Thursday, April 10, 2014

Minimum Wage:

Die Mindestlohn-Diskussion zieht sich in Deutschland noch immer hin, auch wenn schon entschieden wurde. Leider ist sie immer noch genauso unwissenschaftlich und auf dumpfen Niveau, dass man nur mit dem Kopf schütteln kann.

Die Debatte zeigt sich für mich von einer Seite, die in etwa der zwischen Kreationisten und Atheisten gleicht. Wir Liberale vertreten eine ganze Reihe guter wissenschaftlicher Studien, während der Gegner sich auf das Heilige Buch von Marx beruft. Und auch der eine oder andere Think Tank stimmt in diese Religiosität mit ein.

Erst einmal sei zu sagen, dass eine Mindestlohnerhöhung in den USA nicht das gleiche ist wie in Deutschland. Oft ist sie in den USA Bundesland abhängig und dazu betrifft sie nur eine kleine Minderheit (ungefähr 1- 3 % der arbeitenden Bevölkerung). In Deutschland sieht das bei 8,50 € bundesweit schon anders aus, betrifft aber auch hier 5 Mio. Deutsche (ungefähr 12% der Erwerbstätigen). Jetzt gibt es so viele Theorien zum Mindestlohn, wie es Sand am Strand gibt. Einige der Einflussfaktoren auf der Unternehmensseite seien hier kurz aufgelistet:


  • Reduktion der Arbeitszeit um die Kosten zu kompensieren (schlägt sich nicht auf Arbeitslosenquote um)
  • Reduktion von nicht-monetären Bezügen
  • Temporale Verschiebung von Neueinstellungen (Betrifft hauptsächlich Arbeitslose, aber die sind den Linken eh egal)
  • Substitution von Trainingsleistungen und Promotionen durch mehr brutto
  • Outsourcing von Positionen
  • Lohn drückt sich immer auf die Preise durch (Elastizität ist wichtig)
Viele dieser Faktoren lassen sich nicht macro-ökonomisch erfassen, ist aber mikro-ökonomisch erwiesen. Je nach Rigidität des Arbeitsmarktes und der Unternehmenskultur, passen sich die Unternehmen früher oder später diesen Zwängen aus Kosten und Einnahmen an. Bei höherer Besoldung muss die Produktivität eines Arbeiters steigen und zwar reel und nicht nur in der IG Metall Rhetorik.

Es gibt jedoch noch einige Faktoren, die hängen nicht vom Unternehmen ab, sondern vom Staat:

  • Mindestlohn wird nach ein paar Jahren durch die Inflation aufgefressen
    • damit ist Mindestlohn nur eine Temporäre Maßnahme (Ausnahme ist eine autom. Anpassung)
  • Gilt Mindestlohn nur für Voll- und Teilzeit und nicht für Praktika gibt es einen Substitutionseffekt
  • Gilt der mindestlohn auch für Praktika, dann werden mehr und mehr Unternehmen Abstand davon nehmen!
  • Die Höhe des Mindestlohn und der Sozialhilfe kann dazu führen, dass der Mindestlohn uninteressant wird bzw. noch teurer als erwartet.
Einige dieser Effekte sind den Akteuren wohl bekannt (deshalb viele Ausnahmen beim Mindestlohn), andere werden verdrängt oder nicht beachtet. 



Catia vs. Pro-E: Nach 5 Wochen

Nachdem ich 3 wunderbare und ärgerliche Jahre mit Pro-E verbracht habe, dass auch deutlich Probleme hatte, von denen einige von meiner Firma hausgemacht waren, wie z.B. die Wahl des PDM (Windchill sollte man nur nehmen, wenn man gerne Effizienz einbüßen möchte) und die komplizierte SAP-Verwaltung gepaart mit einer gängelnden Arbeitsvorschrift was Parts, Assemblies und Zeichnungen angeht. 

Doch andere Probleme sind auch einfach Fehler von Pro-E unter anderem waren dies:

  • Bei Fehlern, unvollständigen Skizzen oder falschen Referenzen kam der Fehlermodus aus den 90er Jahren wieder hoch (unbedienbar)
  • Skizzen waren, wenn die Maße und deren Reihenfolge nicht der Logik des Programs gefolgt hat unbedienbar und nicht robust
  • Definition von Achsen, Coordinatensystemen uä. waren teilweise noch aus alten Versionen und nicht verständlich
  • Stufenschnitte in Zeichnungen sind bei kleinen Änderungen zusammen gebrochen. 
  • Nicht parametrisierte Maße waren schwer oder gar nicht zu erstellen
  • OHNE Mapkeys war Pro-E schwer bis gar nicht zu bediene
Generell, wer wie ein Programmierer dachte oder versteht wie Software in den 90ern funktionierte, der war bei Pro-E gut dabei. Für Künstler war es nichts, da würde ich auch jetzt Catia empfehlen. Allerdings hatte Pro-E, besonders jetzt wo ich das Kontrastprogramm von Dassault Systems kenne, einige eklatante Vorteile, die jedes Maschinenbauunternehmen schätzen sollte:

  • Parametrisierung bis in die Zeichnungen: Man konnte Maße und Schnitte direkt über Referenzelemente in den Parts/Assemblies definieren und in der Zeichnung nutzen! Kein komplizierter Parametermanager notwendig
  • Skelettmodelle. Wirklich nicht zu unterschätzen; sehr mächtig und robust und einfach.
    • Beispiel: Versucht mal in Catia ein Teil n-mal zu duplizieren und dabei linear in z-Richtung zu vervielfältigen und gleichzeitig noch zu drehen. Unmöglich!
  • Assemblies sind einfach mächtiger, wie auch Parts, wenn es um Querschnitte geht, aber auch bei Pattern-Design
Ist Catia jetzt ganz schlecht? Nein, es ist gut für Einsteiger mit einfach aufgebauten Parts. Dann geht es schnell und ist robust. Allerdings ist ein automatisiertes Pro-E und gut konfiguriertes deutlich ansprechender. Catia hat mich in dieser Beziehung noch nicht überzeugt, aber ich probiere es weiter.

Wer mir sagen kann, wie man in Catia Instanzen im Assembly gleichzeitig linear vervielfältigen kann und dabei um einen Winkel X verdrehen und das ganze als Constraint, der kann sich meines Dankes sicher sein!




Wednesday, April 02, 2014

Streikende Piloten: Als nächstes der streikende Manager?

Die Piloten streiken die nächsten 3 Tage und mein Flug fällt natürlich flach. Das kostet mich Nerven und einen Urlaubstag und die Lufthansa bei 500k Flügen einen Haufen Geld. Bei den Piloten geht es nicht einmal um das Geld, sondern um eine andere Sozialleistung, die Sie noch zusätzlich zu einem Gehalt zwischen 75k und 250k €/a (je nach Erfahrung) bekommen!!

Sie wollen nämlich selbst entscheiden, wann Sie zu 80% Gehalt in den Frühruhestand gehen, weil sie ja ach so stark belastet sind und ein großes Risiko mit jedem Flug auf sich nehmen. Tja, jetzt könnte man auch mal die Busfahrer und Zugführer fragen. Oder einen Ingenieur der sicherheitsrelevante Teile baut oder in einem Atomkraftwerk arbeitet. Man könnte auch einen Minenarbeiter fragen oder einen Paketschlepper wie das mit der Abnutzung des Körpers durch Stress und harte Arbeit ist. Keiner von diesen Berufen hat die Möglichkeit früher in Rente zu gehen bei 80% Lohnausgleich! Warum sollten es Piloten dürfen?

Wie viel eine Pilotenarbeit wert ist, sei mal dahingestellt, aber Stewardessen haben die gleichen Arbeitszeiten und Probleme, dennoch keine der Privilegien von Piloten.

Es ist meiner Meinung nach ungerechtfertigt, mal wieder die Lufthansa in Geiselhaft zu nehmen und die Probleme auf dem Rücken der Kunden auszutragen. Natürlich sollen Sie ein Recht haben zu streiken, allerdings sollte dann auch die Lufthansa das Recht haben, sich nach Alternativen um zu sehen und das werden Sie auf die lange Sicht gesehen.

Generell ist mein Mitleid mit den Piloten begrenzt und ich halte es für Meckern auf hohem Niveau. Da hat auch in SWR1 der Sprecher der Gewerkschaft nicht geholfen. Ach ja, die Vertretung der Arbeitgeber wurde natürlich nicht mal gefragt, soviel zu den Qualitätsmedien der ÖR.

Monday, March 31, 2014

Radiosender SWR1 und Walfangverbot - Warum ich öffentlich-rechtlichen Rundfunk nicht besser als Privaten finde

Heute hat der internationale Gerichtshof den japanischen Walfang erheblich eingeschränkt. Bisher hat Japan wohl auch aus vorgehaltenen Gründen (wissenschaftliche Untersuchungen) immer noch eine große Menge an Walen wegen des Fleisches gejagt.

Während ich mit dem Verbot selbst nur bedingt etwas anfangen kann, da es wohl leider nur zwei Folgen haben wird, die nicht positiv sind, kann ich die Begründung vom SWR nur die Note 6 für durchgefallen geben.
Das Verbot selbst wird wohl nicht viel an der Situation ändern, wie der gezwungene japanische Kommentar dazu erahnen lässt. Sicher ist der Fang jetzt illegal, aber das wird den Preis für Walfleisch nur noch nach oben treiben und die Jagd begünstigen (wie auch bei Elfenbein und Elefanten!). Auch wird Japan bestimmt nicht plötzlich anfangen, dieses Verbot zu überwachen und da auch kein anderes Land sich dazu bereit erklärt bzw. das Recht hat in internationalen Gewässern japanische Schiffe zu stellen, sehe ich die Chancen für einen Erfolg durch das Verbot gering.

Doch die abstruse Erklärung des SWR hat nichts mit der Schönheit der Tiere zu tun, oder das Menschen die Arterhaltung solch großartiger Lebewesen am Herzen liegt. Nein, der SWR betont den Nutzen der Wale für den Klimawandel bzw. schreibt dem Verschwinden der Wale aus der Antarktis eine Mitschuld am mangelnden Abbau von CO2 in der Atmosphäre zu. Das Resultat, so die "Journalisten" beim SWR, ist ein Rückgang des polaren Eises in der Antarktis.

Nun, das kann man eigentlich ganz einfach nachprüfen. Wenn dem so ist, dann müsste in den letzten paar Jahrzehnten das Eis in der Antarktis merklich rückläufig gewesen sein. Wenn nicht, dann ist die Begründung mit den Walen wohl nicht der Weisheit letzter Schluss.

Leider zeigt sich, dass dies nicht der Fall ist:


Der Trend bleibt relativ linear auf einem Level in den letzten 40 Jahren. Mal gibt es ein wenig mehr, mal ein bisschen weniger Eis. Die These also, dass die Migration der Wale dazu führt, dass das Eis in der Antarktis schmilzt, ist nicht zu halten. Aber das würde man aus dem absolutistischen Ton des SWR nicht heraus hören. Es gibt jedoch Menschen, die vertrauen diesen Sendungen und dann hilft es der Wissenschaft nicht, dass solche Theorien als absolut richtig dargestellt werden.

Wer noch mehr interessante Karten, Daten und Fakten über das Eisniveau an den Polen haben möchte, dem sei die folgende Seite empfohlen:
Sea Ice Page - Whattsupwiththat

Monday, February 10, 2014

Gedanken zum Wochenstart

Der "Streit" in der Koalition über die Vorratsdatenspeicherung hält weiter an. Die Meinungen und das Pro- und Kontra sind schon seit langem bekannt, genauer seit dem letzten Streit darüber. Geändert hat sich wenig, auch nicht meine Position dagegen. Besonders der Zugriff auf die Daten muss geschützt werden besonders in Deutschland, wo jeder Trottel beim Einwohnermeldeamt fast alles über einen erfahren kann (Tja, dagegen ist die NSA Schnüffellei, die nur jedes 3. Telefonat verfolgen kann ein nichts).
Natürlich mögen viele jetzt wieder die viel beschworene Sicherheit zitieren, besonders auch gegen unsere Lieblingsfeinde und das mein Appell gegen einen herankriechenden Überwachungsstaat doch überzogen sind. Immerhin kennen wir ja unsere Hitlers und Honeckers, das wird uns nicht nochmal passieren.
Wer trotzdem gerne etwas Gänsehaut haben möchte, der kann gerne Under the Dome von Stephen King lesen (die gleichnamige TV-Serie ist leider nicht so gut).
Es ist erschreckend, wie der schleichende Prozess eines Polizeistaates in einem Dorf voran schreitet. Sicher mag die Umgebungsbedingung unter einer Kuppel einzigartig sein und ein bisschen SCI-FI. Allerdings sind geschlossene Landesgrenzen oder eine Mauer ganz ähnliche Trennmittel, fragt nur mal ehemalige Flüchtlinge aus der DDR oder Nord Korea.

Das zweite große Thema heute war die Frage ob die Pille-danach rezeptpflichtig sein soll. Meiner Meinung nach nein und auch viele andere Menschen haben das bei einer Diskussion bei YouFM so gesehen. Nicht nur das dadurch viel kostspieliger Organisationskram wegfallen würde, auch würden Ärzte und Arzthelfer/innen gehörig entlastet.
Die üblichen unselbstständigen Angstfrauen kamen natürlich auch wieder mit der Aussage: Aber es gibt auch Frauen, die können mit Pillen nicht um gehen, deshalb muss man sie beschützen, auch wenn sie erwachsen sind! Dafür ist dann ein Arzt notwendig, der noch einmal drüber schaut.

Nicht nur finde ich in diesem Fall die unglaubliche Arroganz und Selbstgerechtigkeit der Frau , die sie unter dem Deckmantel der Sorge um "Dumme" zeigt(zumindest aus ihrer Sicht Dumme), unheimlich und unglaublich, sondern auch die Tatsache, dass sie tatsächlich meint, dass selbst Erwachsene unmündig sind. Das Frauen über andere Frauen so denken ist schade und es zeigt sich, dass sich seit den 50ern nicht viel geändert hat. Die Mündigkeit in der Sexualität und das Eigentum der Frau bzw. das Recht der Frau auf körperliche Selbstbestimmung ist immer noch weit weg.
Ich kann verstehen, dass sie sich Sorgen macht, ich könnte ihr sogar noch zustimmen, wenn es um Kinder ginge, aber diese Einschränkung hat sie nicht gemacht, aber zwischen Sorge und einem Verbot ist ein großer Unterschied. Der Sorge könnte man mit Aufklärung über die Risiken begegnen, ein Verbot jedoch zeigt, dass eigentlich der Staat bzw. der Arzt die Macht über den Körper hat.

Warum ist ein potentiell gefährliches Mittel wie Alkohol frei verfügbar, aber bei einer Pille danach macht man so einen Aufstand. Beide können tödlich sein und beide können moderat genossen werden ohne Probleme. Das gilt übrigens nicht nur für die Pille danach, sondern für viele verschreibungspflichtige Drogen.


Monday, December 09, 2013

Automobile Zukunft: Flache Gedanken Edition

Manchmal fragt man sich, welche Leute heut zu Tage einen Beratervertrag bekommen. Mir schwant nichts gutes für die Projekte, die von diesem Herrn hier betreut werden. Er ist der Grund, warum man gerne über aufgeblasene Berater ohne Demut in Unternehmen lästert. Doch beschränken wir uns doch ab jetzt einfach mal nur auf das sachliche, es kann ja sein das der Spiegel ihn missverstanden hat und deshalb die Darstellung falsch rüber kommt. Andererseits sollte man ja bei einem Grimme-Award mehr erwarten, vielleicht wurde dieser jedoch auch nur für den Schreibstil vergeben.

Der Artikel beginnt mit ein bisschen Historie, nämlich das Städte in den 70er/80er Jahren hauptsächlich für Autos ausgelegt wurden und dabei einige Fußgängerzonen gestorben sind. Lassen wir das so einmal für Norddeutschland stehen und nehmen den Süden aus. Dann jedoch kommt dieser Zwischenwurf, der doch tatsächlich die Automobile Individualität erstmal bestätigt:

"Was aber wäre", fragt Randelhoff seine Zuhörer dann, "wenn das Auto zu uns käme? Stellt euch vor, ihr könntet am Frühstückstisch mit demSmartphone ein Auto bestellen. Das Auto kommt fahrerlos und automatisch vor die Tür gefahren. Ihr steigt ein, lest auf dem Weg zur Arbeit noch Nachrichten und werdet sicher und ausgeruht vor der Firma abgesetzt."

Erstens sind automatische Taxiservices, wie Uber, in anderen Ländern schon eingeführt und nichts neues. Ob das Auto dabei führerlos sein muss oder nicht, ist eine Frage für die Versicherung und/oder für die Taxi-Monopolisten, die in Deutschland dem "Jung-Entwickler" ordentlich Dampf unter dem Hintern machen würden. Essentiell beschreit er ein über das Internet erreichbares Taxi, was wiederum bisher nichts neues ist. Was fehlt ist jedoch ein erschwingliches Taxi-Abo von Wohnort zur Arbeit. Dafür müsste man jedoch nicht in die Zukunft schauen, das könnte man doch heute schon realisieren? Warum nicht?

Unfälle und Staus gibt es in diesem Szenario nicht mehr, weil ein Computerhirn die Ziele der einzelnen Fahrzeuge einsammelt, miteinander abgleicht und ihnen sichere Routen diktiert. Der Mensch gibt in diesem Szenario das Steuer aus der Hand, der Pkw als Privatbesitz und Statussymbol hat ausgedient.

Ah ja, das Computerhirn also, mal abgesehen davon das fehlerfreies Routing nur so gut sein wird, wie die Sensorik und das Programm. Leider werden beide von Menschen gemacht und müssen mit der Natur umgehen. Ja, der PKW Privatbesitz würde deutlich eingeschränkt, aber würde sich dies auch außerhalb der Stadt realisieren lassen? Würden Familien daran teilnehmen, denen besser durch ein Carsharing-Programm geholfen wäre? Könnten aber diese automatisierten Autos auch mit von Menschen gesteuerten Fahrzeugen auf einer Straße koexistieren? Wer ist bei einem Unfall schuld? Mit solchen praktischen Unwägbarkeiten hält sich der Philosoph des Großen und Ganzen natürlich nicht auf.

 "Wir werden das Auto erleben, das sich selbst fährt und allen gehört", sagt Randelhoff. Jeden einzelnen technischen Baustein, den man dafür brauche, gebe es schon, einige davon würden bereits serienmäßig eingebaut: Tempomat, Einparkhilfe, Navigationsgerät. An Universitäten wie der TU Braunschweig testen die angehenden Ingenieure seit Jahren selbstfahrende Autos, die sich per Scanner, Infrarot und Computer allein durch den Verkehr schlängeln.

Ja, einzeln ist das auch kein Problem, denn im Zweifelsfall ist der Mensch Herr der Komponenten, d.h. er kann eingreifen bzw. hat Sorge zu tragen, dass die Komponenten einwandfrei zusammen arbeiten. Nicht nur die TU Brauchschweig, auch die RHTW Aachen, das KIT, das MIT oder Google arbeiten daran und alle haben Sie Lösungen, die per se fahren können. Keiner konnte jedoch bisher die Autohersteller, oder die Versicherungsindustrie geschweige denn den Staat vollends überzeugen. Es ist übrigens das Zusammenspiel, dass schwierig ist und deshalb hilft es, wie so oft in der Menschheitsgeschichte nicht, dass die Einzelteile vorhanden sind: Es kommt auf den richtigen Zusammenbau an.

Als nächstes kommt ein interessanter Schlagabtausch (ob er wohl echt ist?) dran, den ich nachvollziehen kann, bei dem jedoch das Meiste am eigentlichen Crux vorbei geht. Es gibt bisher keine verlässlichen Großsstudien, die unter allen Wetterbedingungen ein funktionieren beweisen (bis zu einem gewissen Restrisiko natürlich), dass muss jedoch das Minimum sein.
Auch die Tatsache, dass viele Stadtkinder heute zwar einen Führerschein, aber kein Auto haben ist weder überraschend, noch ein Beweis für irgendwas. Erst einmal wurde Berlin als Beispiel genommen:

In Berlin kamen 2012 gerade noch 289 Zulassungen auf 1000 Einwohner, bundesweit waren es 472. Was will man auch in einer Stadt mit einem Wagen? Das Blech steht fast nur rum, rostet, wird schlimmstenfalls angezündet. Und ist viel zu teuer.

Entweder sind hier die Kinder zu reich oder zu arm. Das man so leichtfertig über "schlimmstenfalls angezündet" hinweg geht, zeigt mir wie wenig Ernst hier manche Dinge genommen werden. Dennoch 25% aller Einwohner holen sich ein Auto, selbst in Berlin, vielleicht wird dieser nur seltener genutzt, z.B. für eine Fahrt ins Grüne mit der Familie (Raus aus der Stadt!).
Außerdem ist die Frage ob Stadtbewohner die Zielgruppe sein sollten, haben diese ja heute schon Bahn, Bus und Taxi als Alternative, die auch von einem gewissen Teil genutzt werden.
Wie jedoch sollte sich so etwas für die Landbevölkerung darstellen, oder müssen jetzt alle in eine Großstadt ziehen, um dem Herrn genehm zu sein.

"Die Leute belügen sich noch immer über die Kosten ihrer Autos", sagt Randelhoff. Ein Pkw, der zum Beispiel acht Jahre in Gebrauch ist, kann in dieser Zeit um die 20.000 Euro an Wert verlieren, das wären etwa 200 Euro im Monat. Das allein ist mehr, als jede Monatskarte in Deutschland für den Nahverkehr kostet.

Nach 8 Jahren echtem Gebrauch, ist das Auto auch meistens ausgefahren, sonst liegt der Wert auch noch deutlich höher. Die Frage ist jedoch, wie viele Neuwagen werden denn noch von Privatpersonen gekauft?
Naja 200€/Monat ungefähr mit Inflation könnte hinkommen. Allerdings sollte man das ähnlich anrechnen wie die Abschreibung von Maschinen. Der Wertverlust existiert nur beim Weiterverkauf oder bei einem Versicherungsfall. Statt pro Monat, hätte er es lieber pro km rechnen sollen, dann hätte man mit der Zahl auch etwas anfangen können.

Für eine Strecke vomHauptbahnhof in Berlin nach Hamburg (280 Kilometer) kommt er für den Pkw so auf 120 Euro, ohne Parkgebühren. Ein Bahnticket kostet auf dieser Strecke 123 Euro - und zwar erster Klasse. Eine Fahrt zweiter Klasse bekommt man schon für die Hälfte. Randelhoff ist überzeugt: Wer objektiv die Kosten abwägt, entscheidet sich in Zukunft gegen den klassischen Pkw.

Ich hoffe in seinem Studium ist er sorgfältiger als in seinen Milchmädchen-Rechnungen. Wenn man also Wartung, Steuern, Versicherung und Betriebskosten zusammen rechnet, kommt man auf 120 € für eine Fahrt. Das ist schön, wenn man das Gleiche für eine Fahrt mit der DB macht, dann kostet das deutlich mehr als 123 €. 10 Milliarden Subventionen und sonstige Zuschüsse drücken die Ticketpreise runter. Der wahre Preis einer Bahnfahrt ist also deutlich höher. Wenn wir gerade dabei sind, wie bewertet er weitere Bahnnachteile. Eine Fahrt von Berlin in die Pampa kann schnell von 5 h für das Auto in 10 h mit der Bahn ausschlagen. Wie bewertet er diesen Nachteil? Wie die Tatsache, dass ein Zug nur zu vorgeschriebenen Zeiten verfügbar ist?

Er wohnt in einer WG, recht zentral im Dresdner Süden, einmal um die Ecke hält die Tram. In seinem Zimmer steht eine alte Verkehrsampel in der Ecke, an der Wand kleben Plakate mit wilden Strichen und Kreisen, rechts oben der Begriff "Fahrgast". Er entwickle gerade "ein Konzept gegen Verspätungen imFernverkehr", sagt er. Auf einem viel zu kleinen Schreibtisch stapeln sich Blätter und Bücher. Seit Monaten hat er nicht mehr daran gearbeitet, es steht auch gar kein Stuhl davor. Randelhoff schreibt seine Texte und Konzepte meist, na klar, unterwegs: im Zug, in der Tram, in der Pause irgendwo im Café oder in der Uni-Bibliothek.

Ah ja, ich hätte da eine Erklärung: Mehr Investitionen in den Binnenverkehr und die Infrastruktur durch die DB AG. Politisch könnte dies gesteuert werden, durch eine Zweckbindung der 10 Milliarden € Subventionen. Regionale und Kommunale Geldgeber können ähnlich reagieren und noch stärker auf pünktliche Züge bestehen. Mit genug Druck würde sich dann auch mal die DB bewegen. Aber naja, man kann auch sein Zimmer voll malen und hohle Reden schwingen.

Es ist auch schön, dass er mitten in der Stadt lebt, damit kann er bestimmt den Bedürfnissen der ländlichen Bevölkerung entsprechen, die haben nämlich oft ganz andere Anforderungen (auch bedingt durch ihre Arbeit).

Der Artikel kommt gegen Ende ein wenig vom Thema ab und beschäftigt zu stark mit der Person, was Schade ist. Die Person wird in unserem politischen Umfeld bestimmt reichen Boden finden, um Rent-Seeking zu betreiben. Leider müssen das echte Denker und Macher ausbaden.

Ach ja, zu den intelligenten Taxis: Ein großes Problem, dass jeder öffentliche Nahverkehr hat, können auch diese nicht lösen - Verschmutzung und Randalieren in den Taxen. Es wird interessant zu sehen, wie man dieses Vorbeugen kann. Bisher hat die Menschheit hier nur zwei Möglichkeiten gefunden. Privatbesitz, d.h. Autobesitzer zu sein, dies hilft auch in einer anonymen Großstadtumgebung, da hier der Halter darauf erpicht ist, dass das Auto in gutem Zustand bleibt.
Die zweite Möglichkeit ist in einer anonymen Stadt wie Berlin undenkbar, denn nur in einer Kommune in der jeder jeden kennt, ist die Scham so groß, dass eine Verschmutzung nicht so einfach vorkommt, ohne auf die Person zurück zu fallen. In einer Familie z.B. weis man immer, wer es als letztes hatte und kann denjenigen bestrafen. Deshalb kommt eine Verschmutzung auch viel seltener vor.

Wednesday, November 13, 2013

Timing and Planning - State vs. Private Entities

Mankiw's post on how Research Assistants estimate their time is eerily similar to how state agencies estimate time. The way professors estimate time is also similar to someones way of thinking, that of a private project manager.
State agencies greatly underestimate the necessary time for so many tasks that in the end they have to defend by their projects are not on time. ACA is only the latest big example, although a very obvious one and on a very grand scale. In Germany, I could name at least 3 projects that are very similar: BER airport, Stuttgart 21 and the Karlsruhe Subway. All three projects run late and in the case of the Berlin airport, it actually displays all the signs of dysfunctional government planning. Commitées that fought each other, quotations that were selected on the wrong basis and timings that did not include a lot of reserve times in case of iterational development.

When it comes to private project, the project is often not quicker, but the initial sample timing already includes a lot of back-up time so that the executive comitee can already decide on a more conservative plan. Sometimes this means the death of a project, but in that case probably it is justified. Perhaps the same would happen with government projects, the question is would that really be a bad thing???

Turncoat Thinking - ACA Edition

So Greg Mankiw wonders about why the Left makes a distinction between car insurance and health insurance and specifically when it comes to personal preferences. I think that he is baffled stems from the fact that he is not significantly surrounded by that many leftists as I am in Europe.

The thinking here goes along the lines of what is necessary for society, community and the nation in general. Although leftists like to eschew the label of "nationalism", in general however, a lot of their arguments rest on the notion of nationalism, which is quite interesting in its irony.

Mr. Mankiw is stupified by the distinction between a Prosche as a personal choice of car in comparison to children as a personal life-style choice. The distinction imo is that while cars are important, they don't have such a high level of necessity for a functioning society, children on the other hand have. For the continual survival of society and our species in general (and also for the welfare state) children are the basis and as such an important requirement. As such it should be a top priority for the state to do everything to increase the amount of children and their welfare. If it means subsidizing health care for their parents, then this is a to do for progressives. It is morally, ethically the right choice to do and on top of that a requirement derived from a general community spirit thinking.

I think this kind of thinking should not be as strange and foreign to Mankiw as he supposes in this post. After all the idea of civilization and society is also dear to the heart of conservativism.

Sunday, October 06, 2013

Offener Brief zum Shutdown an SpOn

"Liebe Spiegel-Redaktion,

interessant einseitig Ihre Berichterstattung, genauso wie auch die Wortwahl von Mr. "Bipartisan" Obama. Erst rammt er eine Reform des Gesundheitswesens gegen den Willen der Republikaner durch und jetzt erwartet er, dass diese ohne Zugeständnisse klein bei geben? So funktioniert Demokratie nicht einmal in Deutschland (zumindest nicht nach 45 - siehe diese Wahl inkl. Koalitionsverhandlungen).

President Obama hat einiges an gutem Willen hier verspielt. Er sollte die Autoritätsperson sein, die beide Seiten an den Verhandlungstisch zwingt, aber das hat er mit seiner Einseitigkeit gleich verspielt. Dann kann man ihm auch vorwerfen, dass er seit 8 JAHREN ohne funktionierendes Budget regiert. Und das obwohl vor 4 Jahren er sogar beide Häuser unter Demokratischer Kontrolle hatte! Und jetzt erwartet er ein Einknicken der Republikaner, ich glaube da hat er sich verkalkuliert.
Es hilft sicher auch nicht, dass der General Attorney Eric Holder eigentlich privat-finanzierte Teile der Exekutive zu schließen, wo sie doch in allen früheren Shutdowns offen blieben. Darüber hinaus betreibt man wieder die übliche Geiselhaft von öffentlich-rechtlichen Einrichtungen, die es so in der Privatwirtschaft nie gäbe. Man schließt als erstes die symbolträchtigen und gut besuchten Sehenswürdigkeiten und lässt die unbeliebteren (dafür scvheint ja Geld da zu sein) offen. Capitol, Lincoln Denkmal etc. werden verbarrikadiert. Kein privates Unternehmen würde in der Krise seine cash-cows schließen, das könnte man sich nicht leisten!

Alles in allem eine schwache Vorstellung von dem europa-nahen Vorzeige-Präsidenten. Es wäre schön, wenn solche Punkte auch mal bei den Qualitätsmedien in Deutschland erscheinen würden."

Saturday, October 05, 2013

Re: Erderwärmung: Klimaphysik ist keine Metaphysik

Schon der Titel ist einladend und hätte auch einem Gegner des Katastrophenklimatismus gut gepasst. Der Artikel selbst ist sehr polemisch, setzt sich allerdings auchmit einem Polemiker von der Gegenseite auseinander. Jedoch sind erstaunlich wenige belegbare Fakten in Ihm erhalten und wenn dann wurde die Wahrheit nur am Rande touchiert. Man muss nicht mal lange suchen, um einige der Aussagen als sehr löchrig anzusehen. Aber man lese ihn doch einfach selbst.

Man darf natürlich von einem Politiker nicht zu viel erwarten, von einem Grünen erst Recht nicht. Es ist auch mal wieder schön zu sehen, dass der Herr der Gegenseite üble Motive zum Schaden der Menschheit unterstellt, so macht man sich natürlich noch diskusionswürdiger.
Doch suchen wir uns einmal die Fakten aus diesem Machwerk heraus.

Der ARtikel beginnt mit einer Referenz auf die Milleniumziele. Das ist schön und gut, aber hat nicht wirklich viel mit Klimaerwärmung zu tun, dass würde sogar ein Michael Mann zugeben müssen. Milleniumsziele ist ein UN-Programm, dass gewisse weltweite Ziele zum sozialen Fortschritt formulierte, die alle samt sehr optimistisch waren. Allerdings sind das politische Probleme, die weniger mit irgendeiner Klimaerwärmung zu tun haben, sondern mit lokalen, regionalen Wirtschaftsproblemen. Auch in Europa und den USA, Canada und Australien gibt es Dürren, Stürme, Tornados und Ernteausfälle, trotzdem ist das Leben dort relativ sicher.

Dann bezieht er sich auf einen alten Kommentar in der Welt, den ich nicht so leicht finden kann, weil man keinen Titel angibt (setzen, 6!) und nur das Datum. So kann auch keiner der Leser dies überprüfen. Herr Palmer ist wohl noch nicht im 21. Jhr. angekommen, man kann dort auch Links im Web einfügen, das geht ganz schnell! Aber lassen wir diese Unsauberkeit mal aussen vor, wahrscheinlich herrscht hier eh wieder nur Polemik.

Kommen wir lieber zum neusten Sachstandbericht der IPCC AR5. Ja, sie warnen in einem fiktiven Szenario mit 5° Temperaturerhöhung vor eben jenen Hungerkatastrophen, allerdings auch nur MÖGLICH. Es wurde keine Aussagewahrscheinlichkeit genannt, was einen etwas stutzig machen kann. Für die Zeit zwischen 1880 und heute gibt es übrigens keinen statistischen Beleg, dass solche Katastrophen zu genommen haben. Tatsächlich haben die Menschen heute mehr zu Essen als damals und können besser mit immer noch gleich starken Naturkatastrophen umgehen.

Hier hat er auch einen interessanten Punkt, den man aufgreifen sollte:
jene Gegenden und Gesellschaften verheeren wird, die heute schon unterentwickelt sind und nicht unsere technischen und ökonomischen Möglichkeiten zur Anpassung haben.

Der letzte Halbsatz sollte eigentlich jedem zu denken geben, der diesem Politiker sofort geglaubt hatte. Er empfiehlt also unsere Wirtschaftskraft und unser Wachstum einzuschränken, damit wir ganz sicher NICHT die Möglichkeiten haben uns anzupassen, wenn eine Katastrophe kommt (die übrigens auch bei 1 °C weniger kommen würde). Das klingt nach einem vernünftigen Plan. Sehen Sie, Herr Palmer ich kann auch polemisch sein. Hier treffe ich jedoch auf einen tieferen wunden Punkt, er beschwört zwar die Klimakrise, kann aber keine Auswege zeigen, denn eine blose Arretierung oder Senkung auf das Niveau von 1880 würde uns ja auch nicht vor regionalen Wetterschwankungen, wie Dürren oder Sturmfluten beschützen, die gab es schon damals (siehe Hamburg, siehe Frankreich).

Danach setzt er sich weiter mit dem anderen Artikel auseinander, was nichts weiter als Ad-Hominem und politisches Geblubbere ohne Fakten ist.
Wahrscheinlich hat er dann aber mit seiner Annahme das 99% der wissenschaftlichen Publikationen den menschengemachten Klimawandel akzeptieren Recht. Erstens müssen Sie das um Fördergelder nicht zu verlieren und zweitens ist das so generell ja auch nicht falsch! Wir haben das Klima seit über 4000 Jahren beeinflusst, seit dem wir angefangen haben Holz zu fällen und später dann Städte und Straßen zu bauen. Agrarland sehe in der wilden Natur auch nicht so aus, wie es heute aussieht. Ich glaube aber das meint er nicht, er meint damit seiner Ideologie folgend "böse Methoden", wie fossile Brennstoffe zu verbrennen und deren Abgase CO2 in die Atmosphäre  entweichen zu lassen. Tja, aber mit diesen Brennstoffen und dieser Konzentration erklären sich gerade mal bis zu 1°C Temperaturunterschied zum Beginn der Industriellen Revolution. 1°C ist aber nicht tragisch und führt auch nicht zu irgendwelchen Katastrophen.
Alle wissenschaftlichen Skeptiker verneinen das nicht einmal, sie sagen aber dass die Feedbackwirkung von 2-6°C irrational und unbelegbar ist.

Es gibt einen wissenschaftlichen Konsens über die seit 1960 gemessene Zunahme der Kohlendioxidkonzentration in der Atmosphäre um 20 Prozent und den daraus folgenden Treibhauseffekt, der vergleichbar mit der Einigkeit darüber ist, dass die Gravitation Äpfel zur Erde fallen lässt. Klimaskeptiker sind Leute, die an die Stelle dieser Erkenntnis obskure Alternativerklärungen setzen, um die menschliche Sucht nach fossiler Energie zu rechtfertigen.
Hier seine Zitat und oben hat man ja die einfache Widerlegung gelesen. Es scheint mir, dass ich mehr darüber weis, wie er denkt, als er über wie ich es tue. Das ist übrigens wissenschaftlich schon untersucht worden: Liberale Theoretiker können sich besser in die Vorstellungen von Konservativen und Linken hineindenken und deren Argumentation imitieren, als dass dies Linke oder Konservative bei Ihnen können. Das liegt wohl ein bisschen in unserer Natur als Parteienloser.
Es regt mich oft wirklich auf, dass andere Leute so negativ argumentieren, als ob Sie nicht einfach ein bisschen Abstand von Ihrer politischen Meinung nehmen könnten. Zu diesem Thema kann ich nur Arnold Kling's Buch "The Three Languages of Politics" empfehlen.

Auch die Temperaturen steigen schon seit 1998 nicht mehr und nicht erst seit 2007 und besonders in den Tropen (dem Ursprung der Wärmeentwicklung) gibt es sogar eine noch gnadenlosere Abweichung von Simulation und Daten. Man könnte meinen der Politiker hätte nicht den Sachstandsbericht, sondern politischen Bericht der IPCC gelesen. Damit ist er natürlich schlecht informiert und dem Gegner schlechte Informationsaufnahme zu attestieren, anstatt seine Argumente zu widerlegen, dass ist typisch für Journalisten und Politiker.

Es stimmt zwar, dass man genaue Vorhersagen auf Jahr, Monat und Grad nicht leisten kann, aber globale multi-decadische Trends sollten dann doch nachvollziehbar sein. Doch schon bei der PDO (pazifischen dekadischen Oszillation) haben diese Modelle Probleme, was einem zu denken geben sollte.



Auch dieses Zitat ist eine Fehlzündung sonders gleichen:

Und gleich, welches Szenario man innerhalb der wissenschaftlichen Unsicherheit zugrunde legt, die Kosten und Konsequenzen des Klimawandels rechtfertigen in jedem Fall den Begriff "Katastrophe".

Das ist der schnelle Weg zum Endsieg, oder wie soll man die Abwesenheit jeglicher Wahrscheinlichkeiten und Risiken deuten. Sollte der Klimawandel so eintreten, wie von Ihm prognostiziert, dann wäre das tatsächlich eine Katastrophe. Aber auch ein Asteroideneinschlag ist eine Katastrophe, und dennoch bewegen wir nicht alle finanziellen Mittel und Möglichkeiten, um ihn zu verhindern. Das ist übrigens ein großer Fehler, zumindest nach Tyler Cowen, da ein solcher Incident wesentlich wahrscheinlicher in dern nächsten 300 Jahren ist als die Klimakatastrophe.

Über die Eisschmelze mag ich jetzt nicht reden, dass ist ein ganz anderes Thema, wie auch der Meerwasserspiegelanstieg. Außerdem hat der junge Mann sich jetzt schon genug um Kopf und Kragen geredet, als das man ihm auch noch hier einige Denkzettel verpassen muss.

weitere Quellen:

UN IPCC AR5 Models and Criticism - summary by Reason.com
The 2013 IPCC AR5 Report: Facts vs. Fiction