Besonders dann wenn mal eine Beziehung zu Bruch geht und der Mann sich wieder nach Tunesien abgeseilt hat. Dann wird die miese Einstellung von einer Person auf eine ganze Gruppe übertragen. Aber auch hier denke ich nicht, dass Frauen anders als Männer sind (Man(n) denke nur an Frauen aus Thailand und alte Männer).

Hatten die Frauen Dir seit gut hundert Jahren das schöne Dasein bereits etwas madig gemacht, in dem sie das Wahlrecht für sich erkämpften, das Recht, unabhängig von Deinem Einverständnis ein Bankkonto zu führen und sogar Geld zu verdienen, und hatten dann auch irgendwann noch die Schwarzen behauptet, die Menschenwürde gelte auch für sie, hat ein einziges Wahlergebnis die Tür, hinter der Dein Machtanspruch in unkontrollierte Höhen herangewachsen ist, zugeschlagen: die Niederlage Mitt Romneys. Es war das letzte Mal, darin sind sich die Klugen einig, dass ein weißer Mann mit weißer Denke - Aufteilung der Welt in heterosexuelle Männer auf der einen Seite, Frauen, Farbige, Einwanderer, Homos und Behinderte auf der anderen - versucht hat, mit eben dieser Haltung Mehrheiten zu akquirieren.

Seltsam, in manchen Staaten gibt es das Frauenwahlrecht noch nicht mal seit 100 Jahren, aber lassen wir das bei Seite. Besser ist dadurch nichts geworden, schlechter auch nicht, nur anders. Erstaunlicherweise ist das mit dem getrennten Bankkonto gar nicht mehr so wichtig, zumindest schienen Frauen neuerdings wieder konservativer zu werden. Passt Ihnen das etwa nicht? Auch hat die Emanzipation nichts mit männlich oder weiblich zu tun. Diese Behauptung zeigt nur, dass ungebildete Schreiberfrauen vielleicht nur durch die Quote in den Beruf kamen. Die bösen Männer haben nämlich vor den bösen Frauen den schwarzen Sklaven die Freiheit geschenkt. Und während in den USA die Sklaverei diskutiert wurde, haben die doch so emanzipizierten Franzosen in St. Dominique (Haiti) mehr Sklaven umgebracht als es in der USA gab.
Die Klugen sind sich also einige, dass der Wendehals schlechter war als Obama (der auch Wendehals ist und genauso schlecht). Aha, die Klugen, und woher kommt das mit der Klugheit? Wie unglaublich wertend kann denn jemand sein, der selbst nicht viel Bildung erhalten hat.
Es gibt auch keine "weiße Denke", dass ist unglaublich rassistisch und zeigt eben genau das: Frauen sind bzw. können genauso rassistisch sein, wie Männer. Amen.
Ach ja, Obama war kein sehr großer Freund von Schwulen, wenn bei der letzten Amtszeit überhaupt mal aufgepasst haben.

Frauen. Überall Frauen. Und die benehmen sich schlecht. Fangen an, Forderungen zu stellen, für die sie erst mal die Gesetze verbiegen. Die Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, Viviane Reding, hat im vierten Anlauf einen Gesetzesvorschlag zur Quote für börsennotierte Unternehmen durchgebracht.Dessen Umsetzung allerdings noch am EU-Parlament und Ministerrat scheitern könnte. Jetzt, an diesem Wochenende, haben die Weiber des deutschen Pro-Quote-Vereins, die süße 30 Prozent Führungsfrauen in den Medien fordern,die "taz" übernommen und füllen Seite um Seite mit ihrem Anspruch auf Teilhabe.

Meine liebe Dame, ich hoffe nur Ihre Quoten-Frauen sind besser in Logik als sie, sonst sehe ich schwarz für die DAX-Unternehmen. Wenn Frauen so viel besser sind, warum schaffen sie das nicht alleine? Es ist nicht so, als wäre die Akzeptanz heute nicht da (rechtlich zumindest!). In Österreich werden Frauen zum Medizinstudium zugelassen, die 7 Pkt. schlechter sind als Männer. Da möchte man doch nur noch zu männlichen Dr. med. gehen!

Was mich jedoch aufhorchen lässt und was ich gut finde ist, dass heutzutage fast 49% der Unternehmensgründungen durch Frauen getätigt werden. Es scheint also doch nicht so weit her zu sein, mit der Benachteiligung. Aber es ist auch kein Problem, denn wie zu erwarten haben Männer und Frauen unterschiedliche Präferenzen, etwas wovon die Kolumnistin wohl überfordert ist(komplexe Zusammenhänge scheinen nicht ihre Stärke zu sein).

Der Rest des Artikels war dann leider nicht mehr diskussionswürdig. Generell muss man jedoch sagen: Wenn die Frau gewonnen hat, warum dann diese wutentbrannte Kolumne? Hasst Sie denn den Mann so stark, dass sie noch weiter auf ihn einprügeln muss.
Heißt das wir haben ab sofort ein Recht für Männerquoten zu streiten, bis alle nur noch durch irgendwelche Quoten definiert werden? Es ist verrückt, als ob das Verständnis zwischen Mann und Frau oft so nicht schon schwer genug ist. Jetzt wollen diese verrückten deutschen Feministinnen (ist sie dann auch lesbisch, wenn sie Männer so haßt?) auch noch einen tatsächlichen Graben zwischen die Geschlechter ziehen, auf das nicht einmal mehr gemeinsames Arbeiten möglich ist.

Zum Abschluss möchte ich einen berühtmen Comic zitieren, der doch in so vielen Lebenslagen recht behalten hat:

Die spinnen doch die Frauen!


Saturday, November 03, 2012

A Case Study in Sustainable Health Care

Now that Obamas reelection is more or less a question of time rather than probability (by no means only due to Sandy), we can define ACA as a permanent fixture in the American society. This of course is in line with the general trend of the US to become like Europe; an old democracy on its way down to insignificance and probably disaster. 

But why would I judge that the ACA will won't work in the US. Well, first of, it is built on the unsustainable patterns of European (mostly French, German and UK) templates with a mix of Canadian health care thrown in. However, unlike the more diligent and better trained Bureaucrats in Europe, the American system is less efficient and more prone to unreadable legislation. 

The health care systems in central Europe are broken, one and all. It is actually only a matter of time, which system will explode first in the low-growth countries of Central/Western Europe. The British NHS is already on the verge of tearing up and might do so, if the crisis continues for a few years. Either that or service quality will get unbearable. 

The German case is different, as it has been reformed a couple of times to make it more competitive. Also, the general debt of Germany is lower than the other two European super-powers. The French system is the worst and might see drastic service reduction due to high French debt and low economic growth. Actually, I think that the losses of the French system will be internalized in debt. While this might buy some time, it will make Frances economic status even more volatile to the European crisis going on around it. Maybe even the crisis will force France to change its health care system fundamentally. 

But which one will be the first to blow up? That more or less depends on the economic growth in the next years and the population growth. While the German system might remain more efficient in the long run and might even balance its budget, the disadvantage is low birth rates. France has still the highest birth rates in Europe (approx. 2 childs/citizen - you can see birth rates, thanks to GOOGLE!!, of all 3 countries here) and thus might evade the downside of its health care expenses for quite a while. The UK is on the middle ground and its debt/GDP ratio is not looking good. Of course, all of these issues are only indicators. F.e. the UK could reform its system in a year or two and change the whole story. Linear Trends are rarely realistic, especially in policy fields that depend on which party is more prone to changing a running system.

Now, none of these systems can be imported to the US. Even the most reformed German one, despite the US having a strong Germanic population base. Mostly this is due to the fact that the US is more divers than France or Germany and even more heterogenic than Great Britain.
This leads to worse legislation in the context of efficiency and thus even though the system works in Germany, it wouldn't in the US. Mostly this is due to subpar public institutions (just look at the DMV compared to the German KFZ-Stelle - one is a nightmare, the other is a service oasis). 
The same is true for France or the UK, and this might be the reason, why adopting European schemes and not improving on them is a bad idea. On top of that mistake, you can also put the idea to mix all three systems and not take the best of each, but rather a mixture of the worst.


Friday, November 02, 2012

Growth and Disaster Economics

Well, Sandy has left an utter destruction in its wake along the North-East coast of the US. And while the people there suffer and try to rebuild their society from the ground up, I am reminded of people like Krugman and Morici who actually think that this is a good idea: "See, all that rebuilding will mean growth and spending!"

Well, that is true. A good example can be found in Tyler Cowen and Alex Tabarroks video on The Solow Model. However, what is not directly shown in the video but implied and told, is that this growth comes at a high price. The exmaple centers on Germany and Japan after World War II. Their cities are bombed out, the capital utterly destroyed. We start with a yield-curve close to 0 and as expected by the model, we get huge growth for the first unit of capital added. This is the period between 1950 and 1960. However, as previously noted, this is catch up growth and it levels out, once the countries returned to their former growth pace, meaning it was only temporary. So, should we really destroy our cities every 10 or 15 years? Hell, no, this is the crux, they totally blend out human suffering and the fact that over the 15 years of rebuilding a lower growth would have ended up at the same level of GDP (just look here). You will see a downward dip first the great depression, then World War II and you see the growth miracle. However, if you had lineary extrapolated the old growth trend then you would have arrived at the same wealth point!

I am not an economist and yet, even I understand that these ideas of Krugman and co. are just nuts. They are perhaps good as an academic exercise, but they should not be taken seriously on a public policy level.

However, there might be one, however dubious and contestable, side-effect that is not entirely bad. If you have been to Italy or France, you see that like in most Europa, the city still is build like the Medieval cities. Medieval cities were built for horses and pedestrians. They were built for slow carriages and single file. Modern societies have a higher flow-rate for goods and also need more square feet to work. The devastated Germanies and Japan had the chance to take this into consideration and rebuilt their cities accordingly and mostly they did. This is afterall a major advantage, but then would it alone justify any destruction of wealth? I highly doubt that.

Review: Skyfall



Der neue Bond ist draussen und noch dazu von einem meiner Lieblingsregisseure: Sam Mendes. Und dessen Verständnis für Bilder und Camerafahrten merkt man dem Film sofort an. Generell ist dieser James Bond sehr untypisch für die Serie. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern ist der Film eher introvertiert. Die langsamen Kamerafahrten, welche von langsam bis schnell reichen. Soundeffekte aus einer Kommenden Szene, die schon der vorangehenden anklingen bzw. umgekehrt, all das sind künstlerische Spielereien, die auf Mendes Ideenreichtum fußen.

Doch das ist nicht das einzige untypische, auch die Story ist nicht nach dem üblichen Bond-Muster gestrickt. Der Gegner Bonds kommt erst spät ins Spiel und er hat eine sehr persönliche Note in seinem diabolischen Plan. Allerdings nicht für Bond sondern für seine Chefin M. Generell siedelt dieser Film zwischen den früheren Bonds und Casino Royal an und stellt ein Bindeglied dar.

*AB HIER GIBTS SPOILER!!!*

Der Übergang von der weiblichen M (genannt Mum - Judi Dench) zum männlichen M (Ralph Fiennes) bildet das Bindeglied. Moneypenny wird eingeführt und stellt gleichzeitig einer der Bondfrauen dar (gespielt von Naomi Harris). Das IT-Girl dieses Bondfilms ist die Französin Bérénice Marlohe, die einen soliden Auftritt hat, der allerdings nach dem ersten Drittel abtritt. Und dennoch ist das eigentlich Bond-"Girl" in diesem Film M. Sie ist das Zentrum um das sich alles dreht. Die Beziehung zu Bond, ihre eigene Stellung in der Londoner Politik und natürlich der Erzfeind Silva (der beste Schauspieler im Film: Javier Bardem - sehr wandlungsfähig außergewöhnlich gut und hoffentlich bald der Serien-Star in "The Dark Tower") gehen alle von Ihr aus und letztlich zu ihr zurück.

Und dann ist da noch Bond (Daniel Craig). Nun ist jeder Bond mehr oder weniger geliebt. Sean Connery ist für einige der Einzige richtige Bond, für andere ist es Roger Moore (und einige belieben wohl zu scherzen, wenn sie Timothy Dalton als besten Bond bezeichnen). Ich persönlich weis nur, dass ich Craig nicht gerne als Bond sehe. Selbst im Anzug sieht er aus wie ein Ringer und plumper Schläger und nicht wie ein Gentleman-Killer. Er läuft wie ein Türsteher und kommt so einfach nicht an seine Rolle heran. Dafür erfahren wir gegen Ende des Filmes etwas über die schottischen Wurzeln von Bond. Das Haus seines Vaters und seine Abneigung gegen den Familienbesitz. Selbst das Grab seines Vaters Andrew Bond wird gezeigt, nahe der Kirche in der M von stirbt, aber auch Silva.

Und nun kommen wir wohl zum besten Teil des Films: Der Bösewicht. Javier Bardem als Silva ist etwa das was Heath Ledger als Joker für Batman  war. Der Höhepunkt der den Film rettet. Am liebsten hätte man nur Javier Bardem zu geschaut, wie er den Rest der Cast an die Wand spielt. Eine sehr gute Performance als halb-schwuler Ex-Agent seiner Majestät. Sein Streben ist verständlich, fühlt er sich doch von seiner ehemaligen Chefin verraten, als seine im Backenzahn eingefügte Suizidkapsel nicht funktioniert und ihn nur innerlich verbrennt und verunstaltet. Rache ist für ihn der einzige Grund zu leben.

4/5 IT-Points aber nur wegen Badem.

Wednesday, October 24, 2012

Austerity - How continental Europeans understand it!

So, everybody knows that I am not a big fan of Krugman, especially since his reporting has become worse since he left his academic post. But this here from his latest rant on failed austerity in the UK is just hitting the top:

Gee, remember the enthusiasm with which the Cameron/Osborne turn to austerity was greeted by VSPs on both sides of the pond, with David Broder urging Obama to “do a Cameron”?

He not only did not cite a definitive proof on austerity and its measures in UK, but he also only showed that the UK stagnates. He is optimistic about the US, but I am not, because the US is much worse than he himself projected it to be.

Now, it might be that in the anglo-saxon world here and beyond the big pond, we have different definitions for "austerity". However, continental Europeans define austerity as policy that reduces spending in a way that leads to a balanced budget or even a surplus budget. No European country has followed that way.

There are also some grey-area uses of austerity with different degrees of spending reductions, but they are used by people like Krugman, who support deficit spending.

However, austerity in the continental sense is NOT raising taxes to reduce budget deficit. It seems that, however, this is the case with the UK and with Krugman. He misuses (like the word liberal) or wrongly characterizes the word austerity. As a US example, austerity would mean spending levels of 2001 today. It would mean a balanced budget in the crime-riddled wasteland of 2001 US!

But what abou the UK? It turns out that it is neither reducing spending, nor is on the way to a balanced budget. Even through the crisis, spending grew, debt grew and of course, that means no way the crisis would go away quickly. Yes, the growth of the debt slowed a bit, but that is like fiddling on the fringes: no big changes, no big effects. And so, we are neither suprised, nor disheartened that the none-austerity didn't get us out of the depression.


Saturday, October 20, 2012

Movie Review - Loooper


Ein Sci-Fi Thriller von Rian Johnson, der unter anderem vor allem als Regisseur der TV-Serie Breaking Bad bekannt ist. Sein erstes größeres Kinodebüt ist dann auch gleich gelungen. Soviel kann man vorab schon sagen, dieser Film gehört zu den besten des Jahres. Der Science-Fiction Anteil wird auf einige kleine Elemente beschränkt und oft ist er nur in verbesserten Alltagsgeräten sichtbar. Meiner Meinung nach eine sehr gelungene Mischung. Die einzigen beiden zentralen Sci-Fi Elemente die aus heutiger Sicht nicht bekannt sind, ist die Zeitmaschine und die Looper Waffe.

*** SPOILER WARNING ***

Das aus dem Weg kann ich hier doch etwas die Geschichte zusammen fassen. Joe ist ein Looper im Jahre 2044 (Ein sehr guter Joseph-Gordon Levitt). Ein Looper ist quasi ein Zeitarbeiter für die Unterwelt, allerdings nicht die Unterwelt von 2044, sondern einer Zukunft 30 Jahre später. In dieser Zukunft wurden Zeitreisen erfunden und gleich verboten. Die einzigen Organisationen die Zeitmaschinen noch benutzen, sind Syndikate. Der Gedanke ist einfach: Keine Zeugen, kein Verbrechen. Sie schicken also ihre eigenen Mörder in die Vergangenheit und lassen diese dort von einem Looper umbringen. Dazu hat das Syndikat einen Verbindungsmann in die Vergangenheit geschickt Abe (famoser Jeff Daniels). Dieser rekrutiert die Looper und somit auch Joe. Die Looper werden für jeden Auftrag in Gold bezahlt, dass später für 30 Jahre ausreichen soll. Am Ende der 30 Jahre werden sie per Zeitmaschine zurück geschickt und von ihrem eigenen Ich liquidiert.

Bei Joe jedoch entkommt das eigen ich (Bruce Willis; immer noch ein super Actionschauspieler, auch mit 60). Damit gibt es ein Zeitparadoxon, dass sich am Ende auflöst. Mehr wird hier nicht verraten, ausser das Joe sein eigenes Ich jagen muss, während er von der Unterwelt des Jahres 2044 gejagt wird. Ach ja, old Joes selbstgestellte Mission im Jahr 2044 ist den Rainmaker auffindig zu machen, denn er ist für das schließen der Loops (Looper killt sich selbst) verantwortlich und old Joe möchte seine Frau behalten, die ihn vor Drogen gerettet hat.

Das Ende wirft einige Fragen auf, die auch im Internet noch heiß diskutiert werden, jedoch sollte man den Zeitreisenteil nicht zu wissenschaftlich sehen, sonst verdirbt es einem noch den Spass an diesem tollen Thriller.

4/5 Sternen!

Taylor vs. Krugman - A Lesson in Manners

I don't like reporting posts by Krugman, because they have long lost any objectivity that he had as a true economist, at least, for me. But I think it is still interesting to see this exchange between Taylor and Krugman as an exemplary case of bad manners.

Taylor writes a rather polite blog entry about the discussion on whether the recover lags behind other recession's recoveries. He refers here to an expert debate and whether policy and institutions have a meaningful influence, which he believes. Then we get the answer by Krugman who right at the beginning starts with partisan politics. This is very bad behaviour, because Taylor's post didnt mention neither Obama nor Ryan and yet Krugman makes an exemplary case out of it. It pulls the whole affair into politics, which is never a good idea if you want an honest informative and facts based discussion. This is what Krugman has become and why I still can't believe that rather moderate commentators like Cowen still respond as if Krugman were the trade economist of the 90s.

But what appears to be a rather enlightening afterword, is the fact that Taylor answered Krugman, without acknowleding the political partisan comments and just concentrated on the few economic facts Krugman sprouted.

As I said a perfect case of bad manners and good manners. Now, Mr. Krugman please step back and consider your posts in terms of politeness before posting them on your rather misnamed blog. I mean, for everyone except ignorant US citizens, the word liberal does not refer to progressives, democrats and general leftists.So actuall, Tyler Cowen would rather fit your blog than you do, because he is a true liberal (albeit certainly not a libertarian).

Saturday, September 22, 2012

Movie Review: The Dictator



The Dictator mit und von Ali G. (Aladeen) ist ein satirischer Movie im Angedenken an Kim Jong-Il (im Spaß natürlich). Er persifliert dabei nicht nur die Übertriebenheit vieler asiatisch-afrikanischer Diktatoren, von Kim Jong-Il bis Gaddafi, sondern auch die Kultur des Westens (wenn ich auch glaube, dass er das teilweise unbewusst tat).

ACHTUNG: Spoiler!

Die Geschichte bzw. der Plot ist schnell erzählt. Der alte Diktator von Wadiya einem kleinen Land neben Sudan (so die News-Clips am Anfang) stirbt und übergibt das Land an Aladeen anstatt seinem leiblichen Sohn Tamir. Dieser hatte nämlich vor die Ölreserven des Landes zu verscherbeln (an diverse "böse" Investoren wie Exxon oder China Petrol).
Tamir schnappt sich ein Double und ersetzt Aladeen bei dessen Besuch vor der UN in New York. Danach trifft der entthronte Aladeen eine Demonstrantin und linke marxistisch-lesbische organic food Verkäuferin. Über diese versucht er sich Zugang zum UN-Gebäude zu besorgen, wobei er mit Nadir, einem ehemaligen Nuklear-Ingenieur aus seinem Land (den er eigentlich hatte exekutieren lassen) zusammen arbeitet.

Der Film ist witzig, aber teilweise auch zu sehr in festgefahrenen Mustern. Während die Persiflage der Diktatoren dieser Welt noch gut gelingt und teilweise voll ins schwarze trifft, fällt die Darstellung der organic food Verkäuferin vollkommen daneben. Klar, da kommen 2 verschiedene Kulturen aufeinander, allerdings wird nur eine als schlecht dargestellt. Das eventuell Fehler in der Einstellung der Frau sein könnten, wird leider nicht erörtert (ist in einer Komödie jedoch auch oft nicht notwendig). Es ist schade, denn es hätte den Unterschied zwischen einem guten Film und einem sehr guten ausmachen können.

Man verpasst leider ein bisschen ein breiteres Bild zu verulken, denn auf allen Seiten könnte man ein bisschen Satire anwenden. Allerdings ist die Rede anlässlich der Zerreißung der Konstitution von Wadiya wirklich gut gelungen. Und auch sonst hat man sich viel Mühe mit Details gegeben. Besonders der Soundtrack sticht als besonders hervor. Einzelne amerikanische Evergreen wurden "arabisiert" und der Film ändert mit einer HipHop-Hymne auf General Aladeen.

Der Film schließt mit dem kleinen Gag:
"Honey, Ich bin schwanger!!!" - "Ist es ein Junge oder eine Abtreibung?"

Und dafür gibt es dann doch 3/5 Punkten.

Wednesday, September 12, 2012

Movie Review: The Expendables 2


Tja, was soll man von dem Film erwarten. Wenn man ihn mit objektiven Augen sieht und keine Beziehung zu der Zeit hat, aus der die Schauspieler kommen, dann würde ich sagen man sollte unbedingt die Finger davon lassen. Die Story ist mittelmäßig und zerfahren, die Effekte sind veraltet und teilweise übertrieben schlecht und der Humor ist teilweise platt. Worum geht es dann und warum man ihn doch sehen sollte?

*Achtung Spoiler*

Nun ja, ein Film mit einem IMDB-Rating von 7.5 muss doch etwas haben, was für ihn spricht. Hier ist die Söldnercrew um Barney (Silvester Stallone). Die Crew aus dem ersten Teil ist wieder dabei, ergänzt um Billy the Kid (). Auch Christmas (Jason Statham), Gunner Jensen (Dolph Lundgren), Yin Yang (Jet Li) - mit einem Kurzauftritt, Hale Ceasar (Terry Crews) und Toll Road (Randy Couture - UFC Champion) stehen Barney wieder zur Seite. Nachdem in einem ersten Auftrag Billy the Kid vom Oberbösewicht dieses Films - passend benannt - Vilain (Jean-Claude van Damme) und seinem Ajudant Hector (Scott Adkins) umgebracht wird. Zieht die Crew mit der Verstärkung Maggie (Yu Nan) auf einen Rachefeldzug und rettet nebenbei ein asiatisches Dorf. Ach ja, sie müssen auch noch Plutonium-Sprengsätze aus den Händen der Schergen reißen, dabei helfen ihnen noch drei andere altbekannte Action-Helden der 80er und 90er: Arnold Schwarzenegger (Trench), Chuck Norris (Booker) - und es gibt einen Norris-Witz im Film! - und Bruce Willis (Church).

Warum ich nicht weiter auf die Story und den Ablauf eingehe? Weil er belanglos, ja sogar nebensächlich ist. In diesem Film geht es um die Stars, um die Actionhelden aus meiner Kindheit. Auch damals waren die Filme meist nicht besser, und wurden dennoch Kult. Und genau das sieht man auch in diesem Film, eine Hommage an die alten Zeiten, die nicht wiederkehren. Ich denke auch das wird der Grund für die oft B-klassigen Special Effects sein, denn auch in den alten Actionfilmen konnte man die Spezialeffekte oft lächerlich einfach erkennen. Man jubelt in diesem Film wenn Chuck Norris auftaucht, nicht wenn Booker auftaucht, denn darum geht es nicht. Es ist wie eine Familienfeier, alle kommen zusamnen, man kennt sich und man feier ein Wiedersehen. Und genau das ist dieser Film; nicht mehr, aber sicher auch nicht weniger!

Sunday, September 09, 2012

DNC - Nachruf auf den demokratischen Parteitag

Nachdem ich mir jetzt Auszüge aus dem demokratischen Parteitag in Charlestown angesehen habe, muss ich schon sagen es hat sich einiges getan und nicht alles zum Besten.
Barack Obama hat eine mittelprächtige Rede abgeliefert, dass wohl zu erst, und dabei war er immer noch besser als der Romneybot. Nicht das ich einen der zwei Dummschwätzer präferieren würde, aber dennoch vom Showmanship wirklich besser.

Die Rede von Bill Clinton war beeindruckend durch strukturiert. Der Inhalt war meh, aber die Präsentation hatte alles: Emotion, Demut, aber auch genug gespieltes Politik-Nerdtum das für den normalen Wähler noch zugängig ist. So hätten sich manche bestimmt die Rede von Clint Eastwood gewünscht, ich allerdings nicht.

Die Organisation war noch einmal ein Stück besser als bei den Republikanern in Tampa, allerdings waren beide wohl etwa 10 Levels höher als alles was es in D gibt; im Guten wie im Schlechten.
Auch sonst haben die Demokraten viel von den Republikanern gelernt. National Defense war neben Health-Care das meist diskutierte und gezeigte Thema. Die Demokraten wollen sich als genauso hart, unnachgiebig und reif für ausländische Abenteuer zeigen.

Die Unterschiede zwischen der Coke- und der Pepsi-Partei schwinden.
Wenn man sich diese doch eher gleichen Parteitage ansieht, dann war man doch froh etwas so unkonventionelles wie Clint Eastwood gesehen zu haben...